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Album:I
Genre:Black Metal
Bewertung:6.5 von 7
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Wie oft ist es euch in den letzten Jahren passiert, dass ihr ein Black Metal Album gehört habt, was den Begriff einzigartig verdient? DARKSPACE’s Debüt „I“ ist so ein leider selten gewordener Fall. Es gibt keine Referenzen, an die einen die Schweizer erinnern könnten. Nur Vordenker lassen sich nachvollziehen. MYSTICUM, NEGURA BUNGET, MANES, neuere LIMBONIC ART. Doch DARKSPACE zitieren diese nicht, sie dringen vielmehr in Bereiche vor, für die diese Bands nur Wegbereiter waren.
Dabei sind die Werkzeuge, derer man sich bedient, nicht eben ausgefallen. Ein nicht zu dominanter Synthesizer, ein solide programmierter Drumcomputer, extrem rasende, kalte Gitarrenwände, immer wieder im Wechsel zu mittelschnellen, stampfenden oder auch getragenen Passagen. Eine hintergründig keifende Stimme und geschickt eingeflochtene Sprechpassagen, die dann nur zu neuen Geschwindigkeitsexzessen in den sieben überlangen Kompositionen überleiten.
Doch das wirklich Einzigartige dieses Albums ist die Wirkung, die es auf den Zuhörer auszuüben imstande ist.
„I“ ist ein Trip in die unendliche, kalte Leere des Alls und die tiefsten Abgründe der eigenen Seele. Ein Monument der Emotionslosigkeit. Es nimmt gefangen und zieht mit der Macht eines schwarzen Loches in Kreise der Verdammnis, in astrale Sphären ewigen Todes. Ohne Gnade, ohne Entrinnen, bis es den verstörten Hörer nach 76 Minuten wieder frei gibt.
Gut, die Stärke dieser Musik wird ihr der Eine oder Andere auch als Schwäche ankreiden. Es gibt eben keine echten Höhepunkte, keine eingängigen Riffs oder griffigen Refrains.
Aber „I“ ist ein Album, welches Black Metal zur Raumausfüllung, zur Zustandsform erhebt - zum Ambient Black Metal, wie es vielleicht am treffendsten beschreibbar ist.
Mich jedenfalls hat es tief beeindruckt, für alle anderen gilt: lieb' es oder hass' es!

Trackliste:
01. Dark 1.1
02. Dark 1.2
03. Dark 1.3
04. Dark 1.4
05. Dark 1.5
06. Dark 1.6
07. Dark 1.7


Karsten Heim [Lone Wolf Winter]
18.11.2004 | 15:53
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