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Dreaming Dead
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"Der Tod steht ihr immer besser!" | ||||||||||||||||||
| Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit haben DREAMING DEAD aus Los Angeles ihr mittlerweile zweites Full-Length-Album, „Midnightmares“, über die Ziellinie gebracht. Nachdem ihr bereits reichlich großartiges Debüt, „Within One“, 2009 noch via Ibex Moon erschienen war, veröffentlichen DREAMING DEAD den Nachfolger nunmehr in Eigenregie. Warum diese Band allerdings immer noch keinen hochdotierten Plattenvertrag bei einem anständigen Majorlabel an Land ziehen konnte, bleibt indes rätselhaft... Denn das, was bereits „Within One“ groß gemacht hatte, nämlich das furiose, technische Gitarrenspiel von Frontfrau Elisabeth Schall, ihr charismatisch-prägnanter Gesang zwischen Angela Gossow, Sabina Classen, Mille und Chuck Schuldiner [R.I.P.], das beinahe spielerisch imponierende Pendeln zwischen [melodischem] Death Metal, DISSECTION-infiziertem Black Metal und technischem, progressiv angehauchtem Thrash Metal und ein sagenhaft gutes Händchen für Melodien, Harmonien, Arrangements und Refrains – alles noch da. Nur noch ein Quäntchen besser, komprimierter und stringenter. Das atmosphärische „Wake“-Intro sorgt für die richtige Stimmung, der Titeltrack, „Midnightmares“, aber auch das folgende „Overlord“ huldigt mit seinen herrlich frostigen Harmonien zweifellos DISSECTION, verquickt immer mit ein paar vertrackten DEATH-Leads, Blastbeats und genau der richtigen Mischung aus Melodie, Progessivität und Härte, damit keine Langeweile aufkeimen kann. Der unbestrittene Album-Hit aber folgt mit „Corpse Mtn“ direkt auf dem Fuß, denn hier stimmt einfach alles: epische Melodien, ein pumpender Bass und beinahe soviel DEATH-Strukturen, wie auf deren gebenedeitem „Sound Of Perseverance“-Album. Straighte, aber dennoch technische Death Metal-Klopfer wie „Into The Abyss“ oder „Exile“ finden sich ebenfalls, das ist aber noch lange nicht alles, denn mit „In Memoriam“ gibt es auch noch ein ebenso hin- wie mitreißendes Instrumental, das mit seinen verschachtelten Parts und Melodien erneut an DEATH, aber auch CYNIC oder ATHEIST gemahnt, ganz ähnlich wie auch das hymnisch-erhabene „Lapse“ [hier kommen nicht weniger als die besten Momente von ARCH ENEMY, KREATOR und DEATH in den Mixer]. Das abschließende, ebenfalls instrumentale „Departure“ leitet "Midnightmares" mit einem Sample, melancholisch, beinahe etwas esoterisch, dann aber doch noch hinreichend todesmetallisch aus... Nota bene: DREAMING DEAD behalten dabei stets den Song, Gefühl und den Flow im Auge und versuchen nicht, nur um des Solos willen zu solieren, sind technisch, ohne dabei zu verkopft oder gar frickelig vorzugehen. Der Sound könnte hier und da etwas voller sein, aber schließlich hat die kalifornische Truppe ja auch kein solventes Label im Rücken gehabt, um ihr Zweitwerk prominent produzieren zu lassen, dafür hat es aber immerhin [erneut] zu einem schicken Cover-Artwork von Travis Smith gelangt. Machen wir es kurz: „Midnightmares“ von DREAMING DEAD hat bereits jetzt schon wieder das Zeug zu einem der Alben des Jahres, alles andere würde an hochgradige Ignoranz, wenn nicht gar Blasphemie grenzen. Liebe A&Rs dieser Welt: Ihr signt beinahe täglich wesentlich weniger talentierte Kapellen, also, bitte nochmal genau hinhören, denn noch mehr Silbertablett geht ja fast schon nicht mehr...! „Midnightmares“ von DREAMING DEAD ist nachgerade ein Pflichtkauf für alle Fans, die sich innerhalb der oben genannten Koordinaten wohlfühlen, DEATH [trotz der diversen posthumen Veröffentlichungen] schmerzlich vermissen, denen OBSCURA bisweilen zu anstrengend und ARCH ENEMY längst zu kommerziell sind! | ||||||||||||||||||
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