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Cover von Daughtry -- Baptized
Band: Daughtry Homepage Daughtry bei Facebook Metalnews nach 'Daughtry' durchsuchenDaughtry
Album:Baptized
Genre:Pop
Label:Sony Music
Bewertung:1 von 7
Releasedatum:15.11.13
CD kaufen:'Daughtry - Baptized' bei amazon.de kaufen
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"Aufgepasst, Helene!"

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und man sortiert in Gedanken bereits die besten und schlechtesten Alben der zurückliegenden zwölf Monate und dann passiert es: DAUGHTRY veröffentlichen ihr viertes Album und schon muss man zumindest in zweitgenannter Kategorie noch mal völlig umdenken.

Chris Daughtry hat mit den drei bisherigen Werken seiner nach ihm benannten Band das Wort „Hausfrauenrock“ bis zur Perfektion definiert. DAUGHTRY galten als die Light-Version der ebenfalls schon recht zahm und bieder rockenden NICKELBACK, doch hier muss nach der neuen Platte „Baptized“ definitiv noch mal umgedacht werden. Schon beim Opener, gleichzeitig Titelsong des Albums, reibt man sich verwundert die Ohren, denn mit Rock – ob für die Hausfrau oder auch nicht – hat das hier aber auch gar nichts zu tun. Das ist seifigster Mainstreampop, der genau so gut von Enrique Iglesias oder einer x-beliebigen Boygroup hätte dargeboten werden können. Na gut, ein Ausrutscher darf ja mal passieren – wenngleich es natürlich besonders doof ist, wenn es sich dabei ausgerechnet um den Opener und Titelsong handelt – aber das Schlimme ist: Es bleibt nicht bei diesem Ausrutscher. DAUGHTRY kommen auf dem glitschigen musikalischen Untergrund, den sie selbst verursacht haben, gar nicht mehr aus dem Schlingern raus, sondern bewegen sich [und das ist leider weder Witz noch Übertreibung] mit Vollgas auf das amerikanische Gegenstück zum unsäglichen Schlagerpop, wie ihn hierzulande Helene Fischer besonders erfolgreich darbietet, zu. Da reißen auch einigermaßen martialische Songtitel, wie „Battleship“, „I'll Fight“, „Wild Heart“ oder „Broken Arrows“ nichts mehr raus, das hier ist grausigster und vollkommen seelenloser Plastikpop der schlimmsten Gattung. Chris Daughtry schluchzt, jammert und leidet, was das Zeug hält, aber man glaubt ihm dummerweise kein einziges Wort. Nie hat man das Gefühl, dass er das, was er da singt, auch nur ein winziges bißchen wirklich fühlt. Wäre er mit der Überzeugung und dem Talent ins Schauspielfach gewechselt, würde es maximal für eine kleine Nebenrolle in der käsigsten und schmierigsten, morgendlichen TV-Seifenoper reichen. Endgültig schlagen DAUGHTRY dem Fass dann aber den Boden aus, wenn sie eine leicht country-mäßige Hommage an die Rockmusik namens „Long Live Rock & Roll“ intonieren, die musikalisch wohl kaum weiter von dem entfernt sein könnte, was sie inhaltlich zu transportieren versucht. NICKELBACK haben mit „Rockstar“ so etwas ähnliches vor ein paar Jahren auch schon mal gemacht und dafür einiges an Schelte bezogen. Wer das allerdings damals als Schmähung empfand, der wird sich bei DAUGHTRY's kläglichem Versuch freiwillig in den Fluten ersaufen.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen, Härte allein ist ja nun längst kein Qualitätsmerkmal, aber „Baptized“ ist so dermaßen seicht und zahnlos geraten, dass es einem schon fast physische Schmerzen bereitet, wenn man sich diese Grütze länger als fünf Minuten am Stück antut. Ab sofort dürfen sich DAUGHTRY jedenfalls nicht mehr mit dem Genre „Hausfrauenrock“ schmücken, denn sonst müsste man Bands wie NICKELBACK, BON JOVI, COLDPLAY oder auch HANSON fortan fairerweise als „Brutal Death Metal“ klassifizieren. „Baptized“ ist absolut unterirdisch und ein klarer Fall von Rohstoffverschwendung!

Trackliste:
01. Baptized
02. Waiting For Superman
03. Battleships
04. I'll Fight
05. Wild Heart
06. Long Live Rock & Roll
07. The World We Knew
08. High Above The Ground
09. Broken Arrows
10. Witness
11. Traitor
12. 18 Years
Spielzeit: 00:45:02

Line-Up:
Chris Daughtry – Vocals, Guitar
Josh Steely – Lead Guitar
Brian Craddock – Rhythm Guitar
Josh Paul – Bass
Robin Diaz – Drums
Elvio Fernandes – Keyboards, Acoustic Guitar
Timo Beisel [kaamos]
08.12.2013 | 22:37
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