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Cover von Dragged Into Sunlight -- Widowmaker
Band: Dragged Into Sunlight Homepage Dragged Into Sunlight bei Facebook Metalnews nach 'Dragged Into Sunlight' durchsuchenDragged Into Sunlight
Album:Widowmaker
Genre:Doom Metal, Sludge
Label:Prosthetic Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:09.11.12
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"Zu wenig"

Nach der bitterbösen, crustsludgeblackdeathigen Debüt-Abrissbirne „Hatred For Mankind” [2009; 2010 dann der Re-Release über Prosthetic Records] liefern die maskierten Briten aus Liverpool mit „Widowmaker” ihr nächstes Lebenszeichen ab. DRAGGED INTO SUNLIGHT schicken dieses Mal lediglich einen knapp 40-minütigen, in drei Parts unterteilten Song ins Rennen, um ihr umjubeltes Debüt zu toppen. Und, Hand aufs Herz, das haben sie leider nicht geschafft.

Die ersten knapp fünfzehn Minuten von „Widowmaker”, also ganz „Part I”, vergeuden DRAGGED INTO SUNLIGHT ganz famos mit dezenten, nur angezerrten Gitarrenakkorden und im letzten Drittel dazuaddierten Violinen-Geplänkel, das in dieser Kombi immer wieder an Momente von NEUROSIS erinnert. Das baut Atmosphäre, klar, und stimmt auf das kommende Inferno ein, aber warum ziehen die Briten diesen Part, der nicht mehr als ein Intro ist, auf mehr als ein Drittel der Gesamtspielzeit der Scheibe? Völlig unnötig, drei bis vier Minuten hätten völlig ausgereicht, um alles zu sagen, was „Part I” zu sagen hat. Dafür ist das Stück längst nicht hypnotisch und tief genug. Natürlich kann diese Monotonie prinzipiell wunderbar über diese Spielzeit funktionieren, aber ist hier schlichtweg nicht der Fall. Bleiben noch knapp 25 Minuten für „Part II” und „Part III” - und auch hier zeigen sich DRAGGED INTO SUNLIGHT nicht in Höchstform.
Produktionstechnisch ist „Widowmaker” längst nicht so räudig und kaputt, wie „Hatred For Mankind”. Das kann man sowohl positiv als auch negativ werten, aber auf dieser Scheibe nimmt der druckvolle, klare Sound der Band einfach zu viel Atmosphäre – und das ist nunmal eine der großen Stärken der Briten. Zudem sind die Songs gemäßigter, bewegen sich stets im drückenden Mid-Tempo, irgendwo im Spannungsfeld zwischen Sludge, Doom und späten NEUROSIS. Die Black- und Death Metal-Elemente sowie den Crust des Vorgängers haben DRAGGED INTO SUNLIGHT komplett über Bord geschmissen, lediglich das asoziale Vokal-Gerotze von T ist geblieben. Und so liegen die Stärken von „Widowmaker” tatsächlich und ausgerechnet in den seltenen schönen Momenten, in denen die Band Harmonien und Melodie-Ansätze zulässt und auch wieder die Violine aus „Part I” zu Wort kommen lässt. So haben sowohl „Part II” als auch „Part III” ihre genialen Momente (meist gegen Ende des jeweiligen Stückes), aber als Ganzes bleiben die Songs nur gut, nicht mehr, nicht weniger.

„Widowmaker” hätte als rund 25-minütige EP mit „Part II” und „Part III” deutlich mehr Sinn gemacht, zumal sich DRAGGED INTO SUNLIGHT auch stilistisch vom Debütalbum entfernt haben. Bleibt zu hoffen, dass die Band qualitativ mit ihrem dritten Album wieder die Kurve bekommt – unabhängig von der stilistischen Ausrichtung.

Trackliste:
01. Part I
02. Part II
03. Part III
Spielzeit: 00:39:48

Line-Up:
T - Vocals
A - Guitar
C - Bass
J - Drums
Michael Siegl [nnnon]
10.11.2012 | 16:39
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