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Cover von Demians -- Building An Empire
Band: Demians bei Facebook Metalnews nach 'Demians' durchsuchenDemians
Album:Building An Empire
Genre:Post Rock, Progressive, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:16.05.08
CD kaufen:'Demians - Building An Empire' bei amazon.de kaufen
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"Keine Großmacht, aber immerhin"

Man hört immer wieder, das dritte Album einer Band wäre ihr wichtigstes, weil sie sich dabei langfristig etablieren muss und außerdem ihren Stil schon zu einem gewissen Grad ausgereizt hat. Das mag zwar richtig sein und für die meisten Bands gelten, aber die DEMIANS müssen sich darüber sicherlich keine Gedanken machen. Ihnen ist nämlich schon etwas gelungen, was man von den meisten anderen Bands nicht behaupten kann: Ein starkes Debüt vorlegen und mit diesem auch noch schon im Vorfeld jede Menge Staub aufwirbeln.

Nicht nur äußerste sich Steven Wilson [Mitglied u.a. bei PORCUPINE TREE] sehr positiv über das Album "Building An Empire", sondern hinter dem Namen DEMIANS verbirgt sich auch noch nur eine einzige Person namens Nicolas Chapel. Der Franzose hat nicht nur alle Songs und Texte geschrieben, sondern diese auch allesamt alleine aufgenommen.
Herausgekommen ist dabei ein Album, das sich wunderbar in die aktuelle Prog Rock-Szene einfügt, ohne jedoch eine der etablierten Bands zu kopieren. Man fühlt sich stellenweise an PORCUPINE TREE zu Zeiten von "Stupid Dream" und "Lightbulb Sun" erinnert. Die Songstrukturen und elektronischen Elemente lassen dann aber wieder an RADIOHEAD denken, während die positive Atmosphäre das letzte Werk von DREDG, "Catch Without Arms", ins Gedächtnis ruft. Einige Riffs lassen gar an neue PORCUPINE TREE oder an OPETH denken. So die grobe Richtung.
Die Lieder unterscheiden sich alle recht stark. Vom eingängigen, riff-orientierten "Shine" bis zum 16-minütigen "Sand" gibt es viele Stimmungswechsel zu erleben und Details zu entdecken. Songwriterisch beweist Nicolas Chapel wirklich ein gutes Gespür dafür, wann ein Song eine Kehrtwende oder eine kleine Überraschung verträgt. Geschickt baut er in die zuerst oft simpel erscheinenden Lieder aus Riffs, Keyboardwänden und sinnvoll eingesetzten Effekten zusammen.
Generell muss aber gesagt werden, dass trotz der vielen geschickten Kunstgriffe das Album leider zu keiner Zeit an die oben genannten Bands heranreicht. Auch braucht es sicher mindestens ein halbes Dutzend Durchläufe, bis die oft verschachtelten und mit Details gespickten Songs ihren Weg in den Hörerkopf gefunden haben.

Nicolas Chapel hat mit "Building An Empire" also ein sehr schönes, entspanntes Album veröffentlicht, das geschickt zwischen Pop und Prog pendelt, jedoch auch einige Längen und Schwächen aufzuweisen hat. Alles in allem gut und hörenswert, andere Bands haben in dem Bereich aber auch schon wesentlich besseres veröffentlicht.

Trackliste:
01. The Perfect Symmetry
02. Shine
03. Sapphire
04. Naive
05. Unspoken
06. Temple
07. Empire
08. Sand
Spielzeit: 00:56:43

Line-Up:
Nicolas Chapel: Alle Instrumente, Gesang
Nicolas Freund [Nicki]
03.06.2008 | 22:56
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