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Album:Pathways To Catharsis
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal
Label:Bad Land Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:25.01.08
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"Leider nicht der Pfad zur läuternden Erleuchtung"

Das Freisinger Quintett DEAD EMOTIONS meldet sich mit der dritten Full Length „Pathways To Catharsis” und mit neuem Sänger auf der Bildfläche zurück. Nachdem die Band bisher mehr in Richtung Dark Metal mit ein wenig Gothic Metal tendierte, herrscht auf dem neuen Output deutlich mehr die direkte Death-Keule vor.

Diese Neuorientierung geht auch total in Ordnung, denn an und für sich machen DEAD EMOTIONS ihre Sache überhaupt nicht schlecht, wie sie bereits auf dem gelungenen Vorgänger „The Genesis Behind“ demonstrieren konnten. Technisch und handwerklich ist jede Menge Potential bei den Bayern am Start, nur krankt das neue Material leider an zwei Dingen: Erstens wäre da der sehr matschige und undifferenzierte Sound zu nennen, der leider einige Details im Schlagzeug- und Bass-Bereich schlichtweg verschluckt, während die Gitarren irgendwie viel zu überladen und dumpf klingen. Zweitens kann der neue Sänger Mosh leider nicht als positive Bereicherung für die Band angesehen werden. Seine tiefen und heiser geröchelten Growls sind völlig eintönig sowie drucklos und werden somit schnell ziemlich anstrengend, während die gelegentlich eingestreuten Screams zwar an sich eine gute Idee zur Auflockerung sind, aber auch nicht überzeugen können. Schade eigentlich, denn unter den Songs befinden sich einige wirklich gute Ideen und ausgereifte Melodien, denn hier wird zum Glück nicht nur stumpf bis zum Abwinken geknüppelt. Songs wie beispielsweise das überzeugende „At The End Of Time“ oder auch „Disdained“ funktionieren rein instrumental betrachtet sehr gut, werden aber leider umgehend vom Gesang wieder zerstört. Die beiden als Bonus beigefügten Videos zu „There Is No Dawn“ und „Disdained“ gehen übrigens genauso in Ordnung wie das gelungene Artwork, das ein wenig an MORBID ANGELs „Altars Of Madness“ erinnert.

„Pathways To Catharsis“ ist eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits zeigen DEAD EMOTIONS einige sehr amtliche Ansätze und legen trotz aller Aggressivität und Brutalität viel Wert auf Abwechslung und melodische Einsprengsel, während andererseits der Sound und der Gesang die großen Minuspunkte der Scheibe darstellen. In diesem Fall sei allen Interessierten eher der Vorgänger ans Herz gelegt bzw. ein vorsichtiges Antesten empfohlen. Ärgerlich irgendwie, denn da wäre erheblich mehr drin gewesen…

Trackliste:
01. Paradise Is Hell
02. Demon Seed
03. Point Of No Return
04. There Is No Dawn
05. Weed For The Weak
06. Disdained
07. Borderline
08. Direction Pain
09. Ways Of Self Destruction
10. Interlude
11. At The End Of Time

Video-Bonus:
There Is No Dawn [Clip]
Disdained [Live at Lindenkeller Freising]
Spielzeit: 00:48:14

Line-Up:
Mosh – Vocals
Maxxx – Guitar, Vocals
Uis – Guitars
Gorbi – Bass
Hell-Mut – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
18.01.2008 | 17:47
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