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Band: Death Homepage  Metalnews nach 'Death' durchsuchenDeath
Album:Spiritual Healing
Genre:Death Metal
Label:Combat / Under One Flag
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:13.03.90
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"Wegweisend für Band und Genre"

Zwei Jahre nach „Leprosy” holen DEATH zu ihrem dritten Schlag aus, haben nun Saitenhexer James Murphy, der später noch bei OBITUARY, CANCER und TESTAMENT in Erscheinung treten sollte, in ihren Reihen und präsentieren mit „Spiritual Healing” ihr bislang ausgereiftestes Werk.

Schon optisch ist trotz des erneut kultigen Artworks von Edward J. Repka eine deutliche Abkehr von den Horror- und Gore-Themen der Vergangenheit auszumachen, da sich DEATH auf „Spiritual Healing“ vielmehr mit Themen wie Wunderheilung, Genmanipulation und sozialen Missständen beschäftigen. Allein schon „Living Monstrosity“ zeigt, wo im Jahr 1990 der Hammer in Sachen Death Metal hängt, denn die Band um Schuldiner präsentiert sich ungemein spielfreudig und abwechslungsreich. Zudem wird der nahezu perfekte Mittelweg zwischen brutalen Riffs und fiesen Doublebass-Attacken, bei denen eine Nähmaschine vor Neid erblassen würde, sowie melodischen Zwischenparts bzw. Soli des Duos Schuldiner und Murphy gefunden, sodass sich ein Knaller an den nächsten reiht. Zusätzlich werden mit den orientalisch anmutenden Melodien in „Within The Mind“ neue Wege gegangen, während mit dem Titelstück das bisher längste Lied in der Geschichte der Truppe am Start ist. Egal ob „Defensive Personalities“ oder das furiose „Genetic Reconstruction“ – DEATH liefern ein Highlight ab, das zudem die zunehmend progressivere Ausrichtung der Musik bereits erahnen lässt. Rein handwerklich und in Sachen Produktion, für die Tausendsassa Scott Burns verantwortlich zeichnet, gibt es außer der Tatsache, dass Terry Butlers Bassspiel ein wenig unspektakulär und zu weit in den Hintergrund gemischt ist, nichts zu beanstanden, wobei sowieso ganz klar die Gitarren und die prägnante Stimme von Chuck Schuldiner bei DEATH im Vordergrund stehen.

„Spiritual Healing“ ist eine wegweisende Veröffentlichung, die bereits im Jahr 1990 zeigte, dass Härte und Melodie perfekt miteinander zu vereinen sind und sich nicht zwangsläufig im Weg stehen müssen. Außerdem offenbart sich hier mehr als deutlich, und erstmals mit einem transparenten Sound versehen, das riesige Potential von DEATH, das auf den kommenden Scheiben noch wesentlich mehr ausgeschöpft werden sollte. Für mich persönlich eine der wichtigsten CDs im Death-Metal-Bereich überhaupt, da mich „Spiritual Healing“ damals nicht nur vollkommen vom Hocker gehauen hat, sondern gleichermaßen neugierig auf die gesamte Sparte namens Death Metal gemacht hat.

Trackliste:
01. Living Monstrosity
02. Altering The Future
03. Defensive Personalities
04. Within The Mind
05. Spiritual Healing
06. Low Life
07. Genetic Reconstruction
08. Killing Spree
Spielzeit: 00:43:21

Line-Up:
Chuck Schuldiner – Vocals, Guitars
James Murphy – Guitars
Terry Butler – Bass
Bill Andrews – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
02.12.2008 | 18:32
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