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Cover von Disbelief -- Spreading The Rage
Band: Disbelief Homepage  Metalnews nach 'Disbelief' durchsuchenDisbelief
Album:Spreading The Rage
Genre:Death/Thrash Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:20.10.03
CD kaufen:'Disbelief - Spreading The Rage' bei amazon.de kaufen
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Es gibt Tage, an denen man nichts deutlicher spürt, als den bitteren Nachgeschmack, den die Existenz manchmal hinterläßt. Solche Tage empfindet man meistens als läge ein drohendes Gewitter in der Luft; düstere, unheilvolle Wolken, begleitet von pechschwarzem Regen, die die Realität in einen Mantel aus Hoffnungslosigkeit kleiden. An diesen Tagen möchte man seine Wut, seine Enttäuschung und seinen Schmerz einfach laut in die Welt hinausschreien. „Spreading The Rage“ beschreibt diese Stimmungen und läßt Empfindungen, die oft leise verklingen, laut werden.

Hierbei stellen DISBELIEF noch mehr Detailverliebtheit unter Beweis, als das beim Vorgänger „Shine“ schon der Fall war. Unter dem Gewitterhimmel vereinen sich Elemente aus Death, Thrash mit neumodischen Einflüssen, was der Band zu einem neuen Gesicht verhilft, ohne dabei das alte verlieren oder gar verraten zu müssen. Was man hört ist zweifellos 100 % DISBELIEF, allerdings erkennt man auch sofort, daß sich die Band nicht auf den Lorbeeren, die man mit „Worst Enemy“ und „Shine“ einfahren konnte, ausruht, sondern noch einen draufsetzen wollte. Und das ist mit „Spreading The Rage“ auch tatsächlich gelungen. Ob das nun die Tempowechsel sind, die die im Midtempobereich verwurzelte Dampfwalze etwas anpeitschen oder kleine Spielereien wie das groovige Gitarrensolo in „Addiction“ – es finden sich viele neue Facetten auf diesem Album; was jedoch nicht bedeutet, daß man auf liebgewonnene Trademarks verzichten muß. Jagger’s Gebrülle ist derb wie eh und je und, wie auch auch einigen Vorgängeralben, hat man zur Unterstreichung der Atmosphäre eine zweite Stimmlage hinzugefügt, was auch diesmal exzellent gelingt. Als Anspieltips würde ich den Opener „Ethic Instinct“, den zermalmenden Titeltrack „Spreading The Rage“, das treibende „For Those Who Dare“, das verspielte „Addiction“, die Verzweiflungsballade „Drown“ und die Schlußnummer„Back To Life“ empfehlen. Mit „Democracy“ befindet sich außerdem eine gelungene Coverversion eines KILLING JOKE Songs an Bord.

Man kann den Jungs von DISBELIEF zu dieser Scheibe nur gratulieren; ist es der Band doch gelungen sich neu zu erfinden und sich dabei selbst treu zu bleiben. Der Fan muß hier einfach zugreifen, denn was die Formation an Gift und Galle ausspeit, ist im höchsten Maße hörenswert und steht den bisherigen Veröffentlichungen in nichts nach - ganz im Gegenteil (was jedoch nichts daran ändert, daß "Follow" auch weiterhin mein Song-Favorit bleibt). Wer auf extremen Metal steht, mit der Band aber bisher nichts anfangen konnte, sollte „Spreading The Rage“ dennoch eine Chance geben. Aber rechnet nicht mit Sonnenschein. Wer diese Scheibe in den Player schiebt, sollte vorsorglich schon mal den emotionalen Regenschirm aufspannen. Nur zur Sicherheit, versteht sich.

Trackliste:
1.The beginning of doubt (Intro)
2.Ethic instinct
3.To the sky
4.No more lies
5.Spreading the rage
6.Inside my head
7.Death will score
8.For those who dare
9.Addiction
10.It's God given
11.Drown
12.Democracy
13.Back to life


Werner Heinz [sOULiON]
09.11.2003 | 19:29
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