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Cover von Decoy -- Call Of The Wild
Band: Decoy Homepage  Metalnews nach 'Decoy' durchsuchenDecoy
Album:Call Of The Wild
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Metal Heaven
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:16.03.07
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"Musik ohne Anspruch"

Wenn man so will, dann kann man DECOY als Zeitvertreib und Neben-Band betrachten. Sänger Peter Sundell wurde 2005 aus seiner Band GRAND ILLUSION geworfen und hat sein Leben seitdem in Langweile verbracht. Anscheinend ist das Leben von Gitarrist Torben Enevoldsen auch nicht viel spannender, sodass er mit Sundell die Band gründete. Doch als Trio lebt es sich besser und bald schon hatte man mit Thomas Heintzelmann einen Mann für die Schießbude gefunden. Sofort begaben sich die Musiker an die Arbeit und schrieben 11 Songs für einen Silberling, den sie „Call Of The Wild“ tauften.

Zu Beginn fällt sofort auf, dass die Gitarren extrem schwach und dünn aufgenommen wurden, womit den Songs der gewisse Biss genommen wird. Die Saiten-Fraktion steht bei den meisten Songs zu sehr im Hintergrund und die Soli klingen so, als ob man durch einen Telefonhörer auf Band gebannt hätte. Der Gesang dagegen ist hervorragend produziert worden und Sundell macht seinen Job richtig gut. Er singt tief sowie ein Jorn Lande [JORN], beherrscht es aber auch zwischendurch Ralf Scheepers-Kreischattacken [PRIMAL FEAR] zu vollführen. Die Songs sind allesamt sehr minimalistisch arrangiert worden und zum Teil sehr sperrig. Zudem sind manchen Song-Titel sehr trügerisch, z.B. wie „Heavy Metal Thunder“, der in bester BON JOVI-Manier aus den Boxen schallt. Dieser Track bildet zugleich auch den Tiefpunkt einer eher uninspirierten und belanglosen Platte. Die Lieder brauchen alle zu lange um in Fahrt zu kommen und die schlechte Produktion drückt das Hörvergnügen erheblich. Musikalisch klingt die Bande wie eine softe Version von MASTERPLAN und SINNER, dazu gesellt sich noch eine gehörige Portion 08/15 Hard Rock-Riffs. Dagegen haben LORDI einen richtig heftigen und heavy Sound. Die Songs sind vorhersehbar und weisen kaum Höhepunkte oder geniale Momente auf. Das Haupthaar kann und will sich bei solch einfacher Musik nicht rühren, das Einzige, was sich bewegen könnte, wäre der Mund beim Gähnen. Allein der Titeltrack kann etwas überzeugen und das ist bei einem von elf Songs doch etwas mager.

Ingesamt liefern DECOY ein Album unterster Schublade ab, welches kaum Höhepunkte aufweisen kann. Freunde von sachtem Hard Rock können hier jedoch mit viel Wohlwollen mal reinhören, Metaller dagegen sollten einen großen Bogen um die CD machen. Bei „Call Of The Wild“ merkt man einfach, dass hier eine Hobby-Band am Werk ist, aber in professionellen Belangen herrscht eisiger Aufholbedarf.

Trackliste:
01. Divided
02. Call Of The Wild
03. Brothers In Arms
04. Heavy Metal Thunder
05. Make A Stand
06. Break Through
07. Forever And Ever
08. My Religion
09. How Long
10. The Real Deal
11. Peace Of Mind


Bastian Diez [DarkApostle]
18.04.2007 | 22:37
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