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Band: Deicide Homepage  Metalnews nach 'Deicide' durchsuchenDeicide
Album:Scars Of The crucifix
Genre:Death Metal
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:23.02.04
CD kaufen:'Deicide - Scars Of The crucifix' bei amazon.de kaufen
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Wer DEICIDE etwas kennt, weiß, dass die ersten beiden Scheiben "Deicide" und "Legion" in der damalig rar besetzten Death Metal Szene wie die viel strapazierten Bomben einschlugen und "Legion" sich sogar im Nachhinein zum best verkauftesten Death Metal Album der Geschichte mauserte. Zu Recht! Die Platten inspirierten hunderte von Nachwuchsbösewichten und waren voller Energie und Einfallsreichtum.

Das neue Album "Scars Of The Crucifix" kann zwar nicht so stark auftrumpfen, ist aber wieder wesentlich stärker als beispielsweise das letzte Album "Torment In Hell".

Im Hause Morrisound wurde der Scheibe erstmal ein transparenter und saftiger Sound verpasst, der sich auch gut bei VITAL REMAINS' letztem Output gemacht hätte, welches Ende letzten Jahres von Glens zartem Stimmchen veredelt wurde.

Das größtenteils in schnelleren Gefilden abgefackelte Werk wird von "Ich-hab-ein-umgedrehtes-Kreuz-in-die-Stirn-gebrannt-und-war-damit-kirchlich-heiraten"-Bentons extrem dunkler Stimme dominiert, die nicht selten mit dem bereits bekannten, hellen Kreischgesang unterlegt wurde und dadurch eine horrorfilmartige Atmosphäre heraufbeschwört. Um diesen Effekt nicht zu schnell über die Maßen zu strapazieren, hätte man diesen etwas sensibler und gezielter einsetzen können.

"Scars Of The Crucifix" und "Conquered By Sodom" klopfen beispielsweise ordentlich an und lassen alte Stärken aufblitzen. Schnelles Riffing und rasende Soli treiben einen um den anderen Song nach vorne und lassen den Hörer dann nach absolut unverschämten 27 Minuten mit einem faden Beigeschmack auf der Zunge in völliger Stille zurück.

Leider hat auch das durchgetretene Gaspedal Nachteile. Das Songwriting ist vor allem bei den letzten fünf Songs einfach nicht abwechslungsreich genug, um zu verhindern, dass massive Abnutzungserscheinungen auftreten und der "Da-rein-da-raus"-Modus wie automatisch vom Gehirn aktiviert wird.

Mein Fazit: Eine sauber produzierte Platte, die haufenweise Bekanntes aufbereitet und zumeist von recht plumpem Songwriting gezeichnet ist. Zwischendurch funkeln Ideen, die begeistern können, aber mir persönlich funkelt es deutlich zu wenig. Was Homer sagen würde, kann man derzeit nicht nur in diesem Review lesen, aber trotzdem solls erneut gesagt sein:
Laaaangweilig!

Trackliste:
1.Scars of the crucifix
2.Mad at god
3.Conquered by sodom
4.Fuck your god
5.When heaven burns
6.Enchanted nightmare
7.From the darkness come
8.Go now your god is dead
9.The pentecostal


Thomas Kleinertz [shub]
01.03.2004 | 11:58
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