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Cover von Deathbound -- Doomsday Comfort
Band: Deathbound Homepage  Metalnews nach 'Deathbound' durchsuchenDeathbound
Album:Doomsday Comfort
Genre:Death Metal, Grindcore
Label:Dynamic Arts records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:10.10.05
CD kaufen:'Deathbound - Doomsday Comfort' bei amazon.de kaufen
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"Wer war nochmal Napalm Death?"

Die Finnen DEATHBOUND machen auf ihrem zweiten Longplayer „Doomsday Comfort“ wirklich keine Gefangenen. 13 Trommelfell-Granaten werden einem hier um die Ohren geblasen, dass man glaubt, ein Güterzug hätte einen gerade überrollt. Nicht selten erinnert die Band an die gottgleichen NASUM, was wohl auch daran liegen mag, dass niemand geringerer als Mieszko Talarczyk „Doomsdy Comfort“ produziert hat. Der offizielle Release war bereits im Mai aber warum die CD erst fünf Monate später bei uns in Dschörmänie erscheint weiß auch nur der Wind, das himmlische Kind.

DEATHBOUND machen genau das, was ein Grindcore/Death Metal Junkie braucht: kompromissloser und schnörkelloser Sound, voll auf die Umme. Hier wird geprügelt, geshreddert und geballert, dass es eine wahre Wonne ist. Aber genau wie NASUM weiß der Grindcore-Vierer, wie er den nötigen Groove nicht missen lässt. DEATHBOUND erinnern einen eh öfters an die Schweden von NASUM. Die Gitarrenarbeit ist ähnlich vielschichtig, der Schlagzeuger ist sowieso ein Tier und der Sänger Kai lässt des öfteren Tompa Lindberg am Mikro raushängen. Der größte Unterschied besteht eigentlich nur in der Länger der Songs, hat sich mit "I God" nur ein einziger Unter-Einer-Minute Song eingeschlichen.

Diese Band ist so tierisch schnell, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, bei welchem Song man ist; was jetzt aber nicht heißen soll, dass DEATHBOUND eintönig klingen. Im Gegenteil: eine so abwechslungsreiche Band habe ich im Grindcore-Sektor selten erlebt. Die Finnmänner verstehen es ultraschnelle Brutalität mit headbangertauglichen Elementen zu versehen, ohne dabei von ihrer Schiene abzukommen. Aufgelockert werden die Abrissbirnen durch viele kleine Sound- und Filmsamples, die besonders schön unterm Kopfhörer zur Geltung kommen.

Textlich dreht sich der Spieß um nihilistische Weltansichten, den ewigen Kampf gegen das imperialistische Otterngezücht und um (Achtung) Tod und Verderben. Wer hätte das gedacht? Auch wenn die Texte noch so klischeehaft sind, passen sie sich super ins komplette Soundgefüge der Finnen ein. Aber sein wir mal ehrlich, wenn ein 1 ½ Minuten Geballer um Bienchen und Blümchen gehen würde, würde ich total am Rad drehen. Aufklärung mal anders…

Ich bin vollends begeistert von der Scheibe. Die absolut dreckig-saubere Produktion, die Songstrukturen, der Schlagzeuger der ein Gott an der Ride ist, das infernalische Geholze und die Stimme, die alles in Grund und Boden keift was nicht bei drei auf der Palme hockt. Für Leute, die auch immer noch NASUM nachtrauern, denen NAPALM DEATH nach ihrer letzten Platte zu abgewhimpt klingen und sonstige Leute, die erst mit 360 auf der Autobahn glücklich sind, sei diese Scheibe ans Herz gelegt. Allen anderen rate ich Tokio Hotel zu hören.

Trackliste:
1. Ghost Among The Dead
2. Doomsday Comfort
3. Extinct
4. Inside The Nothingness
5. Chokehold
6. Take Left
7. For The Rats
8. I God
9. Spill The Blood
10. In The Mud
11. Hell Today - No Tomorrow
12. Remake The Improved
13. Gasmask

plus Multimediapart mit den Videos von "Gasmask" und "Extinct"


Lorenz von König [LvK]
03.10.2005 | 14:30
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