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Cover von Dragonforce -- The Power Within
Band: Dragonforce Homepage Dragonforce bei Facebook Metalnews nach 'Dragonforce' durchsuchenDragonforce
Album:The Power Within
Genre:Power Metal
Label:Electric Generation Recordings
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:20.04.12
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"Könige des Kitsch"

Vier Jahre ist es inzwischen her, dass die britischen Power Metaller DRAGONFORCE mit „Ultra Beatdown“ ihr letztes Studioalbum veröffentlichten. Seither hat sich bei den Mannen so einiges getan, denn mit ZP Theart verließ deren Frontmann die Band und wurde durch Neuzugang Marc Hudson ersetzt – selbiger konnte sein Talent bereits ausgiebig auf Tour unter Beweis stellen und feiert mit „The Power Within“ nun auch seinen Albeneinstand.

Größte Neuerung auf „The Power Within“ ist somit: ZP Theart raus, Mark Hudson rein und sämtliche Fans der Engländer dürften erleichtert aufatmen, denn offenbar ist es DRAGONFORCE mehr oder minder mühelos gelungen, eine ausdrucklose Power Metal-Stimme durch die andere zu ersetzen – das soll das Talent des Herrn Hundson auch gar nicht schmälern, denn vermutlich würde ein Sänger mit mehr Wiedererkennungswert das Gerüst, auf dem der Sound der Mannen steht, bedrohlich ins wanken bringen. Während der Neuzugang am Mikrophon also einen durchaus anständigen wenn nicht gar astreinen Job macht, drückt er der Band aber keineswegs einen neuen Stempel auf. Stilbildende Elemente bezieht die Truppe aber auch schon seit ihren Anfangstagen hauptsächlich aus mit Kitsch beladenen Songaufbauten und nicht weniger schwülstigen Melodien und hier ist alles weitgehend beim alten geblieben: „The Power Within“ bietet 50 Minuten lang eingängigsten Power Metal mit überhöhtem Mitsing-Potenzial in bester DRAGONFORCE-Tradition, was ebenso Garant für irrwitzige Leadgitarren-Eskapaden wie für schmalzigste Gesangslinien ist. Besagte Melodien sitzen dabei bereits nach dem ersten Durchlauf, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass man etliche davon bereits auf anderen Alben gehört haben will – letzteres sollte dabei kaum verwundern, denn wie die Band selbst gern verlauten lässt, bedient man sich im Hause DRAGONFORCE nur allzu gern im melodischen Fundus der Popmusik und dass alle Popsongs gleich klingen weiß doch eh jeder Metalfan. Trotzdem soll die Musik der Herren hier keineswegs als Einheitsbrei abgetan werden, denn wie so oft steckt der Teufel im Detail und so sind auch auf „The Power Within“ musikalische Neuerungen zu finden, wenngleich diese sich innerhalb recht eng gefasster Grenzen bewegen. Da wäre zum Beispiel das ungewohnt „britisch“ anmutende „Cry Thunder“, das sich für DRAGONFORCE-Verhältnisse geradezu in Zeitlupe abspielt, oder auch das ungewohnt rockige Solo von „Give Me The Night“ und überhaupt lässt sich feststellen, dass Herman Li und Co. auf ihrem neuen Album generell einmal mehr auf die Bremse treten, als es noch auf „Ultra Beatdown“ der Fall war, was dem Material durchaus gut tut. Dennoch sollte sich keiner wundern, wenn er nach dem Hören von „Fallen World“ einen Ohrwurm von „Through The Fire And Flames“ hat. Abschließend sei noch Platz für eine generelle Betrachtung: Auch auf „The Power Within“ beweisen DRAGONFORCE einmal mehr, dass sie eine der technisch versiertesten Bands in der Metalwelt sind, wobei der Umstand, dass selbige Finesse aufgrund andauernden zur Schau Stellens nur noch am Rande wahrgenommen wird, fast schon aberwitzig ist. So sind die Briten vielleicht auf ihre ganz eigene Art und Weise progressiv, weil sie alle geltenden Konventionen durch Überstrapazierung einmal mehr ad absurdum führen.

DRAGONFORCE haben sich mit ihrem Power-Pop-Kitsch eine Nische geschaffen, in der sie die unangefochtenen Könige sind und in der ihnen auch niemand so schnell etwas vor macht. Somit ist die Band ein kleines Phänomen, denn wo derart dick aufgetragener Kitsch sonst unerträglich wirkt, ist er hier Grundvoraussetzung. Mit „The Power Within“ beweist die Truppe nicht nur, dass sie alle Turbulenzen gut überstanden hat, sondern auch, dass man selbst in ihrem Genre konstant Alben veröffentlichen kann, ohne sich [zu sehr] zu wiederholen.

Trackliste:
01. Holding On
02. Fallen World
03. Cry Thunder
04. Give Me A Night
05. Wings Of Liberty
06. Seasons
07. Heart Of The Storm
08. Die By The Sword
09. Last Mand Stands
10. Seasons [Acoustic Version]
Spielzeit: 00:50:18

Line-Up:
Marc Hudson - Vocals
Herman Li - Guitar
Sam Totman - Guitar
Frédéric Leclercq - Bass
Vadim Pruzhanov - Keyboard
Dave Mackintosh - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
08.05.2012 | 22:17
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