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Cover von Edge Of Thorns -- Masquerading Of The Wicked
Band: Edge Of Thorns Homepage  Metalnews nach 'Edge Of Thorns' durchsuchenEdge Of Thorns
Album:Masquerading Of The Wicked
Genre:Heavy Metal, Melodic Metal, Power Metal
Label:Twilight
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:02.11.07
CD kaufen:'Edge Of Thorns - Masquerading Of The Wicked' bei amazon.de kaufen
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"Ein sauberes Stück Metal aus der Pfalz"

EDGE OF THORNS wurden 1996 im Kreis Bitburg/Trier gegründet. Nach „Ravenland“ [2004] legen die Rheinland-Pfälzer mit „Masquerading Of The Wicked“ nun ihren zweiten Longplayer vor. Lagen die musikalischen Ursprünge in den Anfangszeiten noch in den düstereren Metal-Bereichen, so bestimmt heute großteils die melodische Komponente den Stil. Sie selbst bezeichnen das Genre als Melodic Power Metal with Epic.

Beim Titeltrack ist davon allerdings schon mal nichts zu hören. Astreiner True Metal, der stilistisch recht nahe an Judas Priest angesiedelt ist. Auffallend ist ein gelungener Instrumentalmittelteil. Bei „The Reaper“ wird dann der Melodic Power Metal ausgepackt. Der Song hat Tempo und einen eingängigen Refrain. Nach demselben Strickmuster ist „Hungry Eyes“. Kraftvoll, antreibend, mit schönem Lead-Solo und Mitsing-Refrain. Auch an „Bleeding Hearts“ gibt es nichts auszusetzen. Starker Gesang, ausgezeichnetes Instrumentenspiel – ein weiterer Ohrwurm.
Das leicht satanisch angehauchtes Sprech-Intro „Can You Hear Them“ leitet einen wahrhaftigen Power Metal-Track ein: Bei „Shrouded“ geht gnadenlos die Post ab. Einen Moment glaube ich, eine RAGE-Scheibe im Player zu haben. Die gesanglichen Ähnlichkeiten zu Peavy kann Dirk Schmitt allerdings auch nicht ganz leugnen. Doch das soll keineswegs zum Nachteil gereichen. Im Gegenteil, die Stimme passt perfekt zur Musik.
„Turning Wheels“ ist in der Art eines härteren PRIMAL FEAR-Stückes und gehört eindeutig in die True Metal-Schublade. Es folgt „Captured“, eine schleppende Metal-Ballade, die aber mit glasklarem Gitarrenspiel glänzt. Melodic Power Metal ist bei „Vagrant“ wieder angesagt. Ein fast hymnischer Mehrstimm-Chorus lädt zum mitgröhlen ein. Verziert wird das Stück zu Ende mit einer Akustik-Gitarreneinlage. „Vagrant“ ist ein Highlight, dessen besonderer Magie man sich kaum entziehen kann.
Der True Metal-Track „Beyond Horizons“ fällt besonders durch starke Riffs und Soli auf, und beim Power Metal-Bomber „Chase Away The Night“ werden noch einmal des Headbangers Nackenmuskeln malträtiert. Mit „Life“ folgt noch ein kurzes Stück, das als Outro gedacht ist und leichte folkloristische Anleihen hat.


Ich weiß nicht, wo die Band oder das Label die epischen Anteile dieses Albums sehen. Ich konnte keine finden, doch das tut der Scheibe keinen Abbruch. EDGE OF THORNS präsentieren uns anno 2007 ein absolut sauberes Stück Metal. Die Pfälzer Jungs spielen auf einer Bandbreite, die von Melodic Power Metal über True Metal bis hin zu fast speed-verdächtigem Power Metal reicht. Und sie beherrschen alle diese Spielarten ebenso gut wie ihre Instrumente. Auch Sänger Dirk Schmitt macht einen guten Job, sodass ich für “Masquerading Of The Wicked“ ruhigen Gewissens 6 Punkte vergeben kann.

Trackliste:
01. Masquerading Of The Wicked
02. The Reaper
03. Hungry Eyes
04. Bleeding Hearts
05. Can You Hear Them
06. Shrouded
07. Turning Wheels
08. Captured
09. Vagrant
10. Beyond Horizons
11. Chase Away The Night
12. Life
Spielzeit: 00:46:48

Line-Up:
Dirk Schmitt – Vocals
Lothar Krämer – Keyboard
Achim Sinzinger – Bass
Johannes Schütz – Drums
Dave Brixius – Guitars
Steffen Münch [wizard] | 26.10.2007 | 18:53

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