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Cover von Dying Fetus -- Descend Into Depravity
Band: Dying Fetus Homepage Dying Fetus bei Facebook Metalnews nach 'Dying Fetus' durchsuchenDying Fetus
Album:Descend Into Depravity
Genre:Brutal Death, Death Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:18.09.09
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"Das Hitalbum"

Auch wenn man als malträtierter Redakteur stutzt, weil das Info-Sheet zu „Descend Into Depravity“ bis auf den CD-Titel denselben Wortlaut enthält wie jenes zum Vorgänger „War Of Attrition“, lässt man sich als Metal-Facharbeiter mit Pathologie-Praktikum von solcherart Einfallslosigkeit nicht einlullen, denn die neue DYING FETUS-Schlachtplatte ist definitiv anders als ihr Vorgänger.

Und dabei reihe ich mich jetzt mal nicht in den Chor derer ein, die ein Schmählied auf „War Of Attrition“ singen, denn ich finde die Scheibe nach wie vor herausragend. Es scheint nur so, als würde man sich im Lager der sterbenden Föten wieder auf die „Stop At Nothing“-Phase besinnen und den Grooves mehr Raum gönnen. Ist ja auch kein Wunder: Mit Mike Kimballl hat der zweite Sechssaiten-Schinderhannes die US-Institution verlassen, weshalb John Gallagher die zwangsläufig entstehenden Löcher im Sound mit ausladenderen Riff-Breitseiten füllen muss. Und das gelingt wirklich fabelhaft. Die Frickelei beschränkt sich auf wirklich orgiastische Lichtgeschwindigkeits-Läufe, unter die im Mix – wie auch später in der Live-Variante – keine Rhythmusklampfe gelegt wurde. Diese Berserker-Läufe wechseln sich auf „Descend Into Depravity“ beinahe immer mit fetten Slams ab, die vor dem inneren Auge sofort die heftigsten Circle Pits entstehen lassen. Der Sound ist so transparent, dass auch die kleinste Nuance des Gespielten unmittelbar im Ohr explodiert. Und auch, wenn die Basis-Riffs oftmals keinen Originalitätspreis gewinnen, ist das Gesamtergebnis so übel brutal, begeisternd und richtig, dass man dem Trio dieses klitzekleine Manko vergibt. Zudem ist man immer wieder für Überraschungen gut. Hört euch stellvertretend den Killer-Knüppler „Atrocious By Nature“ an, mit seinem doomigen Beginn und der technischen Überleitung in den absolut göttlichen Geballer-Thrash-Part. Oder „At What Expense“, in dem man kompositionstechnisch dezent die morbiden Engel grüßt. Es gibt auf dem Album viele solcher Kleinigkeiten zu entdecken.

Mit „Descend Into Depravity“ haben DYING FETUS das Hitalbum im Gepäck, das ihnen etliche Türen öffnen und sie zu Größen wie CANNIBAL CORPSE, MORBID ANGEL oder NILE aufschließen lassen wird.

Trackliste:
01. Your Treachery Will Die With You
02. Shepherd's Commandment
03. Hopeless Insurrection
04. Conceived Into Enslavement
05. Atrocious By Nature
06. Descend Into Depravity
07. At What Expense
08. Ethos Of Coercion
Spielzeit: 00:41:02

Line-Up:
John Gallagher – Vocals, Guitar
Sean Beasley – Bass, Vocals
Trey Williams – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
23.09.2009 | 22:55
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