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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Die - Rise Of The Rotten
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Album:Rise Of The Rotten
Genre:Brutal Death, Death Metal
Label:Unique Leader
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:30.04.10
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"Solide, aber mit Kanten"

Nicht schlecht: Die dänischen Deather mit dem herrlich einfallslosen Namen DIE gibt es zwar schon seit fünf Jahren, jedoch erscheint erst jetzt das Debüt der Truppe, „Rise Of The Rotten“, und zwar gleich auf dem US-Kul-Label Unique Leader Records!

Eigentlich ist das überraschend, da DIE nicht so wirklich zum restlichen Programm des Brutal- bzw. Tech-Death-Labels passt, wobei die fünf Dänen natürlich alles andere als seicht zu Werke gehen und es ganz schön krachen lassen – was mich vom aufgebauten Druck her ein bisschen an SUFFOCATION oder auch MALEVOLENT CREATION erinnert. Trotzdem klingt vieles europäischer und auch nicht ganz so ultrabrutal, und hey, es ist sogar etwas vom aggressiven Gegrunze von Søren Teddy zu verstehen! Denn prinzipiell machen DIE ihre Sache ansprechend, auch wenn es den Jungs deutlich an Eigenständigkeit fehlt. Spielen können sie aber allesamt, und das Songwriting sowie die Produktion von „Rise Of The Rotten“ gehen völlig in Ordnung, was sich am besten bei solchen Abrissbirnen mit gelegentlich eingestreutem Groove-Faktor wie „Soil Became Flesh“ oder auch „Gore Monger“ zeigt. Prinzipiell treten DIE nämlich gerne aufs Gaspedal, verfallen dabei aber zum Glück nicht in ermüdendes Dauergeballer ohne jegliche Abwechslung. Soweit schön und gut, doch nun zum Manko von „Rise Of The Rotten“: Die Gitarrensoli von Tajs Kolman. Es ist zwar schön, dass der gute Tajs auf Fotos ein NECROPHAGIST-Shirt trägt und sicher auch gut Gitarre spielen kann, aber seine Soli wollen partout nicht zu den Songs seiner Band passen, was dazu führt, dass sie die Lieder nicht sinnvoll ergänzen, sondern vielmehr die aufgebaute Stimmung und Brutalität aushebeln und somit den Stücken schaden. Teils überpräsent abgemischt, wirken viele der Soli eher wie Gegniedel, das ziemlich schnell nervt, sodass es mir fast lieber wäre, wenn DIE sie gänzlich weglassen und sich auf das beschränken würden, was sie hörbar gut können: Soliden [Brutal] Death Metal zu schreiben, der das Rad zwar nicht neu erfindet, aber durchaus seine Daseinsberechtigung hat.

„Rise Of The Rotten“ ist ein grundsolider Einstand, der eine Band zeigt, die technisch auf hohem Niveau agiert und gelungene, wenn auch wenig innovative Songs darbietet. Abzüge gibt es für die wenig songdienlichen Soli, an denen dringend gearbeitet werden sollte, wenn Leads unbedingt bei DIE eingesetzt werden sollen. Lasst Euch übrigens nicht vom stumpfen bis billigen Artwork abschrecken, denn DIE haben unterm Strich durchaus etwas zu bieten, auch wenn es teilweise noch hakt – hört am besten mal rein.

Trackliste:
01. Execution Room
02. Soul Scavenger
03. Soil Became Flesh
04. Dead Flesh Makeover
05. Dread Lord
06. Mors Et Sanguis
07. Rise Of The Rotten
08. Vindictive
09. Gore Monger
Spielzeit: 00:36:48

Line-Up:
Søren Teddy – Vocals
Tajs Kolman – Lead Guitar
Rasmus Henriksen – Rhythm Guitar
Bent Bisballe Nyeng – Drums
Jonas Møller – Bass
Alexander Eitner [soulsatzero]
04.07.2010 | 14:09
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