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Cover von Draconian -- Turning Season Within
Band: Draconian Homepage Draconian bei Facebook Metalnews nach 'Draconian' durchsuchenDraconian
Album:Turning Season Within
Genre:Dark Metal, Doom Metal, Gothic Metal
Label:Napalm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:29.02.08
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"Vertonte Melancholie aus Schweden"

Mit „Turning Season Within“ steht nach längerer kreativer Pause – wenn wir das ‚Bonus’-Album „The Burning Halo“ einmal außer Acht lassen – wieder ein ‚richtiges’ Studio-Machwerk der Schweden DRACONIAN ins Haus. Auf diesem wird die Marschrichtung von „Arcane Rain Fell“ [2005] konsequent fortgesetzt und somit erneut eine ausgefeilte Mischung aus Doom/Death mit leicht erhöhten Gothic-Metal-Einflüssen geboten.

Nach wie vor steht die gesangliche Beauty-And-The-Beast-Taktik von Anders und Lisa im Mittelpunkt der Musik auf „Turning Season Within“, jedoch muss man den beiden zugestehen, dass dieses Konzept zwar alles andere als neu sein mag, sie diese Aufteilung allerdings überzeugend meistern, sodass nichts erzwungen oder kitschig klingt. Passend dazu dreht sich das Album textlich um gescheiterte zwischenmenschliche Beziehungen, sodass dies natürlich gut von den beiden Sängern vermittelt werden kann. Auch musikalisch hat sich etwas getan, da mir der Doom-Anteil ein klein wenig reduziert erscheint, während natürlich immer noch Fans von SWALLOW THE SUN, NOVEMBERS DOOM, KATATONIA, älteren ANATHEMA und MY DYING BRIDE bei DRACONIAN völlig richtig liegen. Songs wie „Not Breathing“, „The Failure Epiphany“, „Morphine Cloud“ oder das ergreifende „Earthbound“ kann man einfach nur als gelungen bezeichnen, da sie keifendes Gegrunze, elfengleichen Gesang, fette Double-Bass-Attacken, griffige Melodien, unaufdringliche Keyboard-Anteile und wuchtige Riffs mit Wiedererkennungswert in schlüssiger Verpackung präsentieren. In Sachen Songwriting haben sich die Nordländer in der Zwischenzeit weiterentwickelt, da hörbar viel Zeit und Mühe in die Lieder investiert wurden, selbst wenn mir alles in allem immer noch ein wenig die Experimentierfreudigkeit abseits der – gut funktionierenden – stilistischen Formel fehlt. Mit „September Ashes“ ist zudem ein sehr kurzes Piano-Outro gewählt worden – schade eigentlich, denn hier wäre mehr drin gewesen [oder war es völlige Absicht?], da die Fans sicherlich erneut mit einem abschließenden, überlangen Doom-Epos der Marke „Death, Come Near Me“ gerechnet haben.

„Turning Season Within“ ist eine starke Veröffentlichung geworden, die etliche gute Songs beinhaltet, die für meinen Geschmack gerne noch eine Ecke doomiger daherkommen könnten. Schnulzige Pop Songs spielen DRACONIAN natürlich immer noch nicht, sondern sie sind ihrem Stil weitgehend treu geblieben, haben ihre handwerklichen Fähigkeiten spürbar verfeinern können und verbreiten auch auf ihrem vierten Silberling durchgängig melancholische und nachdenkliche Stimmung mittels durchdachter Melodien. Schönes Album!

Trackliste:
01. Seasons Apart
02. When I Wake
03. Earthbound
04. Not Breathing
05. The Failure Epiphany
06. Morphine Cloud
07. Bloodflower
08. The Empty Stare
09. September Ashes
Spielzeit: 00:52:30

Line-Up:
Anders Jacobsson – Vocals
Lisa Johansson – Vocals
Johan Ericson – Guitar
Daniel Arvidsson – Guitar
Fredrik Johansson – Bass
Jerry Torstensson – Drums
Andreas Karlsson – Keyboards, Programming
Alexander Eitner [soulsatzero]
24.02.2008 | 14:07
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