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Album:A Bleak Reflection
Genre:Black Metal, Death Metal, Doom Metal
Label:Kolony Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:05.02.10
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"Gehört gehört!"

Sie haben zwar laut den Metal Archives keinen allzu originellen Namen, nach persönlicher Recherche jedoch das mit Abstand beste Material am Start. Kein Wunder also, dass die Briten von DE PROFUNDIS auf eine recht erfreuliche Vorgeschichte zurückblicken können: Nach einer Vielzahl von - diversen Online-Berichten zufolge - großartigen Auftritten [einer davon sogar in Indien!] und dem Einsacken eines hochrangigen Vertriebsvertrages sowie dem Unterkommen bei Kolony Records liegt uns die zweite Scheiblette vor.

Auf "A Bleak Reflection" zollen die Insulaner nach vor ihren den Doom/Death Metal ins Leben gerufenen Landsleuten unüberhörbarem Tribut, reichern das Ganze aber mit einem modernen, druckvollen Sound, ein paar aggressiven Tempo-Attacken aus dem schwarzmetallischen Bereich sowie einigen Elementen an, welche den Songs einen "progressiven" Touch verleihen. Sprich: Ab und zu stromlose Gitarren-Untermalung, kleine synthetische Farbtupfer, ein sehr interessant klingender Bass, nicht zuletzt aber auch wirklich fantastische, der Grundstimmung des Albums förderlich wirkende Clean-Passagen. Der Erstkontakt mit so wuchtigen Monumenten wie "Ablaze In Autumn's Fire" oder dem tieftraurigen "The Mourner" fällt wie beim Debüt unkompliziert aus, da der Fokus stets auf einem bis maximal zwei Hauptarrangements liegt. Man schafft das Kunststück, genau die richtige Menge an Abwechslung ins Gesamtbild zu mischen, um weder Langeweile aufkommen zu lassen noch der teils weiträumigen Monotonie zu schaden; als Beispiel hierfür rate ich zum Hören von "Cold Is The Grave", wo diese Balance am besten hervorsticht. Hinzu kommt ein den meisten Stücken mitgegebener, mächtiger Vorwärtsdrang, kariesfreie Dramatik sowie einer kompositorischen Reife und Homogenität innerhalb der Tracks, welche einen schlicht umhaut.

War schon der Vorgänger eine kleine Offenbarung, zeigt jetzt "A Bleak Reflection" dem geneigten Hörer umso deutlicher, dass Doom/Death Metal nicht mehr mit dem Abgreifen der ewig gleichen Stilmittel gleichzusetzen ist und auch dem Sub-Genre fremde Materie ausgezeichnet steht. Wenn das mal keine kleine Sensation ist!

Trackliste:
01 - The Ephemeral Burden
02 - Ablaze in Autumn's Fire
03 - Nocturnal Splendour
04 - Cease to Be
05 - Crimson Black Bleeding
06 - Cold is the Grave
07 - Longing
08 - The Mourner
Spielzeit: 01:09:03

Line-Up:
Craig Land - Gesang
Roman Subbotin - Gitarren
Soikot Sengupta - Gitarren
Arran McSporran - Bass
Nick Tingle - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
28.01.2010 | 22:15
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