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Band: Delirium X Tremens Homepage Delirium X Tremens bei Facebook Metalnews nach 'Delirium X Tremens' durchsuchenDelirium X Tremens
Album:Belo Dunum, Echoes From The Past
Genre:Death Metal, Folk, Melodic Death Metal
Label:Punishment 18 Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.10.11
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"Geschichte und Hass"

Aus der italienischen Provinz Belluno kommt mal eine ganz eigene Interpretation von Heavy Metal, gemischt mit Folk-Einflüssen. DELIRIUM X TREMENS aus eben jener Gegend möchten mit „Belo Dunum, Echoes From The Past“, die Geschichte[n] ihrer Stadt Belluno, dem ersten großen Krieg in den Dolomiten, der Berge und Legenden erzählen. Verpackt in klassische Death Metal Riffs, die nicht allzu selten an die althergebrachte skandinavische Gangart erinnern, bezeichnen DELIRIUM X TREMENS ihre Musik kurzerhand als ,Dolomitic Death Metal‘. Schauen wir doch mal, was die Dolomiten auf der Pfanne haben...

Gleich zu Beginn geht einem vor allem der Gitarrensound hervorragend rein, denn hier liegt man mehr als nahe an den Outputs von AMORPHIS aus der Zeit der „Karelian Isthmus“. Die Italiener legen allerdings Wert auf eine bestimmte Eigenständigkeit, denn blind kopiert wird trotz einigen Ähnlichkeiten nicht. So - sagen wir mal - eigenwillig die selbst auferlegte Genrebezeichnung auch klingen mag, so recht passen möchte die Band auch nicht wirklich in ein anderes Genre. Man marschiert durch schleppend-schwere Death Metal Riffs, lässt sich immer wieder zu melodiösen Spielereien hinreißen und auch die Blasts fehlen absolut nicht. Das Ganze ist eine fröhlich-garstige Mischung aus melodischem, stampfendem und groovigem Death Metal, der eben durch Chöre, Effekte und Synths seine eigene Note davonträgt. Wer jetzt allerdings fürchtet, eine weitere ENSIFERUM oder EQUILIBRIUM Kopie zu hören, kann aufatmen, denn hiervon sind DELIRIUM X TREMENS weiter entfernt, als man aufgrund der Beschreibung ahnen mag. Gesanglich bewegt man sich zumeist im unteren Stimmbereich der typisch gutturalen Härte, unternimmt immer wieder Ausflüge in NILE-ähnliche Nuschelbrocken, um dann wieder überraschend klar, hymnenhaft und sogar sakral klingen zu wollen. Klar, alles in allem eine Mischung, auf die man sich erst einmal einlassen muss. Kompositorisch durchdacht und mit vielen Überraschungen gespickt, erwartet den Hörer mit „Belo Dunum, Echoes From The Past“ eine Reise durch den folkloristisch angehauchten Death Metal, der in dieser absolut nicht geradlinigen und eingängigen Form selten ist. Kein Mainstream-Mitgröhl-Scheißdreck, keine glattgebügelten, überdimensionierten Orchesterwände, keine programmiert wirkenden Trigger-Attacken - DELIRIUM X TREMENS haben sich dem puristischen Grundrezept verschrieben, mischen traditionelle Instrumente mit der klassischen Metal-Instrumentierung und wirken dabei zu keinem Moment aufgesetzt oder klischeebeladen.

Fazit: DELIRIUM X TREMENS sind zwar hierzulande ein unbeschriebenes Blatt, doch könnte „Belo Dunum, Echoes From The Past“ einigen als Alternative zum Hype-Alltag dienlich sein. Ich persönliche bevorzuge ehrliche, handgemachte Musik und ziehe dieses Album deutlich den so genannten Großen vor. Gebt ihnen eine Chance, verdient hätten sie es absolut.
Wer damit leben kann, dass es ein eher kleineres Budget bei der Produktion gab [und dafür kann es sich erst recht hören lassen!] und wer sich gern auf frischen Wind einlässt, der sollte nicht enttäuscht werden.

Trackliste:
01. I Was
02. Teveròn, The Sleeping Giant
03. The Legend Of Càzha Selvàrega
04. Artiglieria Alpina
05. The Guardian
06. 33 Days Of Pontificate [Vatican Inc.]
07. An Old Dusty Dream
08. VAJONT 9 Ottobre 1963
09. Life Before Nothing
10. Scream Of 2000 Screams
11. The Memory
Spielzeit: 00:43:00

Line-Up:
Pondro - Bass
Thomas - Schlagzeug
Med - Gitarre
Ciardo - Gesang
Patrick Franken [Border]
17.10.2011 | 12:16
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