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Cover von Dream Evil -- Six
Band: Dream Evil Homepage Dream Evil bei Facebook Metalnews nach 'Dream Evil' durchsuchenDream Evil
Album:Six
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:26.05.17
CD kaufen:'Dream Evil - Six' bei amazon.de kaufen
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"Rückkehr mit Wermutstropfen"

Ihr letztes Album „In The Night“ veröffentlichten die schwedischen Metaller DREAM EVIL im Jahr 2010 und verabschiedeten sich sodann derart abrupt in die absolute Funkstille, dass manch einer fürchten mochte, die Band habe sich aufgelöst. Doch nichts dergleichen: DREAM EVIL erfreuen sich bester Gesundheit, sind nach wie vor bei Century Media unter Vertrag und veröffentlichen mit „Six“ nun sieben Jahre nach ihrer letzten Platte ein neues Album. Damit hat die Truppe ihre Fans eine lange Zeit auf die Folter gespannt, in der viel passieren kann...

Wo DREAM EVIL drauf steht, ist auch DREAM EVIL drin – da ist es nur passend, das „Six“ auch noch von einem Song mit eben jenem Titel eingeleitet wird, denn ab den ersten Tönen dieser Nummer weiß die Hörerschaft ohne Zweifel, mit welcher Band sie es hier zu tun hat. Hier fahren die Schweden das tonnenschwere Riffing auf, für das man sie spätestens seit „The Book Of Heavy Metal“ kennt und liebt und sorgen so gleich zu Anfang ihres neuen Albums für klare Verhältnisse. Insbesondere der wuchtige Refrain macht den Song für kommende Live-Sets unverzichtbar und animiert bereits im heimischen Wohnzimmer zum lautstarken mitgrölen. DREAM EVIL zeigen mit dem Eröffnungstrack, dass sie trotz siebenjähriger Abwesenheit noch wissen, wie's geht und doch soll der weitere Verlauf von „Six“ zeigen, dass bei den Burschen aus Göteborg sicher nicht alles beim Alten geblieben ist. Klar, auch dieses Album wird von ähnlichen Merkmalen gekennzeichnet wie seine fünf Vorgänger und so klingen Riffs, Gesangslinien und Leadgitarren nicht selten vertraut und auch die ab und an etwas tumben Texte bewegen sich nach wie vor auf charmant flachem Mittelschulniveau, von bloßem Eigenplagiat kann hier aber dennoch kaum die Rede sein. Wie Nummern wie „44 Riders“, „Sin City“ oder die atmosphärische Power Ballade „Creature Of The Night“ zeigen, geht der Trend auf „Six“ hin zu vielschichtigeren Arrangements und es scheint auch, als seien DREAM EVIL beim Songwriting hörbar bemüht gewesen, ihren Sound zu modernisieren. So halten sich die in der Vergangenheit oft recht offensichtlichen Zitate ihrer Vorbilder aus den 80ern auf dieser Platte in ungewohnten Grenzen, stattdessen gibt es oft eher modern angehauchte Heavy Metal-Bretter. Allen voran probiert Sänger Niklas Isfeld hier neue Seiten an seinem Gesang aus, was sich etwa in der nur vom Bass getragenen Strophe von „Sin City“ oder auch dem wuchtigen „Hellride“ bemerkbar macht. Das ist durchaus spannend, allerdings kann das bisweilen auch gewöhnungsbedürftig ausfallen. Während man DREAM EVIL also kaum kreativen Stillstand vorwerfen kann, fällt dieses Album doch etwas schwächer aus als seine gefeierten Vorgänger. Das mag einerseits daran liegen, dass die dezenten Korrekturen am stilistischen Kurs ein paar Durchläufe mehr benötigen, ehe sie zünden, andererseits scheinen „Six“ aber auch die ganz großen Hits zu fehlen, um die Platte auf einer Ebene mit Werken wie „The Book Of Heavy Metal“ oder „In The Night“ zu verorten. Dabei ist ja eigentlich alles vorhanden: Die Riffs sind stark, die Leads mehr als beeindruckend und das Songwriting absolut solide, einzig Sänger Isfeld klingt ab und an, als hätte er eigentlich besseres zu tun. Daran liegt es dann auch maßgeblich, das Songs wie „Six Hundred And 66“, das eigentlich schmissige „The Murdered Mind“ und auch das abschließende „We Are Forever“ etwas zu zahm aus den Boxen plätschern. Bester Song auf „Six“ ist somit „Too Loud“, in dem DREAM EVIL mindestens so viel Zähne zeigen wie in ihren prägenden Nummern und mehr Gas geben als in irgendeinem anderen Song auf dieser Platte. Verpackt wurde „Six“ natürlich in die gewohnt machtvolle Produktion aus dem „Studio Fredman“ von Gitarrist Fredrik Nordström und die sorgt natürlich für ordentlichen Druck, wenngleich die Gitarren gerne etwas bissiger ausfallen könnten – die Riffs auf dieser Platte hätten es verdient.

Sieben Jahre sind wahrlich eine lange Zeit und ganz offensichtlich haben sich auch Musiker von DREAM EVIL seither gehörig weiterentwickelt. „Six“ ist weniger der logische Nachfolger des 2010 erschienenen „In The Night“ als mehr ein Neustart der schwedischen Heavy Metal-Kombo. Auf ihrem neuesten Album zeigen DREAM EVIL, dass sie durchaus noch wissen, wie ihr Sound funktioniert, wollen aber eigentlich in eine weitaus differenzierte Richtung und das beißt sich bisweilen. „Six“ ist somit ein in jeder Hinsicht solides, modernes Metal-Album, das an mancher Stelle leichte Schwierigkeiten offenbart, wieder aufs Pferd zu kommen.

Trackliste:
01. Dream Evil
02. Antidote
03. Sin City
04. Creature Of The Night
05. Hellride
06. Six Hundred And 66
07. How To Start A War
08. The Murdered Mind
09. Too Loud
10. 44 Riders
11. Broken Wings
12. We Are Forever
Spielzeit: 00:51:25

Line-Up:
Niklas Isfeldt – Vocals
Fredrik Nordström – Guitars
Mark U Black – Guitar
Peter Stålfors – Bass
Patrik Jerksten – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
19.05.2017 | 23:20
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