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News zu Diablo Swing Orchestra
Interviews mit Diablo Swing Orchestra
Reviews von Diablo Swing Orchestra
Diablo Swing Orchestra
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Diablo Swing Orchestra
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"Spinnennetz oder Skorpionstachel"
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"Fabelhafte Mischung" | ||||||||||||||||||
| Egal, wie groß der Tellerrand sein mag, über den ihr zu schauen bereit seid. Zum Genuß des DIABLO SWING ORCHESTRA wird er auf jedem Fall bis zum Anschlag strapaziert. Was die schwedische Kapelle auf ihrem dritten Album abliefert, mag für den Metaller an sich nahezu unverdauliche Kost beinhalten. Für so manchen Musikliebhaber aber, sofern er denn ein Durcheinander von scheinbar völlig indiskutablen Zusammenschlüssen mehrerer Subgenres zu akzeptieren bereit ist, kann und darf „Pandora's Piñata“ als exzellentes Hörvergnügen betrachten. Das beginnt bereits beim allerliebst gestaltetem Cover, das so gar nicht darauf hinweisen will, daß wir es hier mit einer Rockband, geschweige denn mit einer Metalband zu tun haben. Doch hereinspaziert, hier gibt es alles bisher noch nicht Dagewesene zu hören. Swing [Der Bandname ist durchaus wörtlich zu nehmen], Klassik, Jazz und vor allem Prog Metal. Dieses Gemisch kann durchaus Hits produzieren, wie hier bewiesen wird. Der Opener „Voodoo Mon Amour“ bietet eben ein Rock/Swing Potpurri, welches im Unklaren gelassene Hörer zunächst erst einmal irgendwie abschreckt. Eine Nummer für dieses „Eurovision Song Contest“ Spektakel? Möglich, Innovativität wäre doch eine Alternative auf diesem Parkett. Ebenso gewöhnungsbedürftig ist das mit Latino Klängen behaftete „Guerilla Laments“. Doch irgendwie passt es alles zusammen. Eine Ansammlung von einfach nur genialen Songs, die im Prinzip das halten, was die Titel versprechen. Tanzbar oder einfach nur für die Behaglichkeit. In den 53 Minuten geschehen haufenweise Überraschungen, deren Existenz sich erst nach vielen Hördurchgängen offenbaren. „Aurora“ zum Beispiel ist ein fulminanter Klassiktitel, Frau Loegdlund zeigt einmal mehr superbe Operndiva Qualitäten. Am Schluß driftet die Nummer gar ins Orientalische ab, ohne das es in irgendeiner Weise fremd wirkt. Das folgende „Mass Rapture“ setzt global dort an, offenbart zwischendurch ein paar richtig brachiale, fast Deathmetal-artige Momente. DSO sind sogar in der Lage, am Ende sogar noch einmal eins drauf zu setzen. Und zwar mit „Justice For Saint Mary“. Eine Nummer, die als Akustikballade beginnt, sich ebenfalls der klassischen Instrumente bedient und schließlich in ein komplettes Paradoxon kollabiert. Entweder man findet irgendwann früher oder später den Zugang zum DIABLO SWING ORCHESTRA oder eben nicht. Musikalisch jedenfalls lassen die Damen und Herren nichts anbrennen und liefern ein wahres Feuerwerk der Musik ab. Ob man nun mit der Art und Weise der Darbietung vertraut wird oder eher weniger, so oder so sollte einem Album wie diesem die gehörige Portion Aufmerksamkeit zuteil werden. Für mich jedenfalls einer der Highlights des Jahres. „Pandora's Piñata“ steht dem Vorgänger „Sing Along Songs For The Damned And Delirious“ im Nichts nach. Im Gegenteil, vielleicht noch eine Spur ausgefallener, verrückter, auf jeden Fall aber gnadenlos grenzenlos genial. Champ 6,5 von 7 Punkten Im Gegensatz zum Kollegen Fränky vermisse ich auf „Pandora's Piñata“ eine Sache, die den Vorgänger so ausgezeichnet hat: Den Gast-Bariton Kosma Rauner! Dementsprechend entfallen solch hochtrabende Duette wie in „A Rancid Romance“ oder in dem völlig abgedrehten „Bedlam Sticks“, zudem fahren die Gitarren eine subtilere Schiene und machen Platz für die große Palette der zusätzlichen Instrumente, die umso mehr Akzente setzen. Der Wahnsinn von „Sing Along Songs For The Damned And Delirious“ ist weniger offensichtlich verpackt, dennoch [oder gerade deswegen] gibt es auf „Pandora's Piñata“ so viel zu entdecken, dass man erst nach mehreren Durchgängen die ganze Klasse dieser Band erfassen kann. Chinesische Folklore? Latino-Swing? Asia-Pop? Dubstep? Orient? Klassik? Jazz? Und das alles unter dem Flagschiff des Prog Metal, angeführt von einer Opernstimme? Man kann DIABLO SWING ORCHESTRA versuchen zu beschreiben wie man will, es klingt immer unvereinbar. DSO waren damals mit ihrem Debüt mein Einstieg in den Metal, obwohl ihre Musik so einsteigerunfreundlich wie nur irgendmöglich gestaltet ist. Aber dieser einzigartige Mix kann einfach nur beeindrucken und trotz der Abwesenheit des Baritons zeichnet sich auf dem dritten Album eine überwältigende Entwicklung ab, die ich kaum für möglich gehalten habe. Songs wie „Kevlar Sweethearts“, „Exit Strategy Of A Wrecking Ball“, „Justice For Saint Mary“ oder meinem absoluten Favoriten „Of Kali Ma Calibre“ überzeugen mich für fantastische 6,5 Punkte, nahe an der Perfektion! | ||||||||||||||||||
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