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Reviews von Der Weg einer Freiheit
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Der Weg einer Freiheit
Agonie [EP]


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Band: Der Weg einer Freiheit Homepage Der Weg einer Freiheit bei MySpace.com Metalnews nach 'Der Weg einer Freiheit' durchsuchenDer Weg einer Freiheit
Album:Unstille
Genre:Black Metal
Label:Viva Hate Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.06.12
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"Deutschlands meistgehasste Band?"

"Wenn selbst KREATOR-Mille beim Hören dieser aufstrebenden Truppe anbetungsvoll auf die Knie geht, haben wir, so leid es mir auch tut, ein ziemliches Problem. Versteht mich bitte nicht falsch, aber wenn irgendeine angerannte Erste-Welt-Großstadt-Combo nicht nur die Glaubwürdigkeit eines gesamten Genres mit einer einzigen Platte [dem Debüt] bis auf ihre Grundsubstanz für alle Zeiten vergiftet, sondern auch noch gegenüber jedweden äußerlichen Einflüssen immune Thrash-Giganten mit euphorischen Phrasen um sich schmeißt, muss das einfach ein Zeichen für die bevorstehende, restlose Implosion unserer geliebten Musik sein. Ich vermisse die Zeiten, in denen Black Metal in erster Linie über schlecht belichtete Schwarzweißfotos von Teens in abgewaschenen Lederjacken und selbstgebastelten Nietenarmreifen als der Musik per se wahrgenommen und in letzter Instanz über Kultstatus oder ewiger Verachtung aus den inneren Kreisen geurteilt wurde. Stattdessen müssen wir uns mit sozial vollständig integrierten, wohlerzogenen Mittelstandsvertretern herumschlagen, denen man wahrscheinlich irgendwann zu Weihnachten [sic] eine Gitarre inklusive Verstärker geschenkt und ebenjene Subjekte nichts Besseres zwischen Hausaufgaben und Immatrikulation an die nächstbeste Uni zu tun hatten, als eine "Band" zu gründen. Wo ist mein geliebtes Weltbild hin, verdammt noch mal?!"

Soweit zu einer vagen Analyse der Seelenlandschaft verkappter Nostalgiker, die in allerlei Foren ihren irrelevanten Standpunkten Luft machten. Vergebene Liebesmüh, eben aufgrund der Unterstützung von Größen wie dem eingangs erwähnten Frontmann. DER WEG EINER FREIHEIT bauen ihre Vorreiterposition mit "Unstille", ihrem zweiten vollwertigen Album, noch weiter aus, zeigen jedoch andererseits schon auf, dass selbst die vielversprechendste Marschrichtung irgendwann einer kleinen Kursbegradigung bedarf, um weiterhin spannend zu bleiben.

Zurück zum Start. Der musikalische Ansatz, den die Würzburger verfolgen, orientiert sich nach wie vor am Black Metal schwedischer Art, also schrill rasende, zum Teil hochdramatische Gitarren und Taktvorgabe meist jenseits von 200 BPM; siehe unter anderem DARK FUNERAL, aber auch ORLOG. Während der Schwerpunkt beim Einstand ganz klar bei episch weitschweifenden Nummern lag, verfolgte "Agonie" eine eingeschlossenere, zermürbendere Linie, deren beispiellos differenzierter Klang fast schon dazu einlädt, die einzelnen Parts selbst einzustudieren. Darüber hinaus fanden ebenso neue Elemente wie das düster umhersuchende Instrumental "Ana" Einzug ins Repertoire. "Unstille" hingegen führt zum Beispiel den glasklaren, akustisch klar voneinander unterscheidbaren Sound ins Extreme: Mit ein klein wenig Konzentration kann man in bester "Guitar Hero"-Manier jede Instrumentalabteilung isoliert hören. Natürlich zeigt diese Lösung schonungslos auf, zu welchen Fähigkeiten die Beteiligten imstande sind; insbesondere Neuzugang Tobias hinter den Becken hält, was er im Live-Vorfeld versprach und wütet teilweise mit tödlicher Präzision. Allerdings nimmt der klar unterteilte Gesamtsound gerade in den wirklich flotten Übergängen ["Zeichen"] einiges von der potenziell enormen Schlagkraft weg. Über weite Strecken hindurch wurden die Schlagzeug-Parts auf hörbar gleichen Linie wie die Gitarren abgemischt, was aufgrund deren beider Überpräsenz zu recht unschönen "Überschlagungen" [nicht Interferenzen!] führt. Wie mit der Bohnermaschine poliert, versprüht "Unstille" manchmal eher das Gefühl einer Lern-CD als einer waschechten Metal-Platte.

"Lichtmensch" wiederum ist das beste Stück, das DER WEG EINER FREIHEIT je herausgebracht haben. Pointiert, brutal und mit einem sich komplett zusammenfaltenden Fronter ausgestattet, lässt dieses bestialische Riffwerk nichts auf seinem ursprünglichen Platz liegen. Dem direkt vorausgehend nimmt "Zeichen" gleichzeitig die Position des bislang längsten Tracks der Band-Geschichte als auch des vielschichtigsten Epos dieses Albums ein, dessen letztes Drittel ruhig etwas straffer hätte ausfallen können, anstatt vorherige Themen noch einmal in voller Länge auszuwälzen. Überhaupt glänzt die zwingend zupackende Kraft, die das Debüt sowie "Agonie" prägte, gelegentlich durch Abwesenheit und wird nur oberflächlich durch gekonnte Arrangements ersetzt. Mit "Zerfall" beweist das Stamm-Trio hingegen, dass es lediglich einen kohärenten Ideenstrang braucht, um die volle Punktezahl zu kassieren.

Zusammenfassend stellt "Unstille" die bis dato reifste Leistung der Bayern dar, die ihre Stil-Kiste sehr bald auslüften, wenn nicht sogar um neue Bestandteile erweitern sollten, um sich möglichst in keiner Sackgasse wieder zu finden. Das klingt wahrscheinlich sehr viel ernster, als es in Wirklichkeit ist, da Album Nummer Zwei erneut eine ordentliche Anzahl an Hits aufweist, an denen wieder Monate an langsamen Verschleiß vorbeiziehen werden. Wenn den Mannen diese wichtige Eigenschaft nicht verloren geht, gibt es auch in Zukunft keinen triftigen Grund zur Klage.

Trackliste:
01 - Zeichen
02 - Lichtmensch
03 - Nachtsam
04 - Zu Grunde
05 - Vergängnis
06 - Zerfall
Spielzeit: 00:46:26

Line-Up:
T.J. - Gesang
N.K. - Gitarren, Bass
T.S. - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
22.06.2012 | 22:38
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