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Album:In The Eyes Of A Dead Man
Genre:Metalcore
Bewertung:6 von 7
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"Metalcore-Attacke vom allerfeinsten!!"

Wenn in der heutigen Zeit eine doch eigentlich weitestgehend unbekannte Band in ihrer Biographie schon mit einer gemeinsamen Tour mit FEAR MY THOUGHTS aufwarten kann, darf man mit Recht einiges erwarten. Wer jetzt beim Stichwort Hardcore/Metalcore allerdings zuerst an Größen wie CATARACT oder HEAVEN SHALL BURN denkt, wird hier auf sehr angenehme Weise überrascht, da er etwas völlig neues und nicht den hundertsten Abklatsch einer dieser Bands frisch vors Fressbrett serviert bekommt, sondern etwas ganz eigenständiges mit großem Wiedererkennungswert. Die 5-Track-MCD „In The Eyes Of A Dead Man“, welche im Mai 2004 das Licht dieser Welt erblickte (mit freundlicher Unterstützung der Label-Hebamme Burning Season Records aus der Schweiz), gibt einem vom ersten bis zum letzten Track an alles, was man sich von einem Hardcore-Metal-Hybriden erhofft: intensive Melodien, die durch die so bekannten Midtempopassagen getragen werden, aber doch nicht davon ablenken können, dass in diesem Album von der ersten Sekunde an im fünften Gang durch die Fußgängerzone gebrettert wird. Thilos fauchende Stimme wird dabei streckenweise wie bei Hardcore so gern gesehen von cleanen Parts unterstützt und trägt die Energie der Musik auch über die sehr fetten Blastbeats und das aggressive Riffing hinaus.

Was die 5 Offenburger anpacken, das machen sie richtig. Bereits Ende 2002 brachten sie mit „Where Ghosts Roam“ (damals unter dem schweizer Label Paperstreet Industries) einen gelungenen Genrevertreter heraus den leider nur die wenigsten kennen dürften, der es aber bereits damals schaffte, dass jede halbwegs gutbetuchte Betschwester händeringend auf den Nachfolger wartete. Und die Erwartungen, die man schon damals haben durfte, werden bei „In The Eyes Of A Dead Man“ in jedem Punkt erfüllt. Eindeutiges Highlight ist der Song „In This Torment“ der erst beginnt, als könne man sich dazu gleich den Partner zum eng tanzen heranholen, der einen dann aber doch schnell dazu bringt, ihn lieber zum sonnenbaden direkt in die Hölle zu schicken. Extrem ruhige Passagen meet Aggressivität meet Midtempo meet Blastbeats meet eingängiges Riffing – Herz, was willst Du mehr?
Eine klare Empfehlung für jeden, der genauso wie ich wieder eine kleine Träne der Rührung vor soviel Einfallsreichtum verdrücken möchte im Hinblick darauf, wie lange man jetzt wohl wieder auf den Nachfolger warten darf. Die Erwartungen sind hoch, doch wenn sie jemand erfüllen kann, dann die Jungs von DEVIL ATE MY SON.


Trackliste:
01. Winter Within You
02. In This Torment
03. E.O.A.D.M.
04. Shiftworker
05. Arson


Nadja Lemke [Sherry]
15.03.2005 | 17:09
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