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"Will erarbeitet werden" | ||||||||||||||||||
| Man weiß spätestens seit RIVERSIDE, PROGHMA-C und INDUKTI, dass es in unserem polnischen Nachbarland eine überaus florierende Szene für talentierte Musiker gibt, die sich im Feld der progressiven Rock- und Metalmusik bewegen. So ist es dann auch keine wirkliche Überraschung, dass sich mit DISPERSE eine weitere extrem hoffnungsvolle Djent/Prog-Band aus Polen anschickt, mit ihrem zweiten Album „Living Mirrors“ für reichlich Furore zu sorgen. Natürlich erschließt sich einem die Faszination an der Musik von DISPERSE nicht gleich beim ersten Durchlauf, man muss sich in das Album schon eine Weile hineinarbeiten – was aber ja für die Art der Musik auch alles andere als ungewöhnlich ist. Das mit zarten Pianotupfern startende und sich in eine dramatische Power Rock-Nummer steigernde, instrumentale Albumintro „Dancing With Endless Love“ macht es einem noch ziemlich leicht, das folgende, zwischen Elektro, Alternative und brachialem Djent pendelnde „Enigma Of Abode“ ist da schon etwas sperriger. Nach dem starken „Profane The Ground“ gibt es mit dem Ambient-Zwischenspiel „Prana“, dem recht zugänglichen Albumhighlight „Message From Atlantis“ [das so klingt, als haben JOLLY und SIX GALLERY zusammen einen Song aufgenommen] und dem verzichtbaren, nächsten Intermezzo „WOW!“ eine kleine Pause zum Durchschnaufen, bevor es in „Universal Love“ wieder etwas krachiger zugeht. An diesem stetigen Wechselprinzip ändert sich bis zum Ende des Albums auch nicht mehr viel. Auf mehrminütige Riffattacken [meistens nach einem, manchmal aber auch nach zwei Songs] folgt grundsätzlich ein ruhigerer, atmosphärischer Track und auch innerhalb der einzelnen Stücke kann sich die Gangart durchaus auch mehrmals ändern, wie nicht zuletzt der mächtige, fast zehnminütige Rausschmeißer „AUM“ noch mal bestens unter Beweis stellt. Mit „Living Mirrors“ ist DISPERSE ein überraschend starkes Album gelungen, das gerade durch das enorm ausgewogene Wechselspiel zwischen zumeist ruhigen und atmosphärischen Intermezzi, den starken, melodischen Gesangslinien und den immer wieder aufkommenden, massiven Gitarrenwänden zu überzeugen weiß. Zum bloßen Nebenbeihören ist die Platte natürlich nicht geeignet, man muss ihr schon etwas Aufmerksamkeit widmen, wird dafür dann aber auch umso reicher belohnt. Fans von CYNIC, MESHUGGAH, TEXTURES und Devin Townsend sollten „Living Mirrors“ in jedem Fall mal antesten. | ||||||||||||||||||
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