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Cover von Die Krupps -- V - Metal Machine Music
Band: Die Krupps Homepage Die Krupps bei Facebook Metalnews nach 'Die Krupps' durchsuchenDie Krupps
Album:V - Metal Machine Music
Genre:Electro, Industrial, Industrial Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:28.08.15
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"Trendfreie Metallmaschinenmusik"

DIE KRUPPS legen mit "V - Metal Machine Music" ein weiteres Album im Zeichen des Industrial Metal respektive des metallisierten EBM vor.

Bereits lange vor RAMMSTEIN oder Kollegen des Ungenres Neue Deutsche Härte standen DIE KRUPPS für tanzbaren Industrial Metal [beginnend 1991 mit „I“, mit dem Industrial-Klassiker „Metal Machine Music“ und den Siegener Thrashern von ACCU§ER] und galten – nicht nur hierzulande - seinerzeit durchaus als Maßstab bzw. Standard in Sachen Elektronik kombiniert mit harten Rockriffs. „II – The Final Option“ konnte [dank HEATHEN-Klampfer Lee Altus] mit diversen Metaldisco-Hits Marke „To The Hilt“ und „Fatherland“ auch noch den letzten Langhaarigen zum Tanzen bewegen, mit den folgenden Alben, „III – Odyssey Of The Mind“ und „Paradise Now“ war man gar in den europäischen Top 20 vertreten und mit eben diesem Sound ebneten Jürgen Engler und Co. [zusammen mit MINISTRY und FRONT LINE ASSEMBLY] nicht zuletzt auch Kapellen wie FEAR FACTORY oder [dem ebenfalls deutschen Exportschlager] RAMMSTEIN den Weg zum Erfolg.
Nun, die Zeiten haben sich geändert, DIE KRUPPS waren in den letzten Jahren trotz nicht unregelmäßiger Veröffentlichungen etwas in Vergessenheit geraten, weswegen anno 2015 zumindest live der Drummer von ACCU§ER in den Schoß der EBM-Metaller zurückgekehrt ist, um gleichsam die Rückkehr ruhm- bzw. [kommerziell] erfolgreicherer Zeiten, nun ja, einzutrommeln.
Das gelingt auch weitgehend, denn davon abgesehen, dass Industrial Metal oder EBM mit harten Gitarren aktuell nicht mehr unbedingt der heiße Scheiß ist, ist "V - Metal Machine Music" irgendwie schon das Album, das man sich nach „II - The Final Option“ von 1993 gewünscht hätte, so aus der Zeit gefallen geriert sich die aktuelle KRUPPS-Scheibe. Will heißen, sägende Stakkatoriffs, Englers Englisch ist mit seinem harten, deutschen Akzent immer noch unverkennbar bzw. charakteristisch und der Rest ist humor- bis erbarmungsloser Electro-Industrial-Maschinenstampfbeat [„The Truth“ mit Dubstep-Anleihen] - ganz klassische, zeitlose „Metal Machine Music“ eben.
Das mit den muttersprachlichen Texten [„Kaltes Herz“, „Volle Kraft Voraus“] sollte man dann zwar vielleicht doch lieber Herrn Lindemann überlassen, ansonsten aber bleiben DIE KRUPPS sich treu, malmen die Sequenzer stoisch und stilsicher, ballern die Beats, fräsen die Gitarren routiniert und der Sound bewegt sich damit von tanzbar [„Battle Extreme“, „Branded“], über moshbar [das provokante “Fly Martyrs Fly“], bis hin zu knüppelhart [stumpf MINISTRYeske Raserei bei „Kaos Reigns“]. Von gelegentlichem Wortwitz [„The Vampire Strikes Back“] und fast schon klassischer EBM-Tanzmusik [„Alive In A Glass Cage“, dem Sample-überladenen „The Red Line“ oder „Bonded By Blood“, das dann doch keine EXODUS-Coverversion ist] abgesehen, ballert hier aber offensichtlich der auf dem Cover abgebildete Bolide [„Road Rage Warrior“] solange „Volle Kraft Voraus“ durchs postapokalyptische Wüstenszenario, bis dem Chassis eigentlich nicht anderes übrig bleibt, als wegen Materialermüdung schließlich komplett auszubrennen.

Mit "V - Metal Machine Music" melden sich DIE KRUPPS ebenso lautstark wie [prinzipiell angenehm] trendfrei zurück und werden nicht wenige Hörer bzw. Metaller an ihre damalige Industrial Metal-/Crossover-Phase erinnern - ob damit allerdings ein Revival besagter Klänge heraufbeschworen werden kann, bleibt noch abzuwarten...

Trackliste:
01. Die Verdammten
02. Kaltes Herz
03. Battle Extreme
04. Fly Martyrs Fly
05. The Truth
06. Road Rage Warrior
07. The Vampire Strikes Back
08. Alive In A Glass Cage
09. Branded
10. Kaos Reigns
11. The Red Line
12. Bonded By Blood
13. Volle Kraft Voraus

 
 



Spielzeit: 00:48:49

Line-Up:
Jürgen Engler - Vocals
Ralf Dörper - Synthesizer
Marcel Zürcher - Gitarre
Volker Borchert - Drums
Nils Finkeisen - Gitarre
Dirk Konz [dkay]
16.09.2015 | 22:48
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