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Album:Guardian Angel
Genre:Power Metal, Prog-Metal
Label:Silverwolf Productions
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:26.03.10
CD kaufen:'Divided Multitude - Guardian Angel' bei amazon.de kaufen
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"Neue Erkenntnisse über “Prog mit Eiern”"

Da muss ich doch mal lachen! In Anlehnung an das neue DIVIDED MULTITUDE-Album „Guardian Angel“ steht auf dem Beipackzettel die arg reißerische Frage „Prog mit Eiern gibt’s nicht?“ geschrieben, die Antwort „Denkt noch mal drüber nach!“ gibt es gleich noch inklusive. Aber mal ernsthaft: Ist das so neu? Hat das irgendjemand angezweifelt? Es ist ja nicht so, als hätte noch nie jemand etwas von SYMPHONY X, FATES WARNING, SHADOW GALLERY, REDEMPTION oder NEVERMORE gehört, von den extremeren Vertretern wie MESHUGGAH, DILLINGER ESCAPE PLAN oder GOJIRA mal ganz zu schweigen. Ich weiß ja nicht, wo der Autor jenes Schreibens in den letzten 25 Jahren gesteckt hat, jedenfalls liegt die Vermutung, er habe ein Eremitendasein in irgend einer dunklen Höhle geführt, sehr nahe.

Aber genug gelacht, nun wieder vollste Konzentration auf das Wesentliche! DIVIDED MULTITUDE sind eine norwegische Progressive Power Metal-Band, die mit „Guardian Angel“ bereits ihr drittes Studiowerk veröffentlicht, wenngleich sie sich dafür satte acht Jahre Zeit gelassen haben. Die Zeit haben sie aber definitiv gut genutzt, denn die neuen Songs sind allesamt feinstes Futter für jeden Prog Metaller. Dabei gehen die Herren mit reichlich Schmackes zu Werke und positionieren sich stilistisch unweit der großartigen SYMPHONY X. Gefrickelt wird auf „Guardian Angel“ natürlich auch immer noch ordentlich, trotzdem steht der Song ganz klar im Vordergrund, selbstdarstellerisches Instrumentalgewichse haben die Norweger nicht nötig.

Ohne jetzt den ganz großen Überraschungscoup gelandet zu haben sticht die neue DIVIDED MULTITUDE-Scheibe ein Stück weit positiv aus der Masse der aktuellen Szeneveröffentlichungen raus. Ihnen ist mit „Guardian Angel“ ein Album gelungen, das man sich zwar etwas erarbeiten muss, man es aber trotzdem gut am Stück hören kann. Übersongs gibt es zwar keine, dafür aber auch keine Totalausfälle. Und dass sie Prog mit Eiern spielen, steht außer Frage, erfunden haben sie diesen trotzdem nicht.

Trackliste:
01. Resurrection
02. Nowhere To Hide
03. Senses
04. Something For Someone
05. Regrets
06. Interludium
07. My Dying Hour
08. Promised Land
09. Pieces On The Floor
10. Deeds Of Deception
11. Guardian Angel
Spielzeit: 01:01:09

Line-Up:
Sindre Antonsen - Vocals
Christer Haroy - Guitars
Rayner Haroy - Bass
Eskild Kloften - Keyboards
Anders Vinje - Drums

Timo Beisel [kaamos]
11.04.2010 | 01:38
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