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Cover von Deep Purple -- Infinite
Band: Deep Purple Homepage Deep Purple bei Facebook Metalnews nach 'Deep Purple' durchsuchenDeep Purple
Album:Infinite
Genre:Blues / Bluesrock, Hard Rock
Label:earMusic
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:07.04.17
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"Unendlich ansteckende Spielfreude"

Die Spekulationen schießen ins Kraut: Zieht sich eine der langlebigsten und erfolgreichsten Hard Rock-Bands aller Zeiten nach der Veröffentlichung ihres zwanzigsten [!!] Albums und nach Beendigung ihrer „The Long Goodbye“-Tour tatsächlich aufs Altenteil zurück?

Noch ist die Frage scheinbar nicht final geklärt [auch wenn es da durchaus unterschiedliche Angaben und Lesarten gibt], aber egal, wie die Antwort letztendlich lauten wird: DEEP PURPLE biegen natürlich allmählich auf die Zielgerade ein und auch wenn man ihnen den Ruhestand durchaus gönnt, in einem Punkt wäre es auf jeden Fall sehr bedauerlich, wenn »inFinite« das letzte Kapitel in der fast fünfzigjährigen Karriere der Briten sein sollte, denn die alten Herren präsentieren sich darauf, wie auch schon auf dem fantastischen Vorgänger »Now What?!«, erneut in bemerkenswerter Form. Hier hat man es nicht mit einer der unzähligen Oldie-Truppen zu tun, die an jedem Kirmesbaum in jeder x-beliebigen Kleinstadt eine schwachbrüstige Nostalgie-Show ihrer mit Patina überzogenen Hits spielen, DEEP PURPLE haben noch merklich Spaß an der Sache und sind hörbar immer noch im Stande, bärenstarke neue Songs zu schreiben und das, obwohl sie – mit Ausnahme des 62-jährigen „Jungspunds“ Steve Morse – die große 70 bereits überschritten oder zumindest unmittelbar vor der Nase haben. Natürlich bietet „Infinite“ keine zehn künftigen Rock-Klassiker, die Hymnen wie „Smoke On The Water“, „Child In Time“ oder „Black Knight“ das Wasser abgraben, aber es sind zehn Nummern, die mit reichlich Spielfreude und einigen tollen Ideen jedem Rockmusik-Liebhaber ein absolutes Fest bereiten. Das geht schon mit dem flotten Opener und gleichzeitig der ersten Single „Time For Bedlam“ los, bei dem Don Airey mächtig die Tasten glühen lässt. Auch die sphärische zweite Single „All I Got Is You“ zählt zu den Albumhighlights, während das funky „One Night In Vegas“ vor allen Dingen mit einer schönen Piano-Melodie zu gefallen weiß. Aber letztendlich sind es vor allen Dingen die ausladenderen Nummern, die weiter hinten auf dem Album platziert sind, die am meisten Eindruck schinden: Zum einen das wirklich überraschende, da extrem vielschichtige „The Surprising“, das sich von einer gefühlvollen Ballade zu einem Prog-Monster und wieder zurück entwickelt und zum anderen das fantastische und wiederum recht sphärische „Birds Of Prey“, dessen wunderbares Gitarrensolo einen träumen lässt. Zum Abschluss gibt es dann mit „Roadhouse Blues“ noch ein THE DOORS-Cover, das dem Original an Intensität und Glaubwürdigkeit in nichts nachsteht.

Satt rockende Nummern wechseln sich mit großartigen Midtempo-Stücken ab und die Band legt dabei über die gesamte Albumlaufzeit eine überaus ansteckende Spielfreude an den Tag – das kann man gar nicht „nicht gut“ finden. Mit »inFinite« gelingt DEEP PURPLE ein weiteres starkes Alterswerk und – im Fall der Fälle – auch ein mehr als würdiger Abschluss einer unfassbar großartigen Karriere. Chapeau!

Trackliste:
01. Time For Bedlam
02. Hip Boots
03. All I Got Is You
04. One Night In Vegas
05. Get Me Outta Here
06. The Surprising
07. Johnny's Band
08. On Top Of The World
09. Birds Of Prey
10. Roadhouse Blues
Spielzeit: 00:45:45

Line-Up:
Ian Paice – Drums
Ian Gillan – Vocals
Roger Glover – Bass
Steve Morse – Guitar
Don Airey – Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
09.04.2017 | 17:34
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