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Cover von Death -- Individual Thought Patterns
Band: Death Homepage Death bei Facebook Metalnews nach 'Death' durchsuchenDeath
Album:Individual Thought Patterns
Genre:Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:22.06.93
CD kaufen:'Death - Individual Thought Patterns' bei amazon.de kaufen
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"Hochlicht der progressiven Phase"

1993 konnte Chuck Schuldiner mit den Kollegen Andy LaRocque [Guitar], Steve DiGiorgio [Bass] und Gene Hoglan [Drums] eine wahre Supergroup um sich scharen. Kein Wunder, dass „Individual Thought Patterns“ als komplexestes DEATH-Album in die Geschichte eingehen sollte.

Im Vergleich zu „Human“ standen vor allem noch vertracktere Rhythmen auf dem Plan. Ballerte der Opener „Overactive Imagination“ mit straighten Doublebass-Beats und den wunderschönen Gitarren-Melodien im Mittelteil noch ziemlich eingängig los, so war schon „In Human Form“ eine ganz andere Hausmarke. Kaum ein Beat, der mal länger als zwei Takte durchgespielt wurde. Dazu kleine atmosphärische Anleihen progressiverer Früh-KREATOR-Werke. Als Fan der ersten Stunde verstand man kurzzeitig die Welt nicht mehr. Aber der gute Gene Hoglan konnte all dies einigermaßen überzeugend und zusammenhängend über die Zielgerade bringen. Allerdings wusste der Hörer nun, dass hier ein wenig mehr Stress auf ihn zukam als bislang. Der nächste Track, „Jealousy“, ist nicht nur in Sachen Bassläufe sensationell zu nennen, sondern auch bezüglich der Seelenöffnung des Herrn Schuldiner. „You want what is not yours“ brüllt er den Lästerern und Neidern entgegen – und legt damit gleich die textliche Linie für das gesamte Album fest. Es geht um Scheinheiligkeit, Neid, Gedankenmanipulation, Verletzlichkeit und betrogenes Vertrauen. Der Titelsong spricht Bände: „So quick to judge, so easily we forget, What it’s like to be dissected, Where feelings are tossed aside, Like a drug it feeds the imagination of minds that go unparalyzed, Followers to the leaders of mass hypnotic corruption, That live their lives only to criticize”, heißt es da. Unterlegt mit den ständig beschleunigenden, dann wieder tempomäßig zurückfallenden Attacken an der Klampfen- und Schlagzeugfront, den spleenig-jazzigen Versatzstücken und der durch LaRocques einzigartig visionäres Leadgitarrenspiel immer wieder einkehrenden Ruhe im scheinbaren Chaos, erfährt man eine Zerrissenheit, die wirkliche menschliche Züge trägt und daher bis heute interessant ist. Die „Fuck Chuck“-Phase, das Entlaufen der vielen Mitmusiker, die dann mit ähnlich klingenden Bands des Meisters Ideen und Ideale verwursteten, klingen in jedem Song an. Dabei kann man die Lyrics natürlich auch ab von den persönlichen Verwicklungen des Chuck Schuldiner auf immer aktuelle Themen wie Verrat, Massenmedien und Opportunismus beziehen. Die deutsche Fachpresse aber belächelte den sensiblen Amerikaner seit „Spiritual Healing“ für seine Texte und nahm ihn daher auch bei diesem Album wenig ernst. Ein Fehler, denn das Werk atmet Musik und Botschaft im völligen Gleichklang!

„Individual Thought Patterns“ gehört beileibe nicht mehr zu den vertracktesten Death Metal-Alben der Welt, war aber zum Zeitpunkt seines Erscheinens eine Eruption, die sogar Chuck Schuldiner selbst eine Spur zu überladen geklungen haben mag – auf dem Nachfolgealbum „Symbolic“ [1995] klangen DEATH wieder deutlich eingängiger. Für jeden, der sich mit progressivem Death Metal beschäftigen will, ist und bleibt dieses hektisch-versponnene, brutal-konsequente, aber gleichwohl immer melodische Album der definitive Einstieg.

Trackliste:
01. Overactive Imagination
02. In Human Form
03. Jealousy
04. Trapped In A Corner
05. Nothing Is Everything
06. Mentally Blind
07. Individual Thought Patterns
08. Destiny
09. Out Of Touch
10. The Philosopher
Spielzeit: 00:40:06

Line-Up:
Chuck Schuldiner- Vocals, Guitar
Steve DiGiorgio - Bass
Gene Hoglan - Drums
Andy LaRocque - Guitar
Marcus Italiani [Mattaru]
02.12.2008 | 22:24
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