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"Haufenweise neue Besen" | ||||||||||||||||||
| „Ich mag ja auch Metal, aber melodiös muss es sein.“ Wie bitte? Gegen solche Sozialneurosen lässt sich mit Hilfe gewisser Therapien natürlich Abhilfe schaffen. Einfach mal DEW-SCENTED durch den Kopf jagen beispielsweise. Die Herren liefern auch Anno 2012 mit dem mittlerweile neunten Album den Beweis, das auch Musik der härteren Gangart nach wie vor eine exorbitant hohe Daseinsberechtigung vorweisen kann. Und das, obwohl, man gewöhnt sich ja mittlerweile daran, sich das Personalkarussell innerhalb der Band erneut wie wild gedreht hat. Leif Jensen ist als einziges Mitglied verblieben und holte sich den bereits seit längerem als Live Gitarristen verfügbaren Marvin Vriesde fest ins Boot, was den Härtegrad dezent nach oben geschraubt haben dürfte. Die klappt nämlich hervorragend. Haufenweise cooler Songs, deren Pussy Faktor konsequent gegen Null tendiert. Einzelne Tracks hier heraus zu fischen, wäre unter Umständen ein mühevolles Unterfangen, denn hier ist alles aus einem Guss. Songs, die voller Energie und Power, aber auch voller filigraner Kleinarbeit strotzen. Man merkt, das beim Songwriting viel Schweiß vergossen wurde, ohne allerdings die Lieder konstruiert und berechenbar zu machen. Ein paar Anregungen möchte ich an dieser Stelle dennoch auf den Weg schicken. Mein persönlicher Hit auf der Scheibe ist wohl „Reawakening“, weil die Nummer so richtig angenehm ins Gebein fährt, obwohl es die vielleicht [ im Ansatz zumindest ] einzige Midtempo Nummer auf „Icarus“ ist. Und natürlich, weil ein gewisser und allseits bekannter Dan Swanö hier die Vocals beigesteuert hat. Einen weiteren Gastsänger konnte man für „Gleaming Like Silver“ verpflichten, Rob Urbinati von SACRIFICE nämlich. „The Final Procession“ und „Storm Within“ sind zwei Schädelspalter vor Gottes Herrn. Insgesamt gesehen sind keine Ausfälle zu verzeichnen, eine durch und durch stets gut durchdachte und von Jörg Uken ausgezeichnet produzierte Songsammlung. Manche Feinheiten sind im ersten Moment nicht wirklich zu entdecken, schaffen es DEW-SCENTED doch in der Tat gekonnt, den Hörer längerfristig zu fesseln. Wie schon eingangs erwähnt, darf man getrost davon ausgehen, das auch auf „Icarus“ keinerlei Kompromisse in Sachen Härte gemacht werden. Die Band zeigt sich von ihrer besten Seite und wirft uns einen Haufen Klopfer vor die Ohren, die vielschichtig und modern daher kommen. Eben DEW-SCENTED halt, vielleicht auch ein bisschen besser als zuletzt. Aber das ist ja immer die berühmte subjektive Sichtweise. Fans der Band können definitiv nichts falsch machen, sollten sie beabsichtigen, sich dieses Werk umgehend ins heimische Regal zu postieren. Ein weiteres, gutes Thrash Metal Album. | ||||||||||||||||||
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