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Cover von Eagle Twin -- The Unkindness Of Crows
Band: Eagle Twin bei Facebook Metalnews nach 'Eagle Twin' durchsuchenEagle Twin
Album:The Unkindness Of Crows
Genre:Doom Metal, Noisecore
Label:Southern Lord
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:16.10.09
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"Da geht noch einiges!"

Für den Anfang eignen sich immer sogenannte Trivialitäten. Los geht es also: EAGLE TWIN sind das neue Baby des früheren ICEBURN-Musikers Gentry Densley. „The Unkindness Of Crows“ ist das Debütalbum der amerikanischen Formation und erscheint auf dem Label Southern Lord.
Und selbst wenn die ersten paar Informationen nicht unbedingt aussagekräftig sind, so dürfte doch der Labelname bereits einige Assoziationen wachrufen – schließlich ist die Kleinfirma der SUNN O)))-Akteure Stephen O'Malley und Greg Anderson mittlerweile auch jenseits des absoluten Drone-Untergrundes für ihre Verdienste um die Vermarktung von Musik bekannt, die selbst in unserer hartgesottenen Szene oft im Ruf ungenießbaren Krachs steht.

Genau diesem Vorwurf werden sich auch EAGLE TWIN ausgesetzt sehen, denn „The Unkindness Of Crows“ ist, obwohl kein reinrassiger Drone Doom fabriziert wird, eine ausgesprochen sperrige Angelegenheit. Das gilt insbesondere für den Eröffnungssong „In The Beginning Was The Scream“, der mit hektischem Schlagzeuggestolper und willkürlichen Gitarrenmisshandlungen zu Kehlkopfgesang beginnt, ehe er sich in einen reichlich an KHANATE erinnernden, düsteren Brocken verwandelt. Dieser Geröllklumpen finsterer Disharmonie nimmt zwar im Laufe seiner neun Minuten Spielzeit noch etwas an Fahrt auf und bietet wiedererkennbare Riffs, der verstörende Eindruck jedoch bleibt dem Hörer noch lange erhalten und färbt auf den Rest von „The Unkindness Of Crows ab“. Der ist zwar alles andere als einschmeichelnd und harmonisch, kommt aber letztlich doch in relativ bekannten und leicht erschließbaren Bahnen daher. EAGLE TWIN bewegen sich musikalisch zwischen Drone-Elementen, den sludgigen Frühzeiten der MELVINS und etwas Noise-Core. In „Carry On, King Of Carrion“ werden auch Erinnerung an das gediegene Western-Feeling von EARTHs „Hex Or Printing In The Infernal Method“ wach. Das machen EAGLE TWIN musikalisch souverän und selbstsicher, und niemand mit Ohren am Kopf wird nach drei Durchläufen von „The Unkindness Of Crows“ behaupten dürfen, hier beherrsche etwa jemand sein Handwerk nicht. Was dem konsequenten Bemühen um finstere Stimmung jedoch am meisten hilft, sind nicht die erdrückenden, schwärenden Gitarrenriffs, sondern der Gesang Gentry Densleys. Sein kehliges Knurren, bedrohliches Flüstern und nicht zuletzt sein Einsatz von Kehlkopfgesangstechniken sind beeindruckend und stehen hinter den Gesangskünsten eines Attila Csihar [MAYHEM, SUNN O)))] keineswegs zurück.

Dennoch bleibt EAGLE TWINs Debütalbum eine zähe Angelegenheit – vor allem deshalb, weil die zwei Krachmacher leider nicht immer so überzeugende Spannungsbögen wie im viertelstündigen Lärm-Monster „Crow Hymn“ hinbekommen. Keines der Stücke ist von vorne bis hinten gleichermaßen packend, obwohl jedes einzelne von ihnen geniale Augenblicke aufweist. Bloß wieder so ein „Southern Lord Hype“? Das müsst ihr selber entscheiden. Dass EAGLE TWINS nicht so überwältigend sind wie angekündigt, wird man zugeben müssen. Ebenso wird man allerdings zugeben müssen, dass hier mit Gentry Densley und Tyler Smith intelligente, musikalisch begabte Krachmaten am Werk sind, die ihre wahre Form erst noch finden werden. Darauf darf man sich freuen!

Trackliste:
01. "In The Beginning Was The Scream"
02. Murder Of...
03. Birds of Black Hot Fire
04. Storytelling Of Ravens
05. Crow Hymn
06. Carry On, King Of Carrion
07. "And It Came To Pass That Birds Rain Down As Black Snakes"
Spielzeit: 01:04:53

Line-Up:
Gentry Densley - Gitarre, Gesang
Tyler Smith - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
05.11.2009 | 13:29
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