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Band: Delain Homepage  Metalnews nach 'Delain' durchsuchenDelain
Album:The Human Contradiction
Genre:Symphonic / Epic Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:04.04.14
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"Nicht ganz gelungener Kompromiss"

Auf “The Human Contradiction”, das neue Album der Niederländer DELAIN, habe ich mit Spannung gewartet. Das letzte Album der Band stellte für mich einen Scheidepunkt der Band dar, an dem sich DELAIN entscheiden mussten, ob sie den von ihnen auf “We Are The Others” eingeschlagenen Pfad in Richtung seichtem Pop Rock weiter verfolgen oder ob sie dem Metal die Treue halten würden.

Mit “The Human Contradiction” haben sie sich schließlich für einen Kompromiss entschieden. Für Metal-Verhältnisse bewegen sich die Holländer noch immer in eher seichten, poppigen Gefilden, doch zumindest lässt sich der Sound DELAINs wieder eher als Metal klassifizieren. An vielen Ecken wurde eine Schippe Härte draufgepackt, die Stücke wirken straighter, haben schlicht wieder mehr Eier in der Hose, auch wenn man nach charakterisierenden Ecken und Kanten nachwievor vergeblich sucht. Doch auch wenn ich diese Entwicklung auf dem Papier nur gutheißen kann, muss ich doch sagen, dass “The Human Contradiction” alles in allem schwächer ausgefallen ist als “We Are The Others”. Ließ sich beim Vorgänger nicht leugnen, dass einige der Titel sich direkt ins Ohr fraßen, wirken leider einige Songs auf dem neuen Werk deutlich beliebiger, bleiben weniger in den Gehörgängen hängen, z.B. “My Masquerade” oder “Army Of Dolls”. Auch scheinen härtere und softere Parts oft zu sehr separiert voneinander, als hätten DELAIN versucht, hier und da ein paar Metal-Parts einzubauen, ohne dass es ihnen gelungen wäre, diese auch wirklich homogen und überzeugend in die Soundlandschaft einzupflegen. Auffällig auch, dass solche Parts nur selten von Charlotte Wessels, die für sich genommen zweifelsohne wieder einen sehr guten Job macht, Gesang begleitet werden. Stattdessen wurden mit Marco Hietala (NIGHTWISH), George Oosthoek (ex-ORPHANAGE) und Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) einige aggressivere Stimmen für diese Parts mit ins Boot geholt.

Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau, denn nichtsdestotrotz haben DELAIN wieder ein höchst professionelles und auch abwechslungsreiches Album am Start, das auch einige starke Songs enthält. Der Opener “Here Come The Vultures” z.B. punktet mit nach NIGHTWISH-Manier dramatisch, ja fast theatralisch ausgestalteten Songstrukturen und auch die vorab veröffentlichte Single “Stardust” geht als wohl poppigster Titel des Albums wieder gut ins Ohr. Das Album krankt aber doch spürbar daran, dass der Sprung von objektiv guten hin zu außerdem lebendigen, mitreißenden und ehrlich emotionalen Stücken oft nicht gelingen will.

Trackliste:
1. Here Come The Vultures
2. Your Body Is A Battleground
3. Stardust
4. My Masquerade
5. Tell Me, Mechanist
6. Sing To Me
7. Army Of Dolls
8. Lullaby
9. The Tragedy Of The Commons
Spielzeit: 00:42:00

Line-Up:
Martijn Westerholt - Keyboards
Charlotte Wessels - Vocals
Sander Zoer - Drums
Otto Schimmelpenninck van der Oije - Bass
Timo Somers - Guitars
Katharina Beck [Katha]
10.04.2014 | 14:28
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