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Cover von Devin Townsend Project -- Ki
Band: Devin Townsend Project Homepage Devin Townsend Project bei Facebook Metalnews nach 'Devin Townsend Project' durchsuchenDevin Townsend Project
Album:Ki
Genre:Experimental, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:22.05.09
CD kaufen:'Devin Townsend Project - Ki' bei amazon.de kaufen
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"Wiedererstarkt und anders"

Nach der Auflösung von STRAPPING YOUNG LAD sowie der DEVIN TOWNSEND BAND und dem eher spaßigen "Ziltoid The Omniscent"-Album, konnte man wahrlich gespannt sein, was sich das kanadische Genie Devin Townsend als nächstes ausdenken würde. Und das ist natürlich gewohnt ambitioniert: Vier Alben mit wechselnden Stilen und Line-Ups, die unter dem DEVIN TOWNSEND PROJECT-Banner segeln.

"Ki", laut Devin nicht nur Einstieg sondern gleichzeitig Moral des Zyklus, konnte nicht überraschender sein. Die Abnutzungserscheinungen und Routine, die "Synchestra" und "Ziltoid The Omniscient" [trotz genialer Story] einen Platz im Olymp verwehrten, sind verschwunden. "Ki" ist das Gegenteil der überladenen, massiven Produktionen der letzten paar Werke. Das Album ist stets bemüht, seine Wut zu kontrollieren und das ist gleichzeitig das Gewöhnungsbedürftige, aber auch der Reiz von "Ki". Sehr paradox. Man könnte meinen, dass "Ki" ein ruhiges Album ist, aber das stimmt nur bedingt. Zwar benutzt Devin hier so gut wie keine verzerrten Gitarrren, hat viele Songs aber so angelegt, dass sie sich konstant im Aufbau befinden, meistens aber vor dem Ausbruch in sich zusammenfallen [Ausnahme: "Heaven Send"] – und das erzeugt eine gewisse Heaviness. Dadurch wirkt das Album allerdings auch während der ersten Durchläufe unfertig und vor allem unbefriedigend, aber das legt sich recht schnell. Und das ist auch genau die Intention von Devin. "Ki" stilistisch einzuordnen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ja, es ist ein typisches Devin Townsend-Album [vor allem atmosphärisch], obwohl es eine Abkehr darstellt, es ist hart, aber kein Metal, weich, aber nicht soft. Man könnte stundenlang über Absichten nachdenken, irgendwelche Analysen starten, sich detaillierte Beschreibungen ausdenken oder einfach das Album genießen. Und das geht dank Zuckersongs wie "Coast" [einer der besten Songs, die Devin je geschrieben hat], "Gato" [mit tollen weiblichen Gesangparts] oder dem Titeltrack [vielschichtiger, wunderschöner Devin-Wahnsinn gegen Ende] wunderbar.

Das Album ist reduzierter als alles, was Devin bisher gemacht, spielt sich allerdings gleichzeitig auf vielen Ebenen ab. Eine kleine Herausforderung, die anfangs etwas enttäuschend wirken mag, weil sie so unerwartet ist. Trotzdem bleibt sich Devin treu und forciert das, was ihm in den letzten Jahren etwas abhanden gekommen war: Die Unberechenbarkeit, verknüpft mit dem beruhigenden Wissen, dass das Ergebnis immer genial sein wird. Devin ist wieder gefährlich – und das mit seinem bisher auf ersten Blick ruhigsten Album [die Ambient-Sachen natürlich ausgeklammert]. Sehr bezeichnend!

Trackliste:
01. A Monday
02. Coast
03. Disruptr
04. Gato
05. Terminal
06. Heaven Send
07. Ain't Never Gonna Win...
08. Winter
09. Trainfire
10. Lady Helen
11. Ki
12. Quiet Riot
13. Demon League
Spielzeit: 01:06:36

Line-Up:
Devin Townsend – Vocals, Guitar
Jean Savoie – Bass
Dave Young – Keyboard
Duris Maxwell – Drums
Michael Siegl [nnnon]
22.05.2009 | 18:56
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