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Cover von Dimmu Borgir -- In Sorte Diaboli
Band: Dimmu Borgir Homepage  Metalnews nach 'Dimmu Borgir' durchsuchenDimmu Borgir
Album:In Sorte Diaboli
Genre:Melodic Black Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.04.07
CD kaufen:'Dimmu Borgir - In Sorte Diaboli' bei amazon.de kaufen
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"Diabolisch wie lange nicht!"

Oh mein Gott... Deibel...! Wie auch immer! Vier Jahre hat's gedauert - „In Sorte Diaboli“ ist wohl eines der am heißesten begehrten Alben des Metal-Jahres 2007 und dann kommt „so was“ dabei raus. Das war jedenfalls einer der ersten Gedanken, die durch den Kopf schossen, nachdem die Scheiblette schon zwei bis drei Durchläufe hinter sich hatte. Sperrig, unpassende cleane Vox und irgendwie einfach vorbeigerast isse, die Platte!

Dies ist definitiv der erste Eindruck, und dieser setzt sich wohl auch bei so manch anderem im Kopf fest, der dem Album nicht noch ein paar weitere Chancen gibt. Ist dies gegeben, kann man sich eigentlich gar nicht mehr dagegen wehren – DIMMU BORGIR arbeiten wieder einmal derart kolossal und unwiderstehlich, dass einen mindestens der Opener mit brutal geilem Star Wars-Feeling und grimmig bissigem Refrain [„I am hatred, darkness and despaiiiiir!!!“] schon sehr schnell nicht mehr loslässt. Genau wie dieser Song entfaltet sich der gesamte Rest des Albums erst nach und nach und wächst bei jedem Durchlauf weiter. Auffallend riffbetont und gewaltig bricht das neue Düsterwerk über einen hinein – dieses Mal wurde wesentlich weniger mit orchestralen Parts sowie mit klaren Gesangspassagen gearbeitet, was der Band nach dem ohnehin schon wieder wesentlich schwärzeren und brutaleren „Death Cult Armageddon“ gleich noch eine Schippe mehr Brutalität zurück gibt und ihnen ausgezeichnet zu Gesicht steht. Natürlich finden sich die typischen, epischen Melodien, die rockigen Rhythmen, aber gleichfalls wird hier auch ordentlich gehämmert, dass einem schwarz vor Augen wird – Drumnutte Hellhammer steht dem Geballer von Nick Barker in absolut nichts nach und Silenoz und Galder holzen sich teils richtig fiese Bretter um die Ohren. Frontsau Shagrath hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, noch einen Scheit auf das Feuer der Boshaftigkeit draufzulegen und keift sich übelst und bis in alle Ewigkeit verdammt durch die Songs. Im Bereich Mustis, sprich Keyboards, steht ganz klar das Durchbruchs-Album „Enthrone Darkness Triumphant“ im Vordergrund, das man hier wie auch teilweise in den Saiten des Öfteren durchscheinen lässt. Das große Manko an „In Sorte Diaboli“ sind und bleiben die cleanen Vocals von Basser und Ausnahme-Stimmband Vortex. Zwar wachsen auch diese mit der Zeit, aber so richtig wollen sie sich nicht einfügen. Schade auch, dass sich nicht wie auf dem Vorgänger norwegische Songs der Marke „Vredesbyrd“ auf die Scheibe verirrt haben...

Sicher werden hier keine Rasierklingen ans Publikum verteilt oder vierminütige Blast-Songs geschrieben, wer DIMMU BORGIR allerdings einmal mehr Ausverkauf oder mindere Extreme vorwerfen will, hat schlicht und einfach den Knall nicht gehört! Die dunkle Festung hat es wieder geschafft ein fettes, schwarzes Metal-Album zu verewigen. Dieses Mal hätten sie uns beinahe hinters Licht geführt, denn so ganz gewöhnt ist man nicht daran, dass diese Band Musik schreibt, die mehr als zwei Hörproben benötigt. Bis dato zündeten die Outputs der Stars des nordischen Himmels immer sofort oder bei den Hassern gar nicht – dieses mal braucht es Zeit! Vielleicht etwas mehr Zeit, aber diese Zeit ist „In Sorte Diaboli“ definitiv wert - Punkt!

Trackliste:
01. The Serpentine Offering
02. The Chosen Legacy
03. The Conspiracy Unfolds
04. The Sacrilegious Scorns
05. The Fallen Arises
06. The Sinister Awakening
07. The Fundamental Alienation
08. The Invaluable Darkness
09. The Foreshadowing Furnace


Markus Jakob [shilrak]
25.04.2007 | 21:49
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