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Album:Embracing The Deformity
Genre:Black/Death Metal, Brutal Death, Death Metal
Label:Grindethic Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:04.02.08
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"Die vertonte Hölle auf Erden"

DETRIMENTUM aus Southampton haben sich dem brutalen Death Metal verschrieben, den sie nach ihrer MCD „A Monument To The Suffering“ von 2002 nun auch auf ihrer ersten Full Length „Embracing The Deformity“ nach allen Regeln der Kunst zelebrieren.

Es stellt also kein großes Wunder dar, dass die Scheibe auf dem englischen Brutalo-Label Grindethic Records erscheint, zumal der Schlagzeuger des Quartetts, Jon Rushforth [ex-GOREROTTED], gleichzeitig der Inhaber dieses Ladens ist. Variabel und wahnsinnig aggressiv schmettern sich die Angelsachsen durch ihre zehn Songs, die zwar anfangs wie das vertonte Chaos wirken, aber nach und nach etliche Details offenbaren, die vor allem im Bereich der versierten Gitarrenfraktion zu finden sind. Das Gaspedal wird zwar sehr oft bis zum Bodenblech durchgedrückt, aber zum Glück legen DETRIMENTUM bei aller Geschwindigkeit und Brutalität viel Wert auf Abwechslung, da sie zudem Einflüsse aus dem technischen Death Metal, Black/Death, Doom und Old School Death einflechten. Gerade bei den überragenden „Dark Eye”, „Twilight’s Slow Attrition” und „Negativity Flux” funktioniert dies ausgezeichnet, da das Tempo kurzzeitig herausgenommen wird sowie gelungene und melodische Soli eingeflochten werden. Im Gesangsbereich wird jedoch die Hölle auf Erden eingeläutet, denn was Eddie Ruffles – inzwischen wurde er durch Luke am Gesang sowie Phil am Bass ersetzt – da abfackelt, ist einfach nicht mehr von dieser Welt. Ultratiefes Gegrunze, Gequieke und Geröchel befinden sich daher zuhauf auf „Embracing The Deformity“, was manchmal schon fast anstrengend wird, da so gut wie kein Wort zu verstehen ist. Da helfen natürlich auch die befügten Texte nicht wirklich, was schade ist, da DETRIMENTUM durchaus etwas zu sagen haben und nicht stumpf die gängigen Klischees bemühen.

„Embracing The Deformity“ ist erneut ein tierisch brutales Album, das von Grindethic auf die Menschheit losgelassen wird. Es zeigt eine Band, die handwerklich ausgesprochen talentiert ist und sehr komplexe Songs im Gepäck hat. Manchmal geht jedoch bei allem Geschrote ein wenig die Eingängigkeit flöten, wobei es schon jetzt sehr positive Ansätze gibt, wie dies in Zukunft verbessert werden könnte. Alles in allem ist das Teil also eine vielversprechende Scheibe geworden, die für Freunde des anspruchsvollen Brutal Death wie gemacht ist. Als Bonus sind übrigens die Texte und ein Live-Video enthalten.

Trackliste:
01. Scalestomeasurethemisfortuneofman
02. Disillusion Ethos [Of Torment And My Bleeding Shadow]
03. Blood Simple
04. Dark Eye
05. The Flesh Elemental
06. Born To Bleed [Losing Myself To Silence]
07. Negativity Flux
08. Ills To Which The Flesh Is Heir
09. The Contusions Of Remorse
10. Twilight’s Slow Attrition

Bonus-Video:
Scalestomeasurethemisfortuneofman [Camden Underworld, London, 2002]
Spielzeit: 00:51:14

Line-Up:
Eddie Ruffles – Vocals, Bass
Jon Butlin – Guitar
Paul Wilkinson – Guitar
Jon Rushforth – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.05.2008 | 13:13
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