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Cover von Disentomb -- Misery
Band: Disentomb Homepage Disentomb bei Facebook Metalnews nach 'Disentomb' durchsuchenDisentomb
Album:Misery
Genre:Brutal Death
Label:New Standard Elite
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:13.10.14
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"Brutal-Death-Knaller!"

Da glaubt man, es gibt nicht mehr wirklich viele Bands, die sinnvoll und kreativ Impulse im [Brutal] Death Metal setzen können, und dann kommen DISENTOMB aus Australien mit ihrer zweiten Scheibe, „Misery“, mal so eben um die Ecke.

Ja, okay, DISENTOMB erfinden das Genre auch nicht neu, so viel ist klar, aber wie sie vorgehen, ist ganz einfach pfiffig. Anstatt sich ausschließlich auf konstantes Brutal-Death-Geschredder zu beschränken, schaut das Quartett aus Brisbane auch gerne mal über den Tellerrand und sorgt somit für die nötige Abwechslung, die bei dieser Art von Musik erforderlich ist [siehe auch DEFEATED SANITY etc.]. Und genau das schaffen DISENTOMB während der 32 Minuten von „Misery“ ganz ausgezeichnet, da unter anderem Ausflüge in Richtung GORGUTS und ULCERATE, d.h. sperriges Riffing, dann wieder direkte DISGORGE-Ausbrüche, SUFFOCATION-Anflüge, ein bisschen PSYCROPTIC-Gefrickel und ein paar geschickt platzierte Groove-Parts [nix Deathcore!] vertreten sind. Und bei dem sehr reduzierten, düsteren und im Mittelteil mit melodischem Lead [richtig gelesen!] versehenen „Megaliths Of Despair“ zeigen die Jungs gekonnt, dass Geschwindigkeit eben nicht alles ist und in Sachen Dynamik auch mal eine Verschnaufpause drin sein kann, ohne sich stilistisch vollkommen zu verbiegen oder den Fluss des Albums zu zerstören. Wie überhaupt jeder Song Wiedererkennungswert besitzt und gleichzeitig immer wieder mit unerwarteten Wendungen punkten kann, insbesondere bedingt durch die exzellente Gitarrenarbeit von Jake Wilkes, sodass das [nach meinem Empfinden] etwas anstrengende Gekeife von Trevor Strnad [THE BLACK DAHLIA MURDER] auf „Forced Adornment Of The Funerary Crown“ gar nicht mal nötig gewesen wäre, aber zum abgrundtiefen Gegrowle von Jordan James einen guten Kontrast zu setzen vermag. Und gerade an James' Growling könnten sich die Geister scheiden, denn der Typ ist wirklich so extrem, dass man bei dem Gegurgel so gut wie kein einziges Wort verstehen kann, sodass ein möglicher Ansatz darin besteht, die Vocals schlichtweg als zusätzliches Instrument im Gesamtsound von DISENTOMB zu betrachten [funktioniert bei mir prima]. Hinzu kommt die ausgezeichnete, da unglaublich druckvolle und ausgewogene Produktion, die jedem Instrument genügend Freiraum lässt, dabei aber überhaupt nicht steril ist, sondern schön wuchtig und transparent geworden ist – wiederum keine Selbstverständlichkeit im Brutal Death.

DISENTOMB haben mit „Misery“ ein wahres Monster von Album geschaffen, das in Brutal-Death-Kreisen sicherlich einschlagen wird wie eine Bombe. Ich für meinen Teil bin ob des Abwechslungsreichtums und der Dynamik sowie der immensen Weiterentwicklung der Aussies jedenfalls mehr als beeindruckt, höre die Scheibe derzeit auf Dauerschleife und kann „Misery“ – übrigens erschienen auf New Standard Elite, dem Label von Dan Osborn [INHERIT DISEASE] – jedem Freund des Brutal Death Metal uneingeschränkt ans Herz legen. Klasse!

Trackliste:
01. The Genesis Of Misery
02. An Edifice Of Archbeastial Impurity
03. Abominations Created Through Divinity
04. The Promethean Altar
05. Vultures Descend
06. Pyres Built From Their Severed Wings
07. Chthonic Gateways
08. Megaliths Of Despair
09. Forced Adornment Of The Funerary Crown
10. Sentintels Of The Bleak
Spielzeit: 00:32:14

Line-Up:
Jordan James – Vocals
Jake Wilkes – Guitars
Jim Parker – Bass
Henri Sison – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
24.10.2014 | 14:00
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