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News zu Dissection
Dissection - Statement
19.08.06
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Dissection - Selbstmord?
18.08.06
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Dissection - DON'T do America
25.07.06
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Dissection - Neues Video
29.06.06
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"Nebenschauplätze der Metalgeschichte..." | ||||||||||||||||||
| Die bei weitem meisten Metaller aus unseren Gefilden werden diese Rezension aufgrund einer Verwechslung öffnen. Sobald sie feststellen, dass es sich bei „Dissected Taped“mitnichten um die schwedischen, sondern die litauischen DISSECTION handelt, werden sie ihre Aufmerksamkeit vermutlich auch wieder anderem zuwenden. Das ist ungerecht. Ungerecht ist überhaupt das Stichwort für diese gesamte Rezension – warum, das wird gleich klar werden. DISSECTION war eine technische Death Metal Band aus Vilnius, die von 1990 bis 1993 existiert und zwei Demos veröffentlicht hat und der nun mit „Dissected Tapes“ eine Art späte Werkschau zuteil wird. Nach einem seltsam abgedrehten Keyboardintro kommen neun ähnlich abgedrehte Stücke zum Vorschein, die mit frühen CYNIC [abzüglich der Elektronik], PESTILENCE und ATHEIST in punkto Riffing, Rhythmik und Struktur durchaus vergleichbar sind. Was die Liner Notes über deren Enstehungs- und Aufnahmebedingungen verraten, macht es schwer fassbar, dass sie überhaupt existieren und entschuldigt den zwischen den Polen „gerade noch okay“, „irgendwie cool und retro“ und „vollkommen unbrauchbar und grässlich“ hin- und her schwankenden Klang. Ebenjener macht es jedoch auch noch eine Spur kniffliger, die komplexen Strukturen und schrägen Arrangements von DISSECTION zu fassen zu kriegen – „Dissected Tapes“ ist eine zunächst ausgesprochen sperrige Angelegenheit. Um von jähen Tempowechseln und absichtlich völlig schrägen Melodien geprägte Lieder wie „Pyramid Of Hate“, „Life For Lie“ und „Suffocation Syndrom“ in seinen Kopf zu bekommen, braucht man schon etwas mehr Zeit. Dann aber machen die irren Gitarrenläufe und die so richtig schön nach alter Schule klingenden Grunzgesänge von Laruynas Sadauskas durchaus Spaß – so man denn über den miesen Sound hinwegsehen kann. Wie bereits angesprochen ist es unmöglich, eine Veröffentlichung wie „Dissected Tapes“ heute gerecht zu bewerten. Welchen Stellenwert DISSECTION in der Metalszene Litauens hatten und haben, kann ich absolut nicht einschätzen. Die komplexen Songs, die Kreativität und zum Teil beachtliches technisches Können erahnen lassen, erschließen sich langsam und entbehren aus heutiger Sicht eigentlich jeden Sensationswert, zumal von den amerikanischen Vorbildern stilistisch kaum abgewichen wird. „Dissected Tapes“ ist wie der Blick in ein altes Fotoalbum mit Leuten, die man nicht genau zuordnen kann. Was DISSECTION unter vernünftigen sozialen und ökonomischen Umständen und mit ein paar Jahren mehr Durchhaltevermögen noch hätten reißen können, darüber lässt sich nur spekulieren. Obwohl diese Scheibe nach heutigen Maßstäben eigentlich vollkommen überflüssig ist, entwickelt sie nach ein paar Hördurchläufen ihren ganz eigenen Reiz als ein Stück litauischer Metal-Geschichte. Das sollte aufgeschlossenen Fans des frühen technischen Death Metal einen Versuch wert sein! | ||||||||||||||||||
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Kommentare










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