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Cover von Demiricous -- One
Band: Demiricous Homepage  Metalnews nach 'Demiricous' durchsuchenDemiricous
Album:One
Genre:Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.01.06
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"Thrash Till Death"

An Halloween im Jahre 2001 gegründet, erspielte sich das junge Quartett DEMIRICOUS langsam aber sicher einen festen Namen im Indianapoliser Underground und gewann alsbald die Aufmerksamkeit vom Plattenlabel Metal Blade, welches nun das Debüt „One“ auf die lechzende Thrash-Gemeinde abfeuert. 12 knallharte Granaten, ohne Schnörkel und ohne übertriebene technische Finessen schlagen in der Schädelgegend ein, dass es nur so qualmt. Jenseits des gehypten Metalcores und des sterbenden Nu Metals etabliert sich langsam eine neue junge Szene im interkontinentalen Musikbusiness, die sich auf die alten Thrash-Tage beruft.

DEMIRICOUS machen auf ihrem ersten Longplayer so ziemlich all das, was sich ein Nieten- und Kuttenträger wünscht. Schnelle Stakkatoriffs, pfeilschnelle Soli, Nähmaschinendrums und Pressgesang der Marke Oldschool. Der Opener „Repentagram“ gibt den nachfolgenden Songs die Stilrichtung an und versetzt einen sofort in ein wohliges Retrogefühl, ohne dabei den Blick nach Vorne missen zu lassen. Alter Flair trifft hier gekonnt auf Newschool und versprüht so seinen betörenden Charme (als Beispiel sei hier der Song „Perfection And The Infection“ zu nennen, welcher den perfekten Schnittgrad zwischen neuer und alter Schule bildet).

Die Jungspunde begeistern wahrlich durch ihren erfrischenden Metal, der sich auf „One“ entfaltet. Die letzte (junge) Thrash-Band, die es geschafft hat, sowohl Altrocker als auch den Nachwuchs zu begeistern, müssten wohl RAISE HELL mit ihrer Scheibe „Not Dead Yet“ gewesen sein und die liegt mittlerweile auch schon knapp sechs Jahre zurück. Eigentlich Schade, dass es zu wenige Newcomerbands gibt, die eben die Musik spielen, die sie selber auch hören. Viele berufen sich immer wieder auf ihre Wurzeln und fast alle Roots führen unweigerlich zu SLAYER, METALLICA oder auch IRON MAIDEN hin. Wenn das der Fall ist, müsste es viel mehr solcher Bands wie DEMICIROUS geben, die gerne das alte Feeling hervorkramen und mit neuen Einflüssen mischen. Vielleicht, irgendwie, irgendwo, irgendwann, besinnen sich ein paar mehr Proberaumbands auf ihren CD-Schrank und ihre alten Helden und hören auf, irgendwelchen Trends nachzurennen.

Trackliste:
1.Repentagram
2.Withdrawal divine
3.Vagrant idol
4.Beyond obscene
5.Perfection and the infection
6.Heathen up
7.Cheat the leader
8.Matador
9.To serve is to destroy
10.Ironsides
11.I am weapon
12.Hellraisers


Lorenz von König [LvK]
20.01.2006 | 13:06
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