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Band: Delirium Tremens Homepage  Metalnews nach 'Delirium Tremens' durchsuchenDelirium Tremens
Album:Thrashing Warthogs
Genre:Thrash Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:00.11.04
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Dem Alk sei Dank, dass es die fränkischen Old School Thrasher endlich mal geschafft haben, ihre räudigen Riffgewitter mit ordentlichem Sound auf CD zu bannen und da man eh schon schweinisch genug veranlagt ist, nannte man diese Häufung erstklassiger German Thrash Hymnen „Thrashing Warthogs“, was soviel wie „peitschende Warzenschweine“ heißt. Ziemlich bescheuerter Name, aber wenn man diese Rowdies kennt, dann weiß man genau, dass ihnen nichts peinlich genug sein kann.

Das Intro „Fucking Amazing“ greift dieses Thema auch sogleich auf und als wenn man in dem „tiefen, dunklen Wald“ nach Schwammerl suchen würde, ertönt aus dem Hintergrund der Förster, der einer ewigen Inzuchttradition zu entstammen scheint, mit seinen Warnungen, brabbelt irgendwas von “...Asses...dirty flesh...fuck your...pussy assholes...“ - WÄÄÄHH!!!
Ok, soviel Sauerei also schon mal am Anfang. Dann geht es aber recht gut mit „Worship Satan“ weiter. Geiler Anfang, der mich sofort in die 80er Jahre zurückversetzt. Ein dreckiges “Huä!“ von Shouter Mütze, der den Namen sicher wegen seiner handgestrickten Frisur verliehen bekommen hat. Mütze hört sich wie ein räudiger Bastard an, der bei einer sexuellen Zusammenkunft zwischen DESTRUCTIONs Schmier und Tom Angelrippchen entstand und über Bamberg abgeworfen wurde. Bei dem Sturzflug hatte er sicher seine ersten Screams proben können und sie bis heute verfeinert. Seine Akzentuierung klingt ebenfalls vortrefflichst und verleiht den Songs den nötigen Charme, der ihnen zusteht. Textlich sollte man sich keine allzu großen lyrischen Ergüsse erhoffen, denn das Wort „Erguss“ ist den Rowdies sicher nur aus lauter „Freud“ bekannt.
Dafür kennen sich DELIRIUM TREMENS mit harter, oldschooliger Mucke ala DESTRUCTION, KREATOR und alte SODOM aus. Eben nur das Beste von damals.
Der nach dem legendären „Rot In Hell“ Open Air benannte Song Numero Quattro rast durch die enge Gasse, in der man vorwiegend fährt wie ein Drogendealer auf der Flucht. Quietschende Gitarren leiten dabei den neuen Start nach dem etwas Geschwindigkeit wegnehmenden Mittelteil ein und lassen einen das Evilzeichen ganz weit nach oben recken. JAAA!!! Genau so soll es sein!
Das Schlagzeug patscht ohne Verzug weiter. Der gute Mann hat es sicher ganz eilig. Muss er aufs Klo? Oder zum Burger King? [So was schreit förmlich nach einem Interview!]
Und falls es noch jemanden gibt, der nicht weiß, dass der Thrash in seinen Anfangstagen dem Punk sehr nahe stand, dem wird im Mittelteil von „Twisted Mind“, das außerdem sehr stark an DEATH ANGEL erinnert, so einiges klar.
„Balladen“ findet man bei diesen Verrückten eh keine, außer es handelt sich um eine Ableitung des englischen Wortes für „Eier“ [Offensichtlich handelt „Balls Of Fire“ von den täglichen Beschwerden dieser von überschüssigem Testosteron gepeinigten Gesellen.]. Ohne die geht es bei den peitschenden Warzenschweinen eh nicht, denn hier rollt der Groove und lacht die Sau, quietscht die Gitarre und rülpst der Rowdie, wackelt der Hintern und fliegt das Haar.
Als „kleinen Ausfall“, der aber die gute Laune, die man beim Hören dieser Scheibe unweigerlich bekommt, nicht schmälert, könnte man die GUNS´N´ROSES-Schabracke „Paradise City“ nennen, da sie vom spielerischen Gefühl her nicht allzu gelungen ist. Als Partysong wird sie sich aber ganz sicher etablieren!

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass jede alte Thrash-Sau sich diese 10 Warzen in ihre Sammlung stecken sollte. Live geht die Band eh ab wie ein Schnitzel, egal ob es nun wild oder im Stall aufgewachsen ist. Quiek!

P.S.: Zu ordern wäre diese feine Scheiblette über ihre angegebene Homepage. Für Vinyl-Liebhaber gibt es sogar eine auf 100 St. limitierte grüne Doppel-LP im schicken Klappcover bei ihrem Label Merciless Records.

Trackliste:
01. Fucking Amazing
02. Worship Satan
03. Death From Behind
04. Rot In Hell
05. Follow Us If You Want To Die
06. Twisted Mind
07. Balls Of Fire
08. Army Of Death
09. War Machine
10. Paradise City (GNR-Cover)


Danny Jakesch [Trabi]
25.12.2004 | 01:47
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