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Band: Din Brad Homepage Din Brad bei Facebook Metalnews nach 'Din Brad' durchsuchenDin Brad
Album:Dor
Genre:Folk
Label:Prophecy Productions
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:20.04.12
CD kaufen:'Din Brad - Dor' bei amazon.de kaufen
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"Waldatmosphäre und Gesang"

Als bekennender NEGURA BUNGET Fanboy, der auch mit der Musik, die nach dem Split veröffentlicht wurde, noch etwas anfangen kann, habe ich mich ziemlich auf das neue Projekt DIN BRAD von Drummer Negru gefreut und war gespannt auf seinen Ausflug in den Folk-Bereich. Vor wenigen Wochen war es dann endlich soweit und Prophecy Productions haben die erste Scheibe namens „Dor“ [Sehnsucht] veröffentlicht.

Mit „Dor“ haben DIN BRAD ein starkes Debüt-Album vorgelegt, welches manchmal aber etwas mit seiner eigenen Sperrigkeit zu kämpfen hat. Prinzipiell kann man das Album in zwei unterschiedliche Song-Muster einteilen: (i) Stücke, die nur aus Gesang bestehen und keine Hintergrundinstrumentalisierung aufweisen und (ii) Tracks, die sowohl aus Instrumentalisierung als auch aus Gesang bestehen. Dabei ist es wohl so, dass die Musikstücke, die rein aus Gesang bestehen, stärker an traditionellen rumänischen Stücken angelehnt sind, denn diese werden immer von so genannten „Traditional Performern“ gesungen. Fünf von insgesamt elf Lieder sind dabei auf diese Art und Weise ausgefallen und hier liegt für mich auch etwas der Hund begraben. Gerade in der Instrumentalisierung können nämlich DIN BRAD ihre Stärke ausspielen. Die Kombination aus Negrus Drums, Naturgeräuschen und [meistens] Flötengeräusche erzeugt nämlich eine unglaublich dichte und naturmystische Atmosphäre. Wenn dann über diesen Instrumente noch die Stimmen von Alma und Inia Dinia thronen, wie zum Beispiel im ersten Stück „Amar“ oder bei „Durere“, dann sind das ganz, ganz starke Tracks. Sie entführen einen einfach direkt in die rumänischen Wälder und können, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise, eine ähnliche Atmosphäre wie NEGURA BUNGET aufbauen. Dagegen fallen für mich die reinen Gesangs-Stücke etwas ab. Nicht einmal darum, weil die Lieder schlecht gesungen wären, sondern einfach, weil es sie eine ganz andere Form von Atmosphäre erschaffen. Wenn zum Beispiel auf das schöne naturmystische Stück „Doina“ direkt das traditionell gesungene „Cintecul Cununei“ trifft, dann holt einen das [leider] wieder zurück aus den verträumten Wäldern. Allerdings muss noch betont werden, dass das Album eindeutig wächst. Am Anfang kommt man noch sehr wenig klar mit diesen häufigen Wechseln. Aber nach mehrmaligem Anhören verbindet sich das ganze mehr und mehr zu einem organischen Ganzen, auch wenn am Ende das Problem bestehen bleibt, dass es einfach zu viele reine Gesangsstücke gibt.

„Dor“ zu bewerten ist schwierig, weil die einzelnen Tracks [sowohl die reinen Gesangsstücke, als auch die instrumentellen Lieder] definitiv klasse und interessant geworden sind. Schon alleine für die Tracks „Amar“ und „Durere“ würde ich vor DIN BRAD niederknien. Gleichzeitig muss man sich beim Kauf dieser Scheibe aber auch bewusst sein, dass man mit vielen Minuten reinen traditionellen Gesangs klarkommen muss. Deshalb sollte man sich vielleicht vorher auch solch ein Stück anhören, um dann nicht völlig überrascht zu werden [z.B. „Cintecul Cununei“]. Fazit: Klasse Musik, aber ich hätte die Albumstruktur anders aufgebaut und versucht fließender Übergänge zu erschaffen. So bleibt es vorläufig noch bei einer etwas niedrigeren Punktezahl, aber es muss ja auch noch Luft nach oben geben.

Trackliste:
01. Amar
02. Îmbrăţişat De Dor
03. Poarce'n Suflet Greu Păcatu
04. Doină
05. Cîntecul Cununei
06. Dor
07. Of, Of, Viaţă
08. Durere
09. Foaie Verde, Odolean
10. Cine Iubeşte şi Lasă
11. Bradule, Brăduţule
Spielzeit: 00:39:27

Line-Up:
Inia Dinia - Gesang/Keyboard
Alma - Gesang
Negru - Percussions/Drums

Gäste:
Mircea Ardelean - Dulcimer
Catalin Motorga - Panflöte
Eduard Muntean - Panflöte

Traditionelle Sänger:
Nelu Cherciu
Virginia Linu
Viorica Lazar
Pop Buia Gavril
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
03.07.2012 | 23:08
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