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Cover von Dream Death -- Dissemination
Band: Dream Death bei Facebook Metalnews nach 'Dream Death' durchsuchenDream Death
Album:Dissemination
Genre:Death Metal, Doom Metal
Label:Rise Above Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:04.03.16
CD kaufen:'Dream Death - Dissemination' bei amazon.de kaufen
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"Legenden behaftet, aber durchschnittlich"

Vor sage und schreibe 29 Jahren haben die aus Pittsburgh stammenden Death Doomer von DREAM DEATH ihr hochgelobtes Debütalbum „Journey Into Mystery“ veröffentlicht. Trotz überschwänglicher Kritiken strich man bereits zwei Jahre später die Segel um fortan als PENANCE traditionell doomend durch die Gegend zu schlurfen. Der DREAM DEATH-Hiatus hingegen dauerte geschlagene 22 Jahre ehe man sich 2011 in nahezu Originalbesetzung wieder zusammenfand um 2013 mit „Somnium Excessum“ ein durchaus respektables Comeback zu feiern. Und mit dem aktuellen Output „Dissemination“ kehren DREAM DEATH zu jener Wirkungsstätte zurück, die auch bereits das PENANCE-Debüt „The Road Less Travelled“ veröffentlichte: RISE ABOVE RECORDS unter der Ägide von ex-CATHEDRAL Mastermind Lee Dorian.

Seltsam mutet jedoch die derzeitige Selbstdefinition der Combo an, als DREAM DEATH-Sludge möchte man wahrgenommen werden, eine Ode an den Zeitgeist, der sich in den zehn Tracks von Dissemination“ jedoch zu keiner Sekunde wiederspiegelt. Die alten Herren sind noch immer fest im deathig-angehauchten Doom unterwegs, lassen ab und an die Zügel ein wenig lockerer sitzen und verfügen mit dem singenden Gitarristen Brian Lawrence über einen Frontmann, der einem Tom Araya in normaler Stimmlage frappant ähnelt. Das erklärt dann wohl auch die Thrash-Einflüsse, welche sich die Band neben dem Sludge-Zeugs auf das Banner heften möchte. Natürlich ist ein Vergleich mit einem fast drei Dekaden zurückliegenden Machwerk unfair, aber DREAM DEATH schaffen es auf „Dissemination“ zu keiner Sekunde diese ungezwungene Lockerheit aufleben zu lassen. Vom Titelsong bis „In Perpetuum“ klingt die ganze Sache extrem verworren, zeitweise gar sperrig und den sonst im Doom vorherrschenden locker-flockigen Flow findet man hier nicht einmal mit der Lupe. Brechen Lawrence/Weston & Co. mal aus ihrem selbstauferlegten Doom-Korsett aus und brettern angenehm aus den Boxen („Dominion“) keimt gar Hoffnung auf, die kann aber lediglich das minimal in den Stoner hineinlugende „Nothing Ever Will“ ein wenig hegen, der Rest ist Durchschnitts-Death-Doom at it’s best.

In dieser Verfassung braucht DREAM DEATH heutzutage wohl kein Mensch: Falsche Marketingstrategie (Stichwort Sludge!), über weite Strecken biederstes Songwriting-Niveau und auch von der produktionstechnischen Seite hätten gerade die Drums eindeutig mehr Wumm benötigt. Schade irgendwie, die „Journey Into Mystery“ ist als Original New Renaissance Records-Release nach wie vor ein gern gesehener Gast im heimischen Vinyl-Abspielgerät. Diese Ehre wird „Dissemination“ ob der doch fehlenden Qualität wohl nicht mehr zu teil werden.

Trackliste:
1. Dissemination
2. Expendable Blood Flow
3. Crawling
4. The Cold Hard Light
5. All in Vain
6. Dominion
7. The Other Side
8. Nothing Ever Will
9. Neutral Ground
10. In Perpetuum


Line-Up:
Mike Smail - Drums
Brian Lawrence - Guitars, Vocals
Terry Weston - Guitars
Richard Freund - Bass
Reinhold Reither [Reini]
02.03.2016 | 13:13
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