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Band: Darkthrone Homepage Darkthrone bei Facebook Metalnews nach 'Darkthrone' durchsuchenDarkthrone
Album:Dark Thrones And Black Flags
Genre:Hard Rock, Heavy Metal, Punk
Label:Peaceville Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:31.10.08
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"Geschmiedetes Metall aus dem hohen Norden"

DARKTHRONE, holy DARKTHRONE. Fenriz und Nocturno hauen ja momentan Alben und EPs raus, dass es nur so kracht. 2006 erschien das Hammeralbum „The Cult Is Alive“, 2007 folgte dann die Scheibe „F.O.A.D.“, welches viele Diskussionen auslöste, und im Jahre 2008 kommt nun schon das Nachfolgewerk „Dark Thrones And Black Flags“. Aber wie einst Gaahl einmal sagte, dass er konstant Lyrics in seinem Kopf schreiben würde, so schreiben wohl Fenriz und Nocturno durchgehend Riffs. Das nächste DARKTHRONE Album soll ja auch schon in den Startlöchern stehen. Aber wenden wir uns der Gegenwart zu und schauen mal, was uns die beiden Chaoten dieses Jahr knapp vor Weihnachten schenken.

Die ganze Scheibe ist einfach Old School und Heavy Metal as fuck! Knallharte Riffs, treibende Drums und herrliche Texte, was will man mehr? An was man sich allerdings gleich einmal gewöhnen muss, ist die Tatsache, dass Fenriz dieses Mal des Öfteren die Vocals auf "Dark Thrones And Black Flags" übernommen hat, denn Nocturno und Fenriz haben sich dieses Mal die Aufgaben brüderlich geteilt. Fenriz' Vocals sind ja durchaus gewöhnungsbedürftig, auch wenn sie mir dieses Mal besser als auf „F.O.A.D.“ gefallen. Trotz allem erreicht er manchmal ungute Höhen, auch wenn sein Geschrei sonst perfekt zu seinen komponierten Songs passt. Der schon bekannte Song „Hiking Metal Punks“ ist, mit seinem coolen Riff, dem genialen Solo am Schluss und dem Geschrei von Fenriz, sicher ein Highlight der Scheibe. Aber auch Nocturno hat dieses Mal mit den Songs „Launchpad To Nothingness“ und „Blacksmith Of The North [Keep That Ancient Fire]“ zwei starke Track abgeliefert. Mit dem Titeltrack gibt es auch ein kleines Instrumental auf der neuen Scheibe, welches wirklich gut gelungen ist. Die Produktion ist natürlich wieder eine Sache für sich. Die Scheibe rumpelt vor sich hin, aber für die Art von Musik, die DARKTHRONE kreieren wollen, ist dieser Sound meiner Meinung nach durchaus angemessen. Abgesehen davon sind sowohl Fenriz wie auch Nocturno einfach zwei verdammt gute Songwriter. Der Wunsch zum Headbangen kommt schon von ganz alleine, wenn man nur schon in das Album reinhört. Und da sich die beiden dieses Mal das Songwriting geteilt haben, ist das Album auch wirklich abwechslungsreich geworden. Es gibt ein oder zwei Songs, die nicht gleich beim ersten Mal zünden, aber mit der Zeit entwickeln auch diese sich zu interessanten Machwerken. Natürlich kann man auf der Scheibe keine Spur der alten Black Metal Tage mehr entdecken, aber die Frage ist, ob das von Bedeutung ist? Scheiben wie „Transilvanian Hunger“ oder „Panzerfaust“ wird man kaum überbieten können, und warum sollte eine Band mehr als vier Black Metal Klassiker abliefern? Was hier von DARKTHRONE geboten wird, ist bodenständiger Heavy Metal, der einen schönen Kontrast zu der ganzen Nu-Metal Welle bietet, die momentan die Metal-Szene überflutet. Auf der speziellen Edition sind übrigens noch zwei kurze Studio-Videos von DARKTHRONE zu sehen, die passend mit "Fucking Around - Version 1/2" betitelt wurden. Man sieht allerdings nicht viel von den Aufnahmen, sondern hauptsächlich die beiden Norweger, wie sie quasi Metal-Kabarett betreiben. Teilweise ist das sogar recht witzig ausgefallen. Nocturno trägt außerdem ein sehr cooles KREATOR Longsleeve ... das musste noch erwähnt werden.

DARKTHRONE könnten mit ihren neuen Alben eine Ära einleiten, die den alten bzw. echten Heavy Metal wieder ans Tageslicht bringt. Gerade in der heutigen Zeit, wo nicht mehr viel des alten Geistes erhalten geblieben ist, tun solche Scheiben Not. Fenriz macht das, was er will, und er macht es so, wie er es will! Und wenn er weiter so gut darin ist, dann werde ich mir jede seiner neuen Scheiben zulegen. Für die Musik alleine würde ich 5,5 Punkte geben, aber aufgrund des wunderbaren Booklets mit zahlreichen lustigen Kommentaren, Band-Tipps und coolen Fotos, schlage ich noch einen halben Punkt drauf. Das macht dann sechs Punkte und einen echten Tipp für alle Anhänger von „real metal sound“!

Trackliste:
01. The Winds They Called The Dungeon Shaker
02. Death of all Oaths [Oath Minus]
03. Hiking Metal Punks
04. Blacksmith Of The North [Keep That Ancient Fire]
05. Norway In September
06. Grizzly Trade
07. Hanging Out In Haiger
08. Dark Thrones And Black Flags
09. Launchpad To Nothingness
10. Witch Ghetto
Spielzeit: 00:38:58

Line-Up:
Fenriz - Vocals, Drums
Nocturno Culto - Vocals, Guitars, Bass
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
05.12.2008 | 12:44
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