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Band: Earthride bei Facebook Metalnews nach 'Earthride' durchsuchenEarthride
Album:Something Wicked
Genre:Doom Metal
Label:Born To Be Doom
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:03.07.10
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"Brummig wummig"

Im Schnitt halten sich die Scheiben, die seitens einer Band oder Labels beworben werden wollen, wesentlich kürzer als die Sorte von Musik, die ich bewerben will. Für die Leute da draußen, die davon leben müssen, einer Horde von Leuten ohne Geschmack zu dienen und aufkeimenden Trends hinterzuhecheln, ist das natürlich bis zu einem gewissen Maße traurig. Am Beispiel von EARTHRIDE allerdings, die bislang nie weder live noch auf Platte enttäuscht haben, kann man sich dennoch fragen, warum ihre bisherige Unterkunft Southern Lord offensichtlich nicht besonders daran interessiert zu sein schien, ihre erste Platte nach fünf Jahren wieder unter ihren Fittichen der Öffentlichkeit preiszugeben, da "Something Wicked" das bislang beste Material beinhaltet, welches die Mannen aus Maryland zusammenklauben konnten.

Ein Blick auf das musikalische Radar verrät uns, dass das Quartett sich irgendwo zwischen SAINT VITUS, PENTAGRAM zu ihren staubigen Zeiten sowie der momentan recht hippen Riege von Bands wie HIGH ON FIRE und ZOROASTER befindet, wobei der dreckige Southerner-Anstrich hier dank brutal erdigem Grundsound der Äxte und einer generellen Tendenz hin zu einfacher ausgelegten, groovigen Abschnitten besonders hervorsticht. Wenn also so Stücke wie "Destruction Song" das Zimmer beschallen, meint man, einer explodierenden akustischen Rußbombe in Superzeitlupe zu lauschen. Daneben haben es viele Momente auf die Platte, die den dreckigen Charme umso stärker zum Ausdruck bringen: So trägt der schief gesungene, aber dennoch kraftvolle Chorus von "Make Up Your Mind" beziehungsweise "Supernatural Illusion", der generell bärtige, Whiskey gurgelnde Gesang von Fronter Dave oder das sehr stimmungsvolle Akustikgezupfe in "Zodiac" - mein Lieblingsstück hier - sehr viel dazu bei, dass sich das Album mehr als nur einmal in der Playlist wiederfindet. Am meisten beeindruckt mich jedoch, mit welcher Leichtigkeit und Zwanglosigkeit es die Band über die gesamte Spieldauer schafft, den Spagat zwischen heftigen Doom-Walzen sowie leichtfüßigen Groove-Parts so gekonnt zu vollführen.

Eine kleine Warnung noch zum Schluss: Wer in diese Platte viel zu viel hineininterpretiert, hat verloren. "Something Wicked" dient als gelungene Untermalung für ruhige Grillfeste oder andere Okkasionen, in denen zivilisierte Menschen sich einfinden, die auf unpolierte musikalische Faustschläge abfahren. Wer das beherzigt, wird mit EARTHRIDE glücklich.

Trackliste:
01 - Something Wicked
02 - Hacksaw Eyeball
03 - Make Up Your Mind
04 - Destruction Song
05 - Zodiac
06 - Watch The Children Play
07 - Grid The Wheel
08 - Supernatural Illusion
09 - Force Fed Fear
Spielzeit: 00:52:12

Line-Up:
David "Dave" Sherman - Gesang
Kyle Van Steinburg - Gitarre
Rob Hampshire - Bass
Eric Little - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
17.07.2010 | 15:51
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