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Reviews von Earth
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Band: Earth Homepage Earth bei Facebook Metalnews nach 'Earth' durchsuchenEarth
Album:The Bees Made Honey In The Lion’s Skull
Genre:Instrumental, Post Rock, Psychedelic
Label:Southern Lord
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:15.02.08
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"Die Entdeckung der Langsamkeit"

EARTH war schon immer die etwas andere Band. Der Begriff ‚Stagnation’ scheint im Wortschatz von Mastermind Dylan Carlson – Freund von Kurt Cobain und der Legende nach im Besitz von dessen letzter Schrotflinte – genauso absent zu sein wie Demokratie in der ehemaligen DDR. Ob nun in frühen Jahren als Pioniere des ‚Drone Rock’ oder aktuell in Form eines quasi ‚Doom Country’-Sounds, die Gruppe aus dem US-Bundesstaat Washington agierte stets auf höchstem Niveau innovativ, gilt zurecht als Koryphäe im musikalischen Untergrund und beeinflusst[e] damit zahlreiche andere Bands. Nach dem erhabenen 2005er Output „Hex (Or Printing In The Infernal Method)“ und der mit alten Songs in neuer Interpretation versehenen Veröffentlichung „Hibernaculum“ steht dieser Tage mit dem poetischen Titel „The Bees Made Honey In The Lion’s Skull“ das neueste Album in den Regalen anspruchsvoller Plattenläden.

Einen krassen Schnitt vollzogen Carlson und seine Mitstreiter – bei drei Liedern feiert der individualistische Jazz-Gitarrist Bill Frisell übrigens einen Gastauftritt – im Vergleich zum erwähnten „Hex (Or Printing In The Infernal Method)“ nicht. „The Bees Made Honey In The Lion’s Skull“ muss vielmehr als logische Fortführung des auf dem Vorgänger eingeschlagenen Pfads angesehen werden. Noch immer zeichnet sich die Musik durch die relaxt-repetitive Gitarrenarbeit aus, unterlegt von Davies’ Slow-Motion-Percussion sowie neuerdings auch dezenten Einsätzen von Piano und Hammond-Orgel. Man könnte das Ganze als nordamerikanischen Neofolk bezeichnen und nicht selten fühlt man sich an Neil Youngs grandiosen Soundtrack für den mystischen Schwarz-Weiß-Western „Dead Man“ erinnert – auch wenn EARTH nicht ganz so experimentell und improvisatorisch zu Werke gehen. Carlsons Anspruch jedenfalls, mit Musik innere Landschaften zu erschaffen, wird jede der sieben neuen Kompositionen völlig gerecht und so vermisst man auch an keiner Stelle Gesang oder gar gesprochene Samples. Beides wäre mit dem aktuellen Sound EARTHs in keinster Weise vereinbar. Allein die Musik ist die Message. Und diese ist mächtig und ausdrucksstark, allerdings nicht mehr nur schier ausweglos düster wie noch auf „Hex (Or Printing In The Infernal Method)“. Im Unterton des aktuellen Werks scheint man nämlich einen zwar fernen aber dennoch deutlich erkennbaren akustischen Hoffnungsschimmer am Horizont zu vernehmen. From strength, sweetness. From darkness, light. The bees made honey in the lion’s skull.

Wieder einmal haben EARTH es geschafft, der anspruchsvollen Hörerschaft ein hochklassiges Album zu bescheren. Anhänger der Band werden sich das Teil sowieso schon blind zugelegt haben und so bleibt mir zum Schluss nur noch übrig, eine dicke Empfehlung an all diejenigen auszusprechen, die es gerne entspannt und doch experimentell-minimalistisch und dunkel mögen. Mit „The Bees Made Honey In The Lion’s Skull“ liefern EARTH den perfekten Soundtrack, um in unserer nervösen ‚Höher, schneller, weiter’-Welt mit 30 km/h auf der Autobahn zu cruisen.

Trackliste:
1. Omens And Portents I: The Driver
2. Rise To Glory
3. Miami Morning Coming Down II
4. Engine Of Ruin
5. Omens And Portents II: Carrion Crow
6. Hung From The Moon
7. The Bees Made Honey In The Lion’s Skull
Spielzeit: 00:53:29

Line-Up:
Dylan Carlson –Electric guitars and amplifiers
Adrienne Davies – Drums and percussion
Steve Moore – Acoustic grand piano and Wurlitzer electric piano, Hammond organ
Don McGreevy – Electric bass and acoustic upright bass
Sebastian König [sk]
17.03.2008 | 02:28
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