.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Dissection
CD Review: Dissection - Reinkaos

Dissection
Reinkaos


Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Nachdem von BURZUM musikalisch wohl rein gar nichts mehr zu erwarten sein dürfte, zeigt si... [mehr]"
CD Review: Dissection - The Somberlain

Dissection
The Somberlain


Black/Death Metal
7 von 7 Punkten
"Dissections erster Longplayer zählt für mich zu den ganz großen Wendepunkten im Ber... [mehr]"
CD Review: Dissection - The Past Is Alive

Dissection
The Past Is Alive


Black/Death Metal
Keine Wertung
"Es war das Jahr 1991, als eine kleine, noch unbekannte Band ihr erstes Demo veröffentlicht... [mehr]"
CD Review: Dissection - Storm Of The Light's Bane

Dissection
Storm Of The Light's Bane


Black/Death Metal
7 von 7 Punkten
"Weiß eine Band während des Entstehungsprozesses eines ihrer Alben eigentlich, dass sie ger... [mehr]"
CD Review: Dissection - Where Dead Angels Lie [EP]

Dissection
Where Dead Angels Lie [EP]


Black/Death Metal
Keine Wertung
"Die „Where Dead Angels Lie“ EP wurde 1996, ein Jahr nach dem Klassikeralbum „Storm Of The ... [mehr]"
Mehr aus den Genres
CD Review: Revenance - Omen Of Tragedy

Revenance
Omen Of Tragedy


Death Metal, Hardcore
5 von 7 Punkten
"Erfrischend und brutal"
CD Review: Anaal Nathrakh - In The Constellation Of The Black Widow

Anaal Nathrakh
In The Constellation Of The Black Widow


Black/Death Metal, Death Metal, Grindcore
6.5 von 7 Punkten
"Bis zur Schmerzgrenze!"
CD Review: Noumena - Anatomy Of life

Noumena
Anatomy Of life


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Wie gute alte Bekannte"
CD Review: The Project Hate MCMXCIX - The Lustrate Process

The Project Hate MCMXCIX
The Lustrate Process


Death Metal, Gothic Metal, Industrial Metal
5 von 7 Punkten
"Vertonter Hass in allen Facetten"
CD Review: Amon Amarth - Versus The World [Re-Issue 2CD]

Amon Amarth
Versus The World [Re-Issue 2CD]


Melodic Death Metal
Keine Wertung
"Der Kreis schließt sich!"
CD Review: Harm Shelter - The Evil Within

Harm Shelter
The Evil Within


Hardcore
3 von 7 Punkten
"Newcomer aus Gießen"
CD Review: Madball - Hardcore Lives

Madball
Hardcore Lives


Hardcore
5 von 7 Punkten
"Der harte Kern stirbt nie..."
CD Review: Desaster - Live In Bamberg

Desaster
Live In Bamberg


Black/Thrash Metal
Keine Wertung
"Fränkischer Geburtstags-Mosh"
CD Review: Blues Pills - Blues Pills

Blues Pills
Blues Pills


Psychedelic, Retro Rock, Rock'n'Roll
6.5 von 7 Punkten
"Zehn wahnsinnig starke Songs"
CD Review: Vampillia - Some Nightmares Take You Aurora Rainbow Darkness

Vampillia
Some Nightmares Take You Aurora Rainbow Darkness


Avantgarde, Experimental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Wundertüte aus dem fernen Osten"
Cover von Dissection -- Dissected Tapes
Band: Dissection bei MySpace.com Metalnews nach 'Dissection' durchsuchenDissection
Album:Dissected Tapes
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal, Prog-Metal
Label:Ledo Takas Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:06.02.09
CD kaufen:'Dissection - Dissected Tapes' bei amazon.de kaufen
Share:

"Nebenschauplätze der Metalgeschichte..."

Die bei weitem meisten Metaller aus unseren Gefilden werden diese Rezension aufgrund einer Verwechslung öffnen. Sobald sie feststellen, dass es sich bei „Dissected Taped“mitnichten um die schwedischen, sondern die litauischen DISSECTION handelt, werden sie ihre Aufmerksamkeit vermutlich auch wieder anderem zuwenden. Das ist ungerecht. Ungerecht ist überhaupt das Stichwort für diese gesamte Rezension – warum, das wird gleich klar werden.

DISSECTION war eine technische Death Metal Band aus Vilnius, die von 1990 bis 1993 existiert und zwei Demos veröffentlicht hat und der nun mit „Dissected Tapes“ eine Art späte Werkschau zuteil wird. Nach einem seltsam abgedrehten Keyboardintro kommen neun ähnlich abgedrehte Stücke zum Vorschein, die mit frühen CYNIC [abzüglich der Elektronik], PESTILENCE und ATHEIST in punkto Riffing, Rhythmik und Struktur durchaus vergleichbar sind. Was die Liner Notes über deren Enstehungs- und Aufnahmebedingungen verraten, macht es schwer fassbar, dass sie überhaupt existieren und entschuldigt den zwischen den Polen „gerade noch okay“, „irgendwie cool und retro“ und „vollkommen unbrauchbar und grässlich“ hin- und her schwankenden Klang. Ebenjener macht es jedoch auch noch eine Spur kniffliger, die komplexen Strukturen und schrägen Arrangements von DISSECTION zu fassen zu kriegen – „Dissected Tapes“ ist eine zunächst ausgesprochen sperrige Angelegenheit. Um von jähen Tempowechseln und absichtlich völlig schrägen Melodien geprägte Lieder wie „Pyramid Of Hate“, „Life For Lie“ und „Suffocation Syndrom“ in seinen Kopf zu bekommen, braucht man schon etwas mehr Zeit. Dann aber machen die irren Gitarrenläufe und die so richtig schön nach alter Schule klingenden Grunzgesänge von Laruynas Sadauskas durchaus Spaß – so man denn über den miesen Sound hinwegsehen kann.

Wie bereits angesprochen ist es unmöglich, eine Veröffentlichung wie „Dissected Tapes“ heute gerecht zu bewerten. Welchen Stellenwert DISSECTION in der Metalszene Litauens hatten und haben, kann ich absolut nicht einschätzen. Die komplexen Songs, die Kreativität und zum Teil beachtliches technisches Können erahnen lassen, erschließen sich langsam und entbehren aus heutiger Sicht eigentlich jeden Sensationswert, zumal von den amerikanischen Vorbildern stilistisch kaum abgewichen wird. „Dissected Tapes“ ist wie der Blick in ein altes Fotoalbum mit Leuten, die man nicht genau zuordnen kann. Was DISSECTION unter vernünftigen sozialen und ökonomischen Umständen und mit ein paar Jahren mehr Durchhaltevermögen noch hätten reißen können, darüber lässt sich nur spekulieren. Obwohl diese Scheibe nach heutigen Maßstäben eigentlich vollkommen überflüssig ist, entwickelt sie nach ein paar Hördurchläufen ihren ganz eigenen Reiz als ein Stück litauischer Metal-Geschichte. Das sollte aufgeschlossenen Fans des frühen technischen Death Metal einen Versuch wert sein!


Trackliste:
01. Intro
02. Pyramid of Hate
03. In Front of the Wall
04. Oppression
05. Life for Lie
06. Born to Die
07. Into the Light
08. Abolition
09. Inferi
10. Suffocating Syndrom
Spielzeit: 00:35:03

Line-Up:
Raimondas Kieras - Gitarre
Laimis Zaranka - Gitarre
Larynas Sadauskas - Gesang
Liudas Remeika - Bass
Meinardas Brazaitis - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
28.08.2009 | 15:28
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin