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Band: Dunderbeist bei MySpace.com Metalnews nach 'Dunderbeist' durchsuchenDunderbeist
Album:Black Arts & Crooked Tails
Genre:Alternative, Crossover, Hard Rock
Label:Indie Recordings
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:10.02.12
CD kaufen:'Dunderbeist - Black Arts & Crooked Tails' bei amazon.de kaufen
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"Kreuzüber geht nicht immer"

DUNDERBEIST stammen aus Norwegen, haben es in ihrem Heimatland bereits auf vier Full-Length-Veröffentlichungen gebracht und schicken sich nun an, mit „Black Arts & Crooked Tails“ via Indie Records, auch den internationalen Markt zu erobern.

Ob die Welt nun allerdings ausgerechnet auf DUNBERBEIST und ihren etwas verqueren Misanthropy Hardrock/Metal gewartet hat, bleibt mal dahingestellt, auch wenn die Koordinaten durchaus schon mal stimmen: die Fanbase im Vaterland des Septetts soll bereits beträchtlich sein, man hat just für vorliegende Veröffentlichung ganze acht Songs von vorherigen LPs überarbeitet bzw. ins Englische übertragen, zwei nagelneue Tracks am Start und die ganze Chose dann von Starmixer Alan Douches von „WestWestSide Music“ in den USA klanglich veredeln lassen.
Mit „La Guerre Du Feu [Lord Of The Flames]“ geht es auf alle Fälle schon mal sehr dynamisch im Fahrwasser von SYSTEM OF DOWN los, bevor man sich bei dem darauf folgenden „Through The Peephole“ eher in FAITH NO MORE-Gefilden tummelt [wie übrigens auch beim Rausschmeißer „Hum Hum“] und auch der Gesang ist bemüht, Mike Pattons Timbre zu imitieren.
Auch „Fear & Loathing“ oder „The Worst Sentence“ geht in Richtung Alternative Metal, PHANTOMS OF FUTURE und SYSTEM OF A DOWN, wohingegen das schrullige „Lucifer Eyes“ sich zunächst dramatisch, bluesig bzw. Country-esk gefällt, bevor noch ein paar harte Gitarren hintendrauf kommen.
Früher hätte man DUNBERBEISTs Musik und Songs wie „8 Crows And Counting“ am ehesten unter „Crossover“ abgelegt, allerdings schreiben wir mittlerweile das Jahr 2012 und derartiger Stilwirrwarr ist nicht mehr unbedingt en vogue bzw. wurde seinerzeit bereits weidlich verwurstet, vermarktet und z.B. von Über-Bands wie eben FAITH NO MORE in der Königsklasse wesentlich kredibler umgesetzt und ausgereizt.
Mit „Shields Aligned“ riffen und rocken DUNBERBEIST kernig und mit ordentlich Keyboardschützenhilfe und „More Me“ [von wegen!] gerät zum schieren Rip-Off bzw. Mash-Up von, ja genau!, FNM und SOAD. „Winter Past“ versucht, Black Metal, MARILYN MANSON-Trademark-Gitarren und - schon wieder - die bereits vielzitierten armenischen Alternative Metaller aus Amerika zu mixen.
Nett gemacht, live vermutlich unterhaltsam, aber irgendwie auch hoffnungslos gestrig – und das ist diesmal nicht unbedingt als Kompliment gemeint.
Man hat nämlich irgendwie dauernd das Gefühl, den einen oder anderen Part bei der einen oder anderen Band/Gelegenheit bereits [besser] gehört zu haben und schon nach den ersten paar Tracks will man das eigentlich nicht mehr...

Alle, die damals die glorreiche Crossover-Ära – beispielsweise aufgrund zu später Geburt – verpasst haben, könnten bei DUNDBERBEIST ein Ohr riskieren wollen, Altgediente legen besser mal wieder die längst verstaubten Tonträger ihrer damaligen Lieblings-X-Over-Combo auf – oder lassen es bleiben.

Trackliste:
01. La Guerre Du Feu [Lord Of The Flames]
02. Through The Peephole
03. Fear & Loathing
04. Lucifer Eyes
05. The Worst Sentence
06. Shields Aligned
07. More Me
08. Winter Past
09. 8 Crows And Counting
10. Hum Hum
Spielzeit: 00:40:00

Line-Up:
Torgrim Torve - Vocals
Åsmund Snortheim - Vocals
Fredrik Ryberg - Guitar
Kristian Liljan - Bass
Ronny Flissundet - Guitar
John Birkeland Hansen - Drums
Ole Alexander Lislerud - Percussion

Dirk Konz [dkay]
21.02.2012 | 18:31
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