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Cover von Dawn Of Disease -- Legends Of Brutality
Band: Dawn Of Disease bei Facebook Metalnews nach 'Dawn Of Disease' durchsuchenDawn Of Disease
Album:Legends Of Brutality
Genre:Death Metal
Label:Noise Art Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.04.11
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"Schwedentod made in Germany!"

Wer dieses Jahr seine Hoffnung in den schwedischen Todesstahl gesteckt hat, wurde bisher gut bedient. Die neuen Alben von DEMONICAL, MAIM und PUTERAEON, hauen einen bereits ordentlich eins vor den Latz und weitere vielversprechende Scheiben sind schon in Aussicht. Der aus deutschen Landen stammende, erste Longplayer von DAWN OF DISEASE, steht dem in nichts nach und reiht sich in diese Liste, schwer nackenbeanspruchender Stahlkeulen, reibungslos mit ein.

Wie in einem guten Restaurant, bekommt man auch hier nicht gleich den Hauptgang serviert, sondern wird durch eine Vorspeise, präsentiert in Form eines instrumentalen Intros, einstimmend auf das Folgende vorbereitet, ja sogar regelrecht heiß gemacht.
Mit “Above The Gods“ bekommt man danach einen guten Einstieg, denn es geht schnell und druckvoll zur Sache. Dabei bindet man allerdings noch nicht zu viele Spielereien mit ein, sondern lässt noch etwas Luft nach oben. Diese wird auch mit jedem Stück etwas mehr in Anspruch genommen, wodurch man sich mit jedem Lied etwas steigert. Eine durchdachte Mischung aus vornehmlich schnellem Spiel, welches jeweils durch wenige, groovende Mid-Tempo-Parts abgelöst wird, bringt Abwechslung und kleine Pausen mit ein, ohne jedoch den Spielfluss zu unterbrechen. Zum passenden Zeitpunkt, der Hälfte der Spielzeit, holen die Jungs dann ihre gewaltigsten Keulen raus und prügeln mit “When White Turns Red“ und “Death Shall Be Mine“ die beiden brutalsten und eingängigsten Stücke des gesamten Albums, in denen sich wohl auch die Stärken im Stil von DAWN OF DISEASE am deutlichsten widerspiegeln, nämlich eine Offenheit für weitere Einflüsse aus dem Death Metal-Bereich. So gibt es neben dem typisch schwedischen Akzent auch Einflechtungen, die eher aus dem Bereich des schlicht auf Brutalität ausgelegten Death Metal, als auch aus dem des Melodic Death Metal skandinavischer Art stammen, ohne dabei jedoch die Elch-Basis zu verlieren, auf der hier alles fußt. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der stets präsente Groove, der alles schön geschmeidig hält.
Nach den beiden Paradestücken des Albums geht es so weiter wie gehabt, bis das Outro, ebenfalls ein Instrumental, würdig aus dem Album ausleitet und einen letzten, positiven Eindruck in den Gehörgängen hinterlässt.

Das Rezept für das Album ist so einfach, wie effektiv: Ordentlich, aber durchdacht Krach machen. Wie auch die Kollegen/Verfasser in den Rezensionen oben verlinkter Werke schon bemerkten, so stehen hier auch weder Innovation, noch Erneuerung des Genres im Vordergrund. Dennoch hat man es geschafft, auch eine deutlich eigene Note mit einzubringen, was die Sache erst wirklich interessant macht. Meiner persönlichen Beurteilung nach ist diese Eigenart, aber vor allem deren Umsetzung der Konkurrenz sogar noch eine Nasenspitze voraus, was sich vor allem nach mehreren Durchgängen zeigt, denn wo bei den Anderen schon nach wenigen Komplettrotationen eine gewisse Monotonität zu tragen kommt, klingt “Legends Of Brutality“ immer noch frisch. Zugegeben, kommen hier vielleicht individuelle Vorlieben zu tragen, in jedem Fall gilt dennoch, dass Fans schwedischer Knüppelkünste hier getrost zugreifen können.

Trackliste:
01. Gasping For Life (Intro)
02. Above The Gods
03. Impervious Mind
04. Legends Of Brutality
05. Soul Harvest
06. When White Turns Red
07. Death Shall Be Mine
08. Justified Retaliation
09. Out Of Breath
10. Sinister Rapture
11. Bitter Fate
12. Silence Prevails (Outro)
Spielzeit: 00:49:48

Line-Up:
Tomasz – Gesang
Oliver – Gitarre
Lukas – Gitarre
Michael – Bass
Matthias – Schlagzeug
Sebastian S. [Asmo]
15.04.2011 | 11:18
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