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Cover von Dreamshade -- The Gift Of Life
Band: Dreamshade Homepage Dreamshade bei Facebook Metalnews nach 'Dreamshade' durchsuchenDreamshade
Album:The Gift Of Life
Genre:Melodic Death Metal, Metalcore, Modern Metal
Label:Spinefarm Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:25.01.13
CD kaufen:'Dreamshade - The Gift Of Life' bei amazon.de kaufen
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"Der Wurm mit dem Ohrwurm"

Fast auf den Tag genau – erschien vor zwei Jahren das erste richtige Alben von DREAMSHADE. Damals überrasche die Gruppe mit einem sehr frischen und gut produzierten Sound. Das Schlagzeug hatte ordentlich Druck, und die Stimmung erinnerte an eine moderne Form von ENSIFERUM. Gute Keyboard-Einlagen umgaben den angenehmen Sound, der durchaus mit ordentlichem Tempo zu überzeugen wusste. Hier wären wir auch bei der ersten Veränderung – schaut man sich die Truppe heute an. Hier sieht man keinen Keyboarder mehr – was durchaus die Frage aufwirft: Wird der Sound sich auf „The Gift Of Life“ halten können oder rudert man in eine neue Richtung?

Der Kurs steht auf Richtungswechsel und das ganz stark meine Landratten. Schon der erste Track „Photographs“ lässt Fans des ersten Werkes etwas verdutzt dreinblicken. Hier wird ein sehr lascher und eingängiger Metal-Core-Song präsentiert, der harmloser kaum sein könnte. Durchaus erinnert das Ganze an aktuelle ALL THAT REMAINS. Auch von der Länge der Lieder orientiert man sich hier eher an Kollegen wie CHILDREN OF BODOM – wir kommen bei zehn Stücken auf nicht einmal 40 Minuten. Der fehlende Biss zieht sich auch auf den kommenden Stücken fort. Zwar nimmt man ab und an mal an Fahrt auf aber am Ende bleibt eine klare Veränderung übrig, die durchaus negative Eindrücke hinterlässt. Man geht weg von den knackigen Tempo-Parts und taucht tief in die US-Core-Szene ein. Man hört dabei sehr viel von den angesprochenen ALL THAT REMAINS und durchaus auch KSE aus der Zeit mit Mr. Howard Jones. Dabei bleiben die Hitkracher beider Bands allerdings in nicht einem Lied erreicht. Die Einflüsse aus Amerika paaren sich dann noch mit den etwas sachteren Seiten von SOILWORK und BODOM. Keine Schnelligkeit, kein Biss und überhaupt keine Hits, die einem im Kopf hängen bleiben. Durchaus hat die Band nicht an Talent eingebüsst. Die Jungs spielen ihre Sache auf einer sehr guten technischen Schiene aber die Tracks klingen trotzdem so, als wolle man sich gerade zu an den amerikanischen Hit-Markt anbiedern. Warum aber Bands wie ATR oder KSE mit relativ laschen und langsamen Platten funktionieren ist, weil sie einen Hit [meist im Refrain] nach dem anderen liefern und so noch Songs schaffen, die trotz der Defizite Klassiker werden. Dies schaffen DREAMSHADE leider in keiner Sekunde… So bleibt ein sehr kurzes Erlebnis, was sich auf die aktuellen Bands der modernen Szene bezieht, ohne dabei Halt bei den Stärken dieser Gruppen zu machen.

Was am Ende bleibt ist, eine Wanderung um 180 Grad. Weg von der Frische und hin zur Brise aus Amerika. Weg vom Brüllen und hin zu sehr viel Clean-Gesang. Unterm Strich, waren DREAMSHADE beim Debüt eigenständiger, wenn auch nicht wirklich richtungweisend. Durchaus weiß „The Gift Of Life“ seine technisch modernen Highlights zu bieten, diese sucht man im Ganzen aber vergeblich. Entweder sollte es hier eine Rückbesinnung geben, oder die Band sollte schnell lernen, Hits am laufenden Band zu schreiben – sonst wird es in dem Genre, in dem man gerade versucht Fuß zu fassen, klanglos untergehen.

Trackliste:
01. Photographs
02. Your Voice
03. The Gift Of Life
04. Sandcastles
05. Consumed Future
06. Our Flame
07. Late Confessions
08. Sincere
09. Elisabeth
10. Wants & Needs
Spielzeit: 00:37:40

Line-Up:
Ivan Moccia – Bass
Kevin Calí – Vocals
Fernando Di Cicco - Guitar
Rocco Ghielmini – Guitar
Serafino Chiommino – Drums
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
18.01.2013 | 20:47
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