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"Erfolgreich zurück"
Cover von Dragonforce -- Reaching Into Infinity
Band: Dragonforce Homepage Dragonforce bei Facebook Metalnews nach 'Dragonforce' durchsuchenDragonforce
Album:Reaching Into Infinity
Genre:Power Metal
Label:earMusic
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:19.05.17
CD kaufen:'Dragonforce - Reaching Into Infinity' bei amazon.de kaufen
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"Buzz Lightyear ist stolz auf Euch!"

Seit ihnen mit ihrem dritten Album „Inhuman Rampage“ vor elf Jahren der Durchbruch gelang, haben sich die britischen Multikulti-Metaller DRAGONFORCE mit ihrem überkandidelten Hochglanz-Sound als feste Größe in der internationalen Metal-Szene etabliert. Da es der Truppe bereits mit ihren bisherigen Alben gelang, Metal-Fans unterschiedlichster Couleur anzusprechen, sollte das der Band mit ihrer neuen Platte erst recht ein Leichtes sein, denn auf dem gewohnt knallig betitelten „Reaching Into Infinity“ machen DRAGONFORCE nicht nur in Sachen Vielschichtigkeit einen gewaltigen Satz nach vorne.

“Bis zur Unendlichkeit! Und noch viel weiter!“ - diese Worte rief Space Ranger Buzz Lightyear im Kinderzimmer von Disney-Charakter Andy, ehe er sich todesmutig in welchen Abgrund auch immer stürzte, um seine Kunststoff-Kameraden aus den Fängen des sicheren Verderbens zu befreien. Meistens endete das in einem beeindruckenden Zirkusakt, dessen glimpflicher Ausgang mehr Glück als können zur Ursache hatte. Aber genau diese breitbeinige Selbstsicherheit ist es, die den „Toy Story“-Charakter für Weggefährten und Publikum gleichermaßen liebenswert macht, weiß man doch, dass er es nur gut meint und einfach nicht aus seiner Haut kann. Gleiches gilt auch für DRAGONFORCE, denn während jeder - einschließlich der Band - weiß, dass sie dem Affen viel zu viel Zucker geben, wenn sie live Ventilatoren und Trampolins auffahren und auf Platte sämtliche Schmalz- und Geschwindigkeitsregister ziehen, die menschenmöglich scheinen und doch bewahren zielsicheres Songwriting und technische Finesse die Band vor der Blamage. Bis zur Unendlichkeit schaffen es die Briten auf „Reaching Into Infinity“ noch nicht, aber auf jeden Fall weit über ihre bisherigen Grenzen hinaus: Schon die Existenz eines Intros ist für DRAGONFORCE neu und auch das folgende „Ashes Of The Dawn“ beginnt ganz und gar nicht mit dem Flipperautomaten-Sound, den man von dieser Band gewohnt ist. Stattdessen eröffnet die Nummer mit einem für DRAGONFORCE-Verhältnisse nachgerade gediegenem Riff und auch ansonsten klingt der Song dank durchdachter Melodiebögen und Arrangements ein bisschen wie die Kombination aus DRAGONFORCE und eher progressiv orientierten Formationen wie MASTERPLAN – ein Eindruck, den auch das abschließende „Our Final Stand“ zu erwecken vermag. Klar, in den Leadgitarren herrscht nach wie vor der ganz normale Wahnsinn und auch Songs wie „Judgement Day“, „Astral Empire“, „Midnight Madness“ oder „Land Of Shattered Dreams“ lassen erkennen, dass die Band, die einst „Inhuman Rampage“ schrieb, auch auf „Reaching Into Infinity“ noch präsent ist. Allerdings sind auch diese Songs nicht als DRAGONFORCE-Standardwerke zu betrachten, denn zusätzlich zum altbekannten Hochgeschwindigkeits-Kitsch haben die Briten ihrem Sound hier neue Ebenen hinzugefügt. Es scheint, als stünde nicht mehr der bloße Effekt schnellen Spiels, sondern der Song als Ganzes im Mittelpunkt, weshalb die Herren hier nicht selten den Mut zur Bremse beweisen und so oftmals weitaus fokussierter als auf sämtlichen Vorgängeralben wirken. Deutlicher wird das in Songs wie „Curse Of Darkness“, in dem die Mannschaft wie zuckrige TRIVIUM klingt und vor allem „War!“ - hier gibt es gar schmalzigen Thrash Metal, in dem die Herren nicht nur auf kantiges Riffing bauen sondern allen voran Sänger Marc Hudson auf gar ungewohnt ruppigen Gesang setzt, was überraschend gut funktioniert und die Nummer zum bisher sicherlich ungewöhnlichsten DRAGONFORCE-Song macht. Kronjuwel der Sammlung ist jedoch das elfminütige „The Edge Of The World“, in dem die Engländer das gesamte Spektrum ihres Könnens ausloten, ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu werden und beweisen, was für hervorragende Musiker sie eigentlich sind. Wer mit dem Sound von DRAGONFORCE bisher nichts anfangen konnte, den wird natürlich auch „Reaching Into Infinity“ nicht überzeugen können, Fans werden jedoch schnell erkennen, dass die Truppe hier ihr bisher reifstes Album abgeliefert hat.

Mit „Reaching Into Infinity“ setzen DRAGONFORCE die Entwicklung, die sich schon auf „Maximum Overload“ abgezeichnet hat, konsequent fort und legen mit ihrer neuen Platte ihr Magnum Opus vor. Dabei agieren die Herren derart vielschichtig, fokussiert und songorientiert, dass das altbekannte Hochgeschwindigkeits-Gefrickel fast zur banalen Nebensache wird, weil jeder Song in seiner Gesamtheit zählt. So oder so gelingt es DRAGONFORCE auf „Reaching Into Infinity“, sich in beeindruckender Art und Weise weiterzuentwickeln, ohne die stilbildenden Elemente ihres Sounds zu vernachlässigen. Stark!

Trackliste:
01. Reaching Into Infinity
02. Ashes Of The Dawn
03. Judgement Day
04. Astral Empire
05. Curse Of Darkness
06. Silence
07. Midnight Madness
08. War!
09. Land Of Shattered Dreams
10. The Edge Of The World
11. Our Final Stand
Spielzeit: 01:00:46

Line-Up:
Marc Hudson - Vocals
Herman Li - Guitar
Sam Totman - Guitar
Frédéric Leclercq - Bass
Vadim Pruzhanov - Keyboard
Gee Anzalone - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
28.05.2017 | 12:30
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