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Cover von Dying Humanity -- Living On The Razor's Edge
Band: Dying Humanity Homepage Dying Humanity bei Facebook Metalnews nach 'Dying Humanity' durchsuchenDying Humanity
Album:Living On The Razor's Edge
Genre:Death Metal, Melodic Death Metal, Progressive
Label:Bastardized Recordings
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.11.11
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"Der Schatten von Death!"

Hatte ich das letzte Review zu einem DYING HUMANITY-Album noch in einem Anflug von fehlgeleitetem Modebewusstsein mit Genörgel über unpassende Gewandung eingeleitet, so ist anno 2011 davon nur eine Mütze übrig geblieben. Gar nicht so verkehrt, immerhin haben wir Anfang November und kalte Ohren sind auch für den härtesten Metaller kein Vergnügen.

Vor dem Hintergrund ist es schade, dass man sich „Living On The Razor's Egde“ nicht aufsetzen kann. Eingeheizt wird dem Hörer hier nämlich ganz ordentlich. DYING HUMANITY sind ihrer Ausrichtung und ihrem Stil weitgehend treu geblieben. Death Metal mit Thrash-Häppchen, gelegentlich mit brachialen Knüppelanfällen und ansonsten mit viel, viel Melodie – aber ohne die vielerorts leider zum Standard gewordenen weinerlichen Klargesangsrefrains. Stattdessen lockern immer wieder akustische Parts die Mischung auf. Bands wie die mittleren und späten GOD DETHRONED [Blasts], VEHEMENCE [Gesang] und, sehr wichtig, DEATH [alles andere] standen hörbar auch für „Living On The Razor's Edge“ Pate. Von letzteren haben sich DYING HUMANITY neben Riffing und Melodieführung auch in Sachen Songwriting eine dicke Scheibe abgeschnitten.

Damit übernehmen sie allerdings auch die möglichen Probleme solcher Klänge - „Living On The Razor's Edge“ braucht nämlich, genau wie sein Vorgänger, mindestens drei Durchgänge, um seinen Reiz zu entfalten. Zwar wechselt nicht jeder Song seinen Charakter so häufig, wie das beinahe achtminütige „Clarity Of Mind“, welches es zumindest in meiner Promoversion zum Opener gebracht hat. Dies liegt aber auch daran, dass DYING HUMANITY im weiteren Verlauf der Scheibe lieber viele kürzere Songs aus ihren reichlich sprudelnden Ideen machen. Wer von DEATH besonders die Alben „The Sound Of Perseverance“ und „Individual Thought Patterns“ liebt, für den ist „Living On The Razor's Edge“ Pflicht – umso mehr, als dass DYING HUMANITY diesem Anspruch auch technisch ziemlich souverän gerecht werden.

Trackliste:
01. Inception
02. Blinded
03. Broken Home
04. Till The End
05. Outcast
06. Abused
07. Perception
08. Welcome To The Abyss
09. Addicted
10. Between Angel And Beast
11. Revenge And Murder
12. Clarity Of Mind
Spielzeit: 00:38:34

Line-Up:
Markus Dietzsch - Gesang
Kai Seidel - Gitarre
Simeon Keller - Gitarre
Hendrik Wetzel - Bass
Danny Vanis - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
03.11.2011 | 16:41
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