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Album:Blessed & Cursed
Genre:Post Hardcore, Progressive, Sludge
Label:Century Media
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:09.07.10
CD kaufen:'Devil Sold His Soul - Blessed & Cursed' bei amazon.de kaufen
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"Tausche Seele gegen Hammerplatte"

Sapperlot, was für ein Brocken! Mit Ausnahme des Openers „Tides“ und einem weiteren Stück [„The Weight Of Faith“] bewegen sich alle Songs auf „Blessed & Cursed“ um die Sechs-Minuten-Marke, aber es ist definitiv nicht nur die lange Laufzeit jenes zweiten Longplayers der britischen Nachwuchshoffnung DEVIL SOLD HIS SOUL, die hier für Maulsperre sorgt.

Vor allen Dingen die unfassbare Bandbreite der musikalischen Stile, die DEVIL SOLD HIS SOUL hier zu einem homogenen Ganzen vermengen, lässt einen schier fassungslos zurück und verlangt einem wahrlich alles ab. Hintergrundbeschallung geht anders, mit „Blessed & Cursed“ muss man sich eine Zeit lang ernsthaft auseinandersetzen, sonst hat man absolut keine Chance, sich die vielen Facetten und Feinheiten zu erschließen, die in diesem monolithischen Gebräu aus Post Metal, Hardcore, Progressive, Sludge und Alternative schlummern. Die Intros zu den einzelnen Stücken sind häufig eher ruhig und atmosphärisch [besonders gelungen in „Frozen“], bevor dann in den meisten Fällen eine mächtige Wall Of Sound hereinbricht, über der die verzweifelten Schreie von Frontmann Ed thronen. Dieser macht auch dann eine gute Figur, wenn er clean singt und unterstreicht damit seine Flexibilität, die allerdings als Frontmann von DEVIL SOLD HIS SOUL auch unabdingbar sein sollte, da die Band in den zehn Stücken von „Blessed & Cursed“ so viele Kniffe und Wendungen unterbringt, dass es eine wahre Pracht ist. Immer wieder werden die druckvollen Gitarrenwände von wunderschönen, scheinbar schwerelosen Passagen abgelöst. Einmal gibt es großartigen mehrstimmigen Gesang [gegen Ende des tollen „Drowning / Sinking“] ein anderes Mal einen MESHUGGAH-mäßigen Einstieg [„The Disappointment“], insgesamt sind ISIS aber die wohl gegenwärtigere Referenz, langweilig wird es garantiert nie. Stimmig und passend bleibt es aber – der großen Vielfalt zum Trotz – immer.

An wen genau der Teufel seine Seele verkauft hat, kann nicht abschließend geklärt werden. Zwei Dinge sind aber ganz klar: der Teufel ist Teil dieser Band und als Gegenleistung für seine Seele hat er eine Hammerplatte bekommen.

Trackliste:
01. Tides
02. Drowning / Sinking
03. Callous Heart
04. An Ocean Of Lights
05. Frozen
06. The Disappointment
07. Crane Lake
08. A Foreboding Sky
09. The Weight Of Faith
10. Truth Has Come
Spielzeit: 01:04:04

Line-Up:
Iain - Bass
Paul - Samples
Ed - Vocals
Jonny - Guitars
Leks - Drums
Rick - Guitars

Timo Beisel [kaamos]
11.07.2010 | 22:58
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