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Cover von Darkseed -- Poison Awaits
Band: Darkseed Homepage Darkseed bei Facebook Metalnews nach 'Darkseed' durchsuchenDarkseed
Album:Poison Awaits
Genre:Gothic Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:23.07.10
CD kaufen:'Darkseed - Poison Awaits' bei amazon.de kaufen
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"Zenit überschritten"

Durchhaltevermögen muss man den Bayern von DARKSEED zugestehen. Ein neues Album hätten wohl nach dem Ausstieg von Sänger, Gründungsmitglied, Hauptsongwriter, Aushängeschild und Mastermind Stefan Hertrich [BETRAY MY SECRETS, SPI RITUAL] die wenigsten erwartet. Gitarrist Thomas Herrmann hat das Ruder übernommen und mit der Verpflichtung von Ur-Drummer und Gründungsmitglied Harald Winkler [1996 ausgestiegen] für den vakanten Gesangsposten einen echten Coup gelandet. Und so steht "Poison Awaits" fünf Jahre nach dem letzten Output "Ultimate Darkness" [2005] auf der Matte. Ihren Zenit haben DARKSEED schon mit "Astral Adventures" [2003] überschritten und leider kann auch "Poison Awaits" bei aller Mühe nichts daran ändern.

Nach dem geilen "Diving Into Darkness" [2000] war bei den Gothic Metallern einfach die Luft raus, was nach dem tollen Hattrick "Spellcraft" [1997], "Give Me Light" [1999] und besagtem "Diving Into Darkness" auch durchaus verständlich war, aber leider haben sich DARKSEED davon immer noch nicht erholt. "Astral Adventures" konnte zwar anfangs überzeugen, entfaltete jedoch keinerlei Langzeitwirkung. Neusänger Harald Winkler macht seinen Job auf "Poison Awaits" zwar zufriedenstellend, kann aber DARKSEED leider nicht den neuen Energieschub geben, den die Band brauchen könnte. Seine Leistung ist gut, auch wenn die Growls so gut wie komplett aus dem DARKSEED-Sound verbannt wurden, was einigen Fans sauer aufstößen könnte. Die Songs von "Poison Awaits" wirken etwas antiquiert, teilweise ungelenk, und leiden vor allem unter den etwas billig klingenden Keyboards, die nicht wirklich zur recht druckvollen, aber klinischen Produktion passen wollen. Meistens macht sich gepflegte Langeweile breit, die auch nicht aufgrund kleiner Auflockerungen, wie z.b. Frauengesang in "No Promise In The Heavens", weicht – nur bei kleineren Sternstunden, wie die ruhigen Parts von "Striving For Fire" wird es interessanter. Ein Song wie "Timeless Skies" klingt wie eine zurecht verschollene B-Seite von PARADISE LOSTs "One Second"-Album – und das braucht nunmal kein Mensch. Mit dem langen "Incinerate" hat man allerdings einen richtig coolen Song verewigt, der als Edit bestimmt in diversen Düsterclubs zum Tanzflächenfeger mutieren könnte. Ansonsten wurden DARKSEED leider von der Konkurrenz, bzw. sich selbst überholt, was schade ist.

Handwerklich ist "Poison Awaits" natürlich gut gemacht, schließlich sind die Jungs Profis und schon lange genug dabei, aber irgendwie will der Funke nicht überspringen, dafür wirkt die Scheibe zu glatt, nicht packend genug und schlichtweg langweilig, was sich auch nach zahlreichen Durchläufen nicht legt. Fans, die mit den letzten beiden DARKSEED-Alben etwas anfangen konnten, sollten auch an "Poison Awaits" Gefallen finden, aber man kommt leider nicht umhin zu sagen, dass DARKSEED ihr Pulver verschossen haben.

Trackliste:
1. Roads
2. Incinerate
3. Poison Awaits
4. Seeds Of Sorrow
5. All Is Vanity
6. Black Throne
7. Adual Pacts
8. Torn To Shatters
9. No Promise In The Heavens
10. Striving For Fire
11. Timeless Skies
12. King In The Sun
Spielzeit: 00:56:12

Line-Up:
Harald Winkler - Vocals
Tommy Herrmann - Guitar
Tom Gilcher – Guitar
Michael Behnke – Bass
Armin Dörfler - Keyboards
Maurizio Guolo - Drums
Michael Siegl [nnnon]
03.08.2010 | 15:10
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