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News zu Dio
Dio - Todestag
16.05.13
16.05.13
Dio - Live-DVD kommt
03.03.13
03.03.13
Dio - Artwork, Tracklist
01.08.12
01.08.12
Dio - Tribute-Album
10.07.12
10.07.12
Reviews von Dio
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"Hoch die Hörner, es ist Stierzeit!"
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"Das können Sie besser, Herr Gott!" | ||||||||||||||||||
| Fiese Zeitgenossen meinen, DIO hätte im Laufe seiner Solo-Karriere genau ein großartiges Album geschrieben und das dann vier Mal hintereinander aufgenommen. Ob man „Holy Diver“ (1983) nun so dermaßen aufwerten und „The Last In Line“ (1984), „Sacred Heart“ (1985) und „Dream Evil“ (1987) als bloße Klone abtun will, bleibt jedem selbst überlassen. Ich denke, da gibt es schon den ein oder anderen Unterschied. Jedenfalls hat der gute Ronnie James sich ein Herz gefasst und seinem Klassiker nun selbst ein Denkmal gesetzt. „Holy Diver Live“ nennt sich das 2005 mitgeschnittene gute Stück hier und der Titel verspricht nicht zu viel. CD 1 umfasst das gesamte erste Album des kleinen Mannes mit der unglaublich großen Stimme. CD 2 ist dagegen eine Ansammlung von Ronnies persönlichen Lieblingsnummern seiner Solo-Karriere wie auch seiner RAINBOW und BLACK SABBATH-Phasen. So weit, so gut. Die alles entscheidende Frage bezüglich dieses Albums lautet: Macht die Scheibe überhaupt Sinn? Als DVD wäre „Holy Diver Live“ sicherlich ein Erlebnis, doch kann der Audio-Silberling die Atmosphäre des in London aufgenommenen Ereignisses tatsächlich einfangen? Ich denke – eher nein. Das liegt zum einen daran, dass man in erster Linie hört, was auf der Bühne (und hinterher im Studio?) abgegangen ist und die Gesamtatmosphäre schlecht erahnen kann. Außerdem war der Meister nicht optimal bei Stimme, was im Konzert selbst wahrscheinlich untergegangen ist, bei der Aufnahme aber recht deutlich wird, weil Ronnie James so sehr in den Vordergrund gemischt wurde, wie es dem Chef seiner eigenen Meinung nach wohl gebührt. Das Publikum dagegen hört man so gut wie gar nicht. Zudem finde ich es relativ fragwürdig, diesen Klassiker mit einer Besetzung aufzuführen, von der 1983 außer Ronnie James selbst niemand am Start war. Wie soll da das authentische Feeling ’rüberkommen? So sind die Nummern denn auch solide gespielt und ein Drum-Solo darf in einer 80’s –Revival-Show ebenfalls nicht fehlen. Von großen Momenten ist aber nicht viel zu hören. Hier wurde eher ein Job erledigt - und das nicht unbedingt schlecht, aber ohne viel Herzblut. Wie auf „Holy Diver“ selbst sind die eindeutigen Höhepunkte auf Teil 1 der Live-Scheibe der riffgewaltige Titelsong, das einfühlsame „Don’t Talk To Strangers“ und natürlich „Rainbow In The Dark“, während Füller wie „Gypsy“ oder „Invisible“ auch in der Live-Fassung nicht aufgewertet werden können. CD 2 aber finde ich nur noch egoistisch und öde. Klar entdeckt man hier Jahrhundertsongs wie „Heaven And Hell“, „Man On The Silver Mountain“ oder „We Rock“. Vieles davon wurde aber auch schon auf der ersten Live-EP „Intermission“ (1986), dem zehn Jahre darauf folgenden „Last In Live“ (1996) und dem letzten Konzertmitschnitt „Evil Or Divine“ (2005) verbraten und ist nicht unbedingt das, was man sich als Fan immer schon gewünscht hat. Genau, wie man sich als MAIDEN-Jünger fragt, warum auf jedem der ca. 198 Live-Alben „Run To The Hills“ stehen muss, ist das im Falle DIO eben der Typ auf dem Silberberg. Wo sind Perlen wie “Like A Beat Of A Heart”, „Naked In The Rain“, „All The Fools Sailed Away“ oder „Lock Up The Wolves“? So ein spezielles Doppelalbum wäre mal eine Gelegenheit für eine wirklich ausgefallene Schachtel Pralinen gewesen – verpufft! Insgesamt also eine zweischneidige Sache. Die Songs sind größtenteils knorke, der Sound okay und als Fan muss man die Scheibe eh besitzen. Eine Frechheit ist die Aufmachung: Ein sechsseitiges Booklet bringt heute schon die Kellerband von umme Ecke auf die Reihe. Von DIO erwarte ich da doch schon ein Quentchen mehr. Große Live-Alben wie „Live After Death“ (IRON MAIDEN), „Tokyo Tapes“ (SCORPIONS) „Alive II“ (KISS) oder „Decade Of Aggression“ (SLAYER) werden hier leider nicht herausgefordert. Schade, bei dem Potential. | ||||||||||||||||||
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